Kulmbach
Comedy

10 Jahre "Das Eich": Neues Programm im April

10 Jahre und kein bisschen weise: Der Kulmbacher Comedian Stefan "Das Eich" Eichner bastelt an seinem neuen Programm und wälzt Erinnerungen.
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"Fürchtet Eich nicht!" heißt das neue Programm von Stefan "Das Eich" Eichner, an dem er derzeit arbeitet.Jürgen Gärtner
"Fürchtet Eich nicht!" heißt das neue Programm von Stefan "Das Eich" Eichner, an dem er derzeit arbeitet.Jürgen Gärtner
Nein, seriöser ist er trotz seiner mittlerweile 42 Jahre nicht. Stefan Eichner, besser bekannt als "Das Eich", arbeitet an seinem neuen Programm "Fürchtet Eich nicht!". Am 28. April 2018 wird er damit in der Dr.-Stammberger-Halle Premiere feiern - fast auf den Tag genau zehn Jahre, nachdem er im Kauernburger Schlößla seine Solo-Karriere mit "Zum Schreia" gestartet hatte.

Während andere Künstler zu solchen Jubiläen oft mit einem Best-of-Programm auf Tour gehen, kommt das für den Kulmbacher nicht in Frage. "Es wird wieder rund zwei Stunden neues Material geben", verspricht er. Im Zugabenteil dürfen sich die Besucher dann auf die Klassiker aus den vorangegangenen vier Programmen freuen. "Auf meiner Homepage www.daseich.de gibt es ein Kontaktformular, mit dem man sich eine Nummer wünschen kann. Wenn es eine Tendenz zu bestimmten Stücken gibt, werde ich versuchen, sie in die Zugabe einzubauen", sagt Eichner. Dienst am Kunden nennt er das.

In den vergangenen zwei Jahren hat Eichner wieder "Ideen gesammelt, viele dumme Sprüche gehört und blöde Geschichten erlebt". Aus alldem bastelt er nun sein fünftes Programm. Wie immer wird es keine Vorpremiere geben. Eichner springt am 28. April ins kalte Wasser. So, wie er es immer getan hat. "Wenn mir die Nummern im Proberaum Spaß gemacht haben, dann hat es den Leuten auch Spaß gemacht. Das hat bisher funktioniert", erzählt er. Was es in die Premierenvorstellung schafft, das weiß er jetzt noch nicht. "Ich schreibe kreuz und quer drauf los und entscheide letztendlich einen Tag vorher, was ins Programm kommt."

Zuviel kann er daher noch nicht verraten. Nur soviel: Alltägliche Erlebnisse ("Es ist unglaublich, welchen Schabernack man mit dem Müllkalender treiben kann") wird er ebenso aufgreifen wie die Terroranschläge der vergangenen zwei Jahre. "Das wird eine ganz schwarzhumorige Nummer. Es ist aber wichtig, dass solche Themen nicht ausgespart werden." Denn dann hätten die Attentäter genau das erreicht, was sie wollten. Aber keine Angst: Schwermütige Nummern wird es nicht geben. Eichner verspricht zwei Stunden Vollgas.

Der 42-Jährige freut sich schon auf die Premiere im April. "Ich bin mehr Rampensau als jemals zuvor." Eigentlich hat er nur eine Sorge: "Dass ich bei einem Lied hängen bleibe." Und dass die Technik Probleme bereitet. "Da schau ich immer ganz genau drauf, dass alles passt." Denn solche Fehler seien ärgerlich. "Ansonsten liefere ich immer meine bestmögliche Leistung ab."

Das Bühnenjubiläum ist für Eichner aber auch Anlass, auf die vergangenen zehn Jahre zurückzublicken. Obwohl: Viel verändert hat sich für ihn nicht. Sein Gesicht sei zwar mittlerweile etwas bekannter geworden ("Ich werde inzwischen erkannt, wo ich nicht damit rechne"), was für einen Künstler aber durchaus schmeichelhaft sei. Und für seine Bekannten habe er weniger Zeit, weil er gerade an Wochenenden Auftritte habe - und die anderen frei.
Apropos Auftritte: Zu den schönsten Erlebnissen der vergangenen Jahre gehören für ihn seine Engagements auf der "Aida". 2016 und 2017 stand er an Bord der Kreuzfahrtschiffe auf der Bühne - bei einer Asien- und einer Island-/Grönland-Tour. "Man kommt zu den schönsten Flecken der Welt und kriegt auch noch Geld dafür", kann er sein Glück noch nicht ganz fassen.

Der Druck vor dem ersten Auftritt war aber groß: "Da gibt es ein großes Theater mit Platz für 900 Leute über drei Stockwerke - und keiner kennt dich. Du hast nur 45 Minuten Zeit, um zu liefern. Wenn es den Leuten nicht gefällt, dann stehen die auf und gehen essen. Und die ganze Zeit beobachtet dich der Entertainment-Manager." Aber Eichner hat geliefert. Mit dem Ergebnis: "Bei der zweiten Vorstellung ist der Saal dann aus den Nähten geplatzt." Kein Wunder also, dass "Das Eich" auch 2018 wieder auf der Aida gebucht ist - und zwar gleich für drei Fahrten: eine Karibik-Tour, Hamburg - New York und Kiel - Nordkap.

Für Eichner läuft es gut. "Teilweise habe ich Termine bis 2019." Zu Kopf ist ihm der Erfolg aber noch nicht gestiegen. "Ich habe auch nach zehn Jahren das Gefühl, noch ganz am Anfang zu sein. Ich habe Lust zu spielen und zu schreiben. Und es gibt noch so viel, was ich nicht erlebt habe - da freue ich mich noch drauf."

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