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Kosten

Abwasser wird teurer

Der Gemeinderat erhöhte die Gebühren ab dem 1. Januar um 29 Cent auf 2,94 Euro pro Kubikmeter.
Für Abwasser müssen die Pressecker ab Januar tiefer in die Tasche greifen. Foto: Patrick Pleul /dpa
 
von KLAUS KLASCHKA
Sparen macht's teurer, zumindest was das Wasser betrifft. Deshalb erhöhte der Pressecker Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend die Abwassergebühren ab dem 1. Januar um 29 Cent auf 2,94 Euro pro Kubikmeter. Bei gleichbleibendem Wasserpreis kostet dann der Kubikmeter in Presseck 4,69 Euro. Die Erhöhung musste der Gemeinderat beschließen, da Presseck als Konsolidierungsgemeinde unter anderem mit dem Wasserpreis kostendenkend arbeiten muss. Und aus der letzten Vier-Jahres-Periode besteht ein Defizit über 20 000 Euro.
Verwaltungsleiter Wolfgang Beetz legte dem Gemeinderat hierfür eine detailierte Abrechnung vor. Im Überblick führte er für die Kostenmehrung zwei Tatsachen an: Zum einen nahm die Einwohnerzahl und damit die der Verbraucher ab; außerdem verbrauchen zum Beispiel neuere Haushaltmaschinen weniger Wasser als ältere. Beruhte die Kostenberechnung zum Beispiel im Kalkulationszeitraum 2000 bis 2003 auf 250 000 Kubikmeter Wasser für den Bereich Presseck, so geht man für die nächsten vier Jahre bis 2020 von 180 000 Kubikmeter aus. Weniger Wasserverbrauch verursacht auch weniger Abwasser und damit geringere Einnahmen an Abwassergebühren. Die Kosten für die gemeindlichen Kläranlagen bleiben jedoch gleich; steigen unter Umständen sogar, denn auch die Preise zum Beispiel für eine zu ersetzende Pumpe steigen im Lauf der Zeit. Damit müssen die Abwassergebühren steigen, um die Wasserversorgung weiterhin kostendeckend betreiben zu können.
Bürgermeister Siegfried Beyer berichtete dem Gemeinderat, dass er kürzlich, wie auch weitere Bürgermeister aus dem Landkreis, im Nürnberger Heimatministerium einen Zuwendungsbescheid über 300 000 Euro entgegennehmen konnte. Diese Stabilitätshilfe wird in Presseck zur Schuldentilgung eingesetzt.
Auf Anregung von Gemeinderätin Anni Reuther (SPD) solle auf dem Reichenbacher Friedhof ein Bereich für Urnengräber ausgewiesen werden. Sie sei mehrfach von Bürgern darauf angesprochen worden. Dies erweiterte Bürgermeister Beyer gleich noch auf den Friedhof in Wartenfels, denn Urnenbeisetzung nähmen zu, führte er dazu an. Der Gemeinderat sah dies genauso und wird nach Abklärung aller Einzelheiten später die Friedhofssatzungen entsprechend ändern.


Bericht zum Internet-Ausbau

Der Internet-Ausbau in Presseck geht voran, berichtete Siegbert Reuther von Reuther NetConsulting in Bad Staffelstein als Planer dem Gemeinderat. Ob die Arbeiten wie im Zeitplan vorgesehen, dieses Jahr noch abgeschlossen werden, sei temperaturabhängig. Auf die Arbeiten habe man allerdings keinen Einfluss, da die Telekom selbst mit von ihr beauftragten Baufirmen daran arbeite.
Dem Gemeinderat stellte Reuther die weitere Zukunft des Internetausbaus im Überblick vor: Der Masterplan sehe das Ziel "Glasfaser in jedes Haus" vor. Dieses vom Bund gesteckte und geförderte Ziele dauert aber noch vielleicht zwei Jahre. Damit müssten dann auch diejenigen Regionen mit schnellem Internet versorgt werden können, die in der jetzigen Ausbauphase, noch weitgehend per Kupferkabel, das Nachsehen haben. Wo derzeit verlegt werde, würden jedoch schon Rohre für die neuerere Technologien vergraben.
Generell soll ein jeweils gemeindeweites Netzwerk mit Glasfaser entstehen - vergleichbar mit dem jetzigen Wasser- und Kanalsystem. Damit läge dann Glasfaser bis an jede Grundstücksgrenze. Für die letzten Meter ins jeweilige Gebäude müssten die Eigentümer aber selbst sorgen. Die Kosten für einen Hausanschluss, so Siegbert Reuther auf Nachfrage von Gemeinderat Reinhardt Baar (FW) würden für die Kabelführung so 200 bis 300 Euro betragen; der Anschluss mit Glasfaser womöglich 1000 Euro.
Für das Projekt des Bundes müssen weitere Förderanträge erst gestellt werden (was laut Kämmerer Frank Wunner bereits "im Laufen" ist). Hier habe Presseck aber bei geringer Bevölkerungsdichte und noch nicht optimaler Versorgung gute Chancen.
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