Kronach
Erzählabend

Wenn das Wort auf Reisen geht

Erzählerin Ilona Graf setzte bei einer Veranstaltung des Frauenkreises der evangelischen Kirche Kronach Akzente.
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Erzählkunst in großartiger Weise vermittelte Ilona Graf beim evangelischen Frauenkreis. Ihre Erzählungen gingen unter die Haut, erheiterten, brachten zum Nachdenken, berührten tief im Inneren. Einfach Erzählkunst vom Feinsten. Rainer Glissnik
Erzählkunst in großartiger Weise vermittelte Ilona Graf beim evangelischen Frauenkreis. Ihre Erzählungen gingen unter die Haut, erheiterten, brachten zum Nachdenken, berührten tief im Inneren. Einfach Erzählkunst vom Feinsten. Rainer Glissnik
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Menschen kommen und Menschen gehen. Menschen, die Geschichten erzählen, hören und Geschichten erfahren haben kommen und gehen. Das Wort aber bleibt. Das Wort aber geht auf seine Reise und kommt immer und überall an sein Ziel. In zehn Jahren, in hundert Jahren, in tausend Jahren kommt das Wort immer an sein Ziel. Heute sei das Wort hier angekommen, beim Frauenkreis der evangelischen Kirche Kronach und den weiteren Interessierten, die der Einladung zum Erzählabend gefolgt waren, betonte Erzählerin Ilona Graf.

Die ersten Geschichten erzählten, was im Leben aber auch beim Erzählen Bedeutung hat. Es folgte ein Märchen das von Liebe und Sehnsucht erzählte.

Anschließend erfolgte eine Geschichte über eine Gerichtsverhandlung, in der - erst zuletzt erkennbar - die Liebe vor dem Richter stand. Am Ende stand die Geschichte von einem Mann, der sich auf die Suche nach seinem Glück machte, dies aber vor lauter Suche nicht erkannte.

Der Sultan träumte, dass ihm alle Zähne ausfallen. Sofort holte er Traumdeuter. Einer zeigte ihm eine düstere Zukunft und wurde bestraft, der andere deute es positiv und wurde belohnt. Es kommt immer darauf an wie man etwas sagt. "Wenn du den Menschen im Inneren erreichen willst kommt es immer darauf an wie du es sagst." Unter anderem erzählte Ilona Graf von einer besonderen Gerichtsverhandlung.

Schwer belasteten die Zeugin die Angeklagte, die Antwort für ein gelingendes Leben war. Bleibe sie ein schönes Märchen, ein Traum? "Wir alle sind mit ihr schon in Berührung gekommen und haben entsetzlich unter ihr gelitten", sagte der Ankläger. "Sie bringt nur Unglück und Schmerz." "Beendet ihr unheilvolles Tun auf dieser Welt und sprecht sie schuldig." Die Liebe hatte nur eine Antwort: "Ich bin was ich bin. Ich bin die Liebe." Herta Simon freute sich seitens des Frauenkreises, so viele zu dieser Veranstaltung des evangelischen Frauenkreises begrüßen zu dürfen, darunter auch einige Männer. "Jedes Mal bin ich sehr beeindruckt von ihrer Erzählkunst", lobte Herta Simon. "Es ist wirklich eine Kunst." rg
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