Ein Bankkaufmann aus dem nördlichen Landkreis Kronach muss sich ab Montag vor dem Coburger Landgericht verantworten. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen in 161 Fällen Geld in Höhe von über 500 000 Euro veruntreut zu haben.

Um dieses Vorgehen, das zwischen Juni 2011 und Mai 2016 vonstatten gegangen sein soll, zu verdecken, buchte er auf Konten seiner Bankkunden jeweils verschiedene Barauszahlungen.

Noch dazu kommt, dass der Angeklagte in etlichen Fällen Unterschriften bei mehreren Darlehensanträgen fälschte und somit fast 40 000 Euro unrechtmäßig auf sein Konto überwiesen bekam.

Und das ist noch nicht alles: Bei einem Beratungsgespräch soll der Angeklagte seinem Kunden nicht die besprochenen Unterlagen zum Unterschreiben hingelegt haben, sondern ließ sich etwas ganz anderes von seinem Kunden unterschreiben. Die Darlehenssumme in Höhe von 20 000 Euro soll im Auftrag des Angeklagten auf ein Konto mit dem Namen des Kunden überwiesen worden sein- ein Konto von dem der Kunde noch nie etwas gehört hat.

Insgesamt werden dem Angeklagten in 161 Fällen Untreue mit Diebstahl vorgeworfen. Bei 75 Fällen davon kommt noch Urkundenfälschung hinzu. Der Prozess beginnt am Montag.