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Region  // Kulmbach

Kirche

Bald ist sie am Ziel ihrer Berufsträume

Anna Städtler-Klemisch ist die neue Vikarin in Kasendorf. Den Berufswunsch Pfarrerin hat sie schon seit ihrer Konfirmandenzeit.
Vikarin Anna Städtler-Klemisch schätzt die aktive Gemeinde in Kasendorf, möchte aber noch mehr Menschen dazu bewegen, in die Kirche zu gehen. Foto: Katharina Müller-Sanke
 
von KATHARINA MÜLLER-SANKE
Die evangelische Kirche braucht neue Pfarrerinnen und Pfarrer. Die Zahl der Theologiestudenten ist in den letzten Jahren zwar leicht gestiegen, trotzdem sind bereits jetzt viele Stellen unbesetzt. Und in den nächsten zehn bis 15 Jahren gehen deutschlandweit noch einmal 30 bis 40 Prozent der Pfarrer in den Ruhestand.
Für Studenten bedeutet das gute Aussichten. Zum Beispiel auch für Anna Städtler-Klemisch. Das erste theologische Examen hat sie bereits abgelegt und ist nun als Vikarin in Kasendorf eingesetzt. Ihr Ehemann Daniel Städtler ist seit April Pfarrer zur Anstellung in Wonsees. Dass beide ihre Stellen so dicht beieinander gefunden haben, ist kein Zufall. "Das klappt bei Pfarrern eigentlich oft," so Städtler-Klemisch. Schließlich gibt es viele freie Stellen und auch einen relativ häufigen Wechsel alle paar Jahre.
Ihren Mann hat Anna Städtler-Klemisch klassisch im Studium kennen gelernt und noch während der Unizeit geheiratet. Im Pfarrhaus in Wonsees haben sie sich schon gut eingelebt. Und tagsüber ist die Vikarin nun also in Kasendorf. Noch hat sie ihr vorübergehendes Büro in einer Privatwohnung. Bald aber wird ihr Büro sicher ins Haus der Begegnung auf dem Kirchgelände in Kasendorf umziehen. Und dann ist sie noch näher dran: am Pfarrer sein. Denn das ist das Ziel der Vikariats-Stelle.


Schritt für Schritt

Zweieinhalb Jahre lang sollen Pfarramts-Anwärter an ihre spätere Aufgabe herangeführt werden. Sie werden dazu einem Mentor zugeordnet. Im Fall von Anna Städtler-Klemisch ist das Pfarrer Stefan Lipfert. In den ersten Wochen darf Anna Städtler-Klemisch ihren Mentor begleiten, dann übernimmt sie schrittweise immer mehr Aufgaben. Sie übernimmt Geburtstagsbesuche, seelsorgerliche Aufgaben und leitet Gottesdienste. Ab September gibt sie auch Religionsunterricht. Und nach und nach darf sie auch Kasualien übernehmen: Taufen, Beerdigungen und Hochzeiten leiten. Am Ende des Vikariats steht noch ein zweites Examen.
Mit 32 Jahren wird Anna Städtler-Klemisch dann - so wie es aussieht - bereit für ihre erste eigene Pfarrstelle sein. Dann ist sie endlich am Ziel. Das zu erreichen hat recht lange gedauert. Schon während ihrer Zeit als Konfirmandin hatte sie den Wunsch, Pfarrerin zu werden. Da hat sie auf einer Jugendfreizeit das Abendmahl verteilt und gespürt, dass das für sie etwas unheimlich besonderes ist. Nach der Schule hat sie ein Vorpraktikum in einem Problemviertel in Nizza gemacht und dort mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Dann kamen noch viele Jahre Studium hinterher.
Jetzt ist sie perfekt vorbereitet auf ihre Arbeit. Und noch immer ist das Abendmahl und den Segen aussprechen, das schönste für sie. "Das macht mich so glücklich. Wenn ich vorne stehe und den Menschen den Segen mitgeben kann. Wie cool ist das denn?!"
In Kasendorf schätzt sie die aktive Gemeinde, die Jugendarbeit und die Gemeinschaft besonders. Und sie will natürlich mehr Leute dazu bewegen wieder in die Kirche zu gehen. "In der Kirche entsteht eine Gemeinschaft im Namen Gottes, die ist fester und tiefer als außerhalb. Auch wenn die Menschen, die da zusammenkommen, ganz unterschiedlich sind." So wie sie es sagt spürt man den Zauber, von dem sie überzeugt ist. Und die etwas eigene Welt.
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