Ziegelhütten
Theater

Ab dem 20. Januar liegt Indien in Ziegelhütten

Nach sechs Wochen Probezeit präsentieren Rüdiger Baumann und Georg Mädl dem Kulmbacher Publikum ab Freitag ein österreichisches Schmankerl.
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Zwei Männer - Fellner (Rüdiger Baumann, links) und Bösel (Georg Mädl) wachsen im Lauf des Stücks irgendwie zusammen. Foto: Uschi Prawitz
Zwei Männer - Fellner (Rüdiger Baumann, links) und Bösel (Georg Mädl) wachsen im Lauf des Stücks irgendwie zusammen. Foto: Uschi Prawitz
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Schnitzel werden in der Tragikomödie "Indien" nach Josef Hader und Alfred Dorfer gleich bergeweise verspeist.
Doch was wäre das beste Schnitzel ohne gute Gesellschaft? Der Beamte Bösel (Georg Mädl) fühlt sich vom übereifrigen Kollegen Fellner (Rüdiger Baumann) genervt. Die beiden sind für den Tourismusverband unterwegs, um Restaurants und Pensionen zu testen.


Recht derber Humor


Eine schwierige Aufgabe, wenn man sich im Grunde nichts zu sagen hat und doch gleichzeitig so viel sagt. "Bösel und Fellner sind zwei Kommunikationslegastheniker, die im Laufe des Stückes lernen, sich auf ihre Weise zu verständigen und zu verstehen", verrät Rüdiger Baumann.

Zwei Männer mit vollkommen unterschiedlichen Weltansichten treffen aufeinander und wachsen, nach anfänglicher Abneigung, mit der Zeit irgendwie emotional zusammen. "Durch eine kleine Katastrophe kommen sie sich näher, eine große Katastrophe verändert ihr Leben." Mit relativ derbem, österreichischem Humor, der so manchen vielleicht an den Liederpoeten Helmut Hirsch erinnern wird, führen Bösel und Fellner ihre teils skurrilen Dialoge, sinnieren über Wiedergeburt und den Sinn des Lebens, über Frauen, echte Männlichkeit, Schnitzel und Fettbrot.


"Anfangs fand ich das Stück etwas sperrig"


"Anfangs fand ich das Stück etwas sperrig", sagt Georg Mädl. "Die sehr lakonische Erzählweise war eine kleine Herausforderung. Aber die Figuren wurden mit jedem Probentag immer interessanter."

Doch nicht nur die beiden Protagonisten waren ein Anspruch für sich, es galt auch, das Stück aus dem Österreichischen ins Fränkische zu übertragen. " Die Autoren, zwei österreichische Kabarettisten, ermutigen sogar dazu, das Stück in die eigene Mundart zu übertragen", sagt Rüdiger Baumann, ein entsprechendes Glossar sei mitgeliefert worden.

Es steht also auch dem fränkischen Publikum nichts im Weg, das Theaterstück in vollen Zügen zu genießen und mit den beiden Akteuren in ein Wechselbad der Gefühle einzutauchen.


Premiere am 20. Januar


Die Premiere des Zweipersonenstücks "Indien" findet am 20. Januar um 20 Uhr im Theater Baumann statt. Zu allen Aufführungsterminen gibt es noch Tickets. Unter www.das-baumann.deoder der Telefonnummer 09221/93393 erfährt man alles Wissenswerte über Kartenkauf und Reservierung.
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