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Feier

Alte Wirsberger Orgel nach Sanierung mit neuem Klang

Die Königin der Instrumente im Wirsberger Gotteshaus wurde komplett saniert. Zum Abschluss erklang ein Konzert.
An der Einweihung der mächtige Orgel der Johanniskirche wirkten auch der Kinderclub und der Posaunenchor (im Hintergrund) mit. Foto: Werner Reißaus
 
von WERNER REIßAUS
Mit einem prächtigen Lobgesang des Komponisten Maximilian Reger eröffnete Wirsbergs Kirchenmusiker Wolfgang Pinkow-Margerie die Feier anlässlich der umfassend renovierten Orgel in der Johanniskirche. Sie war mit einem Konzert verbunden, das der Posaunenchor unter der Leitung von Andreas Dietz und Wolfgang Pinkow-Margerie an der Orgel ausgestalteten. Mit dabei war auch der neue Kinderclub der Kirchengemeinde, der mit Unterstützung von Samantha Lehmann und Susanne Sommerer zwei Lieder sang. Angelina Maschlinski trug ein Musikstück auf der Querflöte bei.

"Wir sind fröhlich und dankbar, dass wir heute die Fertigstellung unserer Orgelrenovierung feiern dürfen", betonte Pfarrer Peter Brünnhäußer. Mit Bildern, die der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Karl-Heinz Krüger, angefertigt hatte, gab der Geistliche umfassende Erläuterungen zur aufwendigen Renovierung.


Viele Spenden gesammelt


Viele Jahre waren in der Kirchengemeinde Spenden gesammelt worden. "Sie waren dafür sehr offen und haben Ihre Verbundenheit mit unserer Kirche und unserer wunderschönen Orgel zum Ausdruck gebracht", dankte Brünnhäußer. Auch die Konzerte von Wolfgang Pinkow-Margerie sowie des Posaunenchors hätten immer wieder gute Erträge erbracht.

Dank der Unterstützung des Staatlichen Bauamts in Bayreuth und der Hilfe der Orgelsachverständigen habe man nun endlich nach vielen Jahren des Sammelns im April an die Arbeit gehen können.

"Die Renovierung wurde in gut vier Wochen geschafft. Die Münchner Firma Führer hat die Orgel grundlegend gereinigt und instandgesetzt", betonte der Pfarrer.

Die Wirsberger Kirchenorgel war bereits 1985 durch die Firma Bosch aus Sandershausen erweitert worden. Sie ist nach den Worten von Peter Brünnhäußer ein Instrument mit mechanisch angesteuerter Spiel- und Registertraktur. Aufgrund der enormen Verschmutzung - vor allem durch Fliegenbefall - waren die Stimmung und der Gesamtklang der Orgel stark beeinträchtigt. So musste das Pfeifenwerk komplett ausgebaut werden. Alle 1400 Pfeifen wurden per Hand gereinigt. "Es ist unvorstellbar und hat mich unheimlich berührt, welch Wunderwerk das Innenleben einer Orgel ist. Die Orgelbauer haben die Arbeiten mit einer großen Ruhe und Gelassenheit erledigt", sagte der Pfarrer.


Zuschuss der Regierung


Die Gesamtkosten bezifferte Peter Brünnhäußer auf 26 410 Euro. Die Kirchengemeinde müsse 15 273 Euro an Eigenmitteln aufbringen.Die Regierung von Oberfranken habe einen Zuschuss von 9215 Euro gewährt, das Staatsministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst 1696 Euro beigesteuert.

Der Leiter des Posaunenchors, Andreas Dietz, nahm die Renovierung zum Anlass, einen Zimbelstern zu spenden.


Lob von einem Experten


Zu den Besuchern zählte auch der Kulmbacher Kirchenmusikdirektor Ingo Hahn. Er lobte vor allem Wolfgang Pinkow-Margerie: "Für das evangelisch-lutherische Dekanat und insbesondere diese Kirchengemeinde ist es ein großer Schatz, einen leidenschaftlichen Organisten wie ihn zu haben."

Pinkow-Margerie spielte die Orgel schon in seiner Gymnasialzeit, pausierte dann lange und greift seit 1999 wieder regelmäßig in die Tasten. Das Orgelspiel gibt ihm persönlich eine große Erfüllung. Er habe natürlich gemerkt, dass etwas geschehen musste: "Ja, manche Stimmen waren unrein, die Register waren nicht homogen in den einzelnen Tönen. Die Klangschönheit ist jetzt einfach größer."

Bei herrlichem Sommerwetter lud die Kirchengemeinde noch zu einem Stehempfang ein.
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