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Zeitzeuge

Als die Autos noch Namen hatten

Wer in Mainleus etwas über die Feuerwehrarbeit erfahren möchte, kommt an einem Mann nicht vorbei: Willi Türk (92) ist seit 75 Jahren Mitglied der Truppe.
Willi Türk ist 92 Jahre und er hält der Feuerwehr Mainleus seit 75 Jahren die Treue: Willi Türk war in seiner aktiven Zeit oft mit "der Susi" unterwegs, wie das alte grüne Drehleiterfahrzeug von den Mainleusern genannt wird.  Fotos: Sonja Adam
 
von SONNY ADAM
Mit 92 Jahren leistet Willi Türk natürlich schon lang keinen aktiven Dienst mehr bei der freiwilligen Feuerwehr, doch in die Feuerwehrgarage geht der Senior immer noch gern. Denn neben all den roten Feuerwehrautos parkt dort "seine Susi". Susi ist grün lackiert, wie das früher üblich war.

Das alte Feuerwehrfahrzeug ist genau so lang bei der Mainleuser Wehr wie Türk: 75 Jahre. Dass er mit 17 Jahren in die Feuerwehr seines Heimatorts eingetreten ist, war für ihn eine Selbstverständlichkeit. Denn schließlich lebte er damals mit seiner Familie sogar im alten Feuerwehrhaus.

"Das war gegenüber dem heutigen Rathaus", erzählt Willi Türk. "Die Susi hab ich mit abgeholt", weiß der 92-Jährige noch haargenau. Und er weiß auch, wie stolz die Mainleuser damals auf ihr Drehleitergefährt waren.
Bei einem spektakulären Einsatz der Susi in Nürnberg konnte Willi Türk allerdings nicht dabei sein. "Damals war ich noch an der Ostfront", sagt er. Trotzdem kennt er die alten Geschichten, als die Mainleuser Drehleiter bis nach Nürnberg fuhr, um den Menschen aus der bombardierten Stadt zu helfen.


Spektakuläre Einsätze

Türk hat in seiner aktiven Dienstzeit viel erlebt. "1955 hat die Baumwollhalle der Spinnerei gebrannt. Das war ein riesiges Feuer", erinnert sich Türk. "Einen richtig großen Brand hat es auch einmal in Wirsberg gegeben. Da hat eine Gummireifenfabrik gebrannt. Das war ein Feuer", erzählt der Feuerwehrsenior. Doch Atemschutzmasken und Sauerstoffflaschen gab es damals nicht. "Die ganze Löscharbeit war damals anders", sagt der Jubilar.
Willi Türk ist auch mit 92 Jahren noch stolz auf seine Mainleuser Wehr. Und es ist ihm eine Ehre, bei den Versammlungen mit von der Partie zu sein und der Feuerwehr die Treue zu halten. Bei der Jahreshauptversammlung zeichnete der Vorsitzende der Feuerwehr Mainleus, Thomas Zimmermann, den verdienten Feuerwehrler für 75 Jahre Treue aus.

Gerhard Herold, ebenfalls ein verdienter Feuerwehraktiver, wurde bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Feuerwehr Mainleus steht personell auf gutem Fundament. Sie habe 150 Mitglieder, könne auf 52 Aktive zählen, zog der Vorsitzende Bilanz.

Drei Feuerwehraktive haben den großen Lkw-Führerschein gemacht. Die Kosten dafür trug der Markt Mainleus, so Kommandant Zimmermann. Insgesamt hatte die Feuerwehr Mainleus 44 Einsätze zu bestreiten, davon 14 Brände und 26 technische Hilfeleistungen.

Die Feuerwehr Mainleus hat sieben Jugendliche in ihren Reihen. Stefan Pierdzig legte die finanzielle Lage der Feuerwehr offen. Zwar musste die Mainleuser Wehr ein Minus in Höhe von 950 Euro verkraften, dennoch seien die finanziellen Verhältnisse geordnet. Kassierer Stefan Pi erdzig legte sein Amt als Kassierer offiziell nieder, versprach aber, seinen Posten bis ein Nachfolger gefunden ist , kommissarisch auszuüben.


Ein aufregendes Jahr

2017 wird für die Feuerwehr Mainleus ein ereignisreiches Jahr: Am 13. und 14. Mai finden in Mainleus der Erwachsenenleistungsmarsch und der Kreisfeuerwehrtag statt. Im September wird es ein Hallenfest mit Oldtimertreffen geben, denn die grüne Drehleiter steht seit 75 Jahren im Dienst. Außerdem wird es in diesem Jahr wieder ein Grillfest, einen Ausflug, eine Wanderung, ein Jugendzeltlager und das Schafkopfrennen geben.
Bei der Jahreshauptversammlung wurden Gerhard Schütz und Horst Eber aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Beide haben die Altersgrenze von 63 Jahren erreicht. Fünf neue Feuerwehrler konnten in den aktiven Dienst aufgenommen werden.

Bürgermeister Robert Bosch zollte den Feuerwehrmännern großen Respekt. Auch 2017 werde der Markt Mainleus wieder Feuerwehrführerscheine "spendieren", um die Erste Hilfe sicherzustellen, versprach der Bürgermeister. Zwei weitere Führerscheinanwärter sind bereits angemeldet.
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