Steinberg
Laientheater

Theatergruppe Steinberg taucht ein in "a daaba Zeit"

An drei Abenden zeigt die Theatergruppe Steinberg den Dreiakter, der im Herbst 1945 spielt. Der Kartenvorverkauf für das Stück von Hans Schrepfer läuft.
Artikel einbetten Artikel drucken
Es wird wieder Theater in Steinberg gespielt. Herzliche Einladungergeht zu den insgesamt drei Aufführungen des Mundartstücks "A daaba Zeit". Heike Schülein
Es wird wieder Theater in Steinberg gespielt. Herzliche Einladungergeht zu den insgesamt drei Aufführungen des Mundartstücks "A daaba Zeit". Heike Schülein
Unter der Regie sowie Organisation von Michael Hammer, Gertrud Schubert und Norbert Schülein spielt die Theatergruppe Steinberg am übernächsten Samstag, den 24. Februar sowie am Freitag, den 2. März und Samstag, den 3. März in der Kronachtalhalle das Mundartstück "A daaba Zeit". Ort der Handlung ist ein Frankenwalddorf im Herbst 1945.
"Der Gedanke, ein lustiges Stück über die böse Zeit nach dem 2. Weltkrieg zu schreiben, ging schon seit vielen Jahren in meinem Kopf herum. Der Mensch verdrängt ja bekanntlich die schlechten Erinnerungen und behält lieber die lustigen Anekdoten aus jener Zeit, die wiederum den Geist eines Schreibers von Volksstücken nicht ruhen lassen", sagt der Autor Hans Schrepfer über sein Stück, das in der Wohnküche einer Bauern- und Holzhändlerfamilie spielt. Zum Stück selbst: Eifersüchtig verteidigt die "Redl" nicht nur Haus und Hof, sondern auch Mann und Sohn - aus Angst, ihren bescheidenen und mühsam erworbenen Wohlstand und Besitz mit den Fremden, die jetzt das ganze Land überschwemmen, teilen zu müssen.
So versucht sie wirklich alles, die Breslauerin "Magda Schulze", die das Wohnungsamt - zusammen mit ihrer Tochter "Ilse" - zwangsweise bei ihr einquartierte, wie es damals üblich war, wieder loszuwerden. Doch "Magda" verteidigt das Wenige, das ihr geblieben ist, mit Anpassungsvermögen und Geschick. "Redl" ist besonders verärgert, dass sie so wenig Unterstützung bei ihrem gutmütigen Ehemann "Hans", ihrem ledigen Sohn "Fritz" und dem etwas seltsamen Großvater "Dejsla" findet. Genau das Gegenteil ist der Fall. Dazu liegt ihr die Schwägerin "Lina" täglich mit Ängsten und Sorgen in den Ohren wegen ihres im Krieg vermissten Mannes. Ganz gut eingelebt hat sich dagegen der "Sepp" aus Oberschlesien. Er würde gerne, wenn er dürfte, die Probleme des wohlhabenden Metzgermeisters "Heine" lösen. Dieser sucht nämlich händeringend einen Schwiegersohn für seine Tochter "Seffa". "Bei den geschilderten Zuständen in jener "daabn Zeit" muss es im Hause des Holzhändlers zu Verwicklungen und Konflikten kommen. Kann ein Kriegsheimkehrer Licht in das Dunkel bringen?", macht Hans Schrepfer neugierig. Er wie auch alle Darsteller sowie Verantwortlichen freuen sich schon sehr auf die drei Aufführungen und laden dazu herzlich ein. Auch heuer kommt der Erlös wiederum traditionell einem wohltätigen Zweck zugute.

Vorstellungen und mehr
Samstag, 24. Februar; Freitag, 2. März, und Samstag, 3. März, - in der Kronachtalhalle Steinberg, jeweils Beginn um 19 Uhr. Vorverkauf bei Norbert Schülein (Tel. 09260/1722, E-Mail norbert.schuelein@t-online.de) sowie eventuell an der Abendkasse. Eintrittspreis: 7 Euro. Darsteller: Günter Schülein, Gertrud Schubert, Rüdiger Baierlipp, Lotte Weber, Michael Schülein, Simone Porzig, Sabine Kuhnlein, Marcus Reißig, Barbara Lang, Andreas Schmuck, Dietmar Schneider, Soufleuse: Ariane Schneider. Die Theatergruppe Steinberg: Seit 2001 hat die Gruppe durch die ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendeten Reinerlöse der Veranstaltungen maßgeblich zur Verschönerung Steinbergs beigetragen.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren