Friesen
Landesliga Nordost

Wem gelingt der Befreiungsschlag?

Das Derby zwischen dem FC Lichtenfels und dem SV Friesen am Samstag ist das Duell zweier Krisenklubs.
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Erwartungsgemäß das Nachsehen hatte der SV Friesen gegen Landesliga-Spitzenreiter ATSV Erlangen. Auf der Leistung kann die Mannschaft von Trainer Armin Eck heute beim FC Lichtenfels allerdings aufbauen. Heinrich Weiß
Erwartungsgemäß das Nachsehen hatte der SV Friesen gegen Landesliga-Spitzenreiter ATSV Erlangen. Auf der Leistung kann die Mannschaft von Trainer Armin Eck heute beim FC Lichtenfels allerdings aufbauen. Heinrich Weiß
Der Tabellenachte FC Lichtenfels (14 Punkte) empfängt am Samstag um 16 Uhr mit dem SV Friesen den Tabellenelften (13 Punkte). Beide Mannschaften stehen unter Druck, denn der Trend in den vergangenen Wochen zeigt nach unten. Sowohl die Mannschaft von Trainer Armin Eck, die in den vergangenen sechs Spielen nur drei Punkte holte, als auch die Korbstädter (nur ein Punkt aus den letzten drei Partien) wollen unbedingt einen Befreiungsschlag landen, um einen gewissen Abstand auf die Abstiegsplätze zu halten.
Mit 13 Punkten aus den ersten acht Spielen lagen die Lichtenfelser gut im Rennen um einen gesicherten Mittelfeldplatz. Die letzten drei erfolglosen Punktspiele brachten die Korbstädter aber etwas aus dem Tritt und nur ein Heimdreier manifestiert dabei gegen den derzeit nur um einen Punkt schlechter platzierten Aufsteiger den anvisierten Mittelfeldplatz.
Die Friesener gingen zwar am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den überlegenen Tabellenführer ATSV Erlangen (1:3) leer aus, zeigten sich aber stark verbessert gegenüber der enttäuschenden Vorstellung in Frohnlach.

FC Lichtenfels -
SV Friesen

Der Hauptgrund für die Bringschuld der Lichtenfelser ist die letzte 0:2-Niederlage beim SC Feucht (2.), die zwar gegen einen Aufstiegsmitfavoriten sicherlich keine Schande ist, doch die Konkurrenz punktete zeitgleich munter weiter. Da der FCL nach einer Tätlichkeit des Feuchters Nico Wessner (45.) sogar 45 Minuten in Überzahl spielte, ehe sich die Gastgeber in der Schlussphase sogar noch zwei weitere Rote Karten abholte, war wohl auch zumindest ein Punkt beim Favoriten drin.
"Es war ein ordentliches Spiel von uns und wir waren jederzeit auf Augenhöhe mit Feucht", analysierte FCL-Trainer Christian Goller nach dem Spiel. "Feucht hat aber unsere beiden Fehler eiskalt genutzt und wir sind am starken Feuchter Torwart Andreas Sponsel gescheitert."


Schwierige Spiele

Damit wartet der FC Lichtenfels nunmehr schon seit drei Ligaspielen auf einen Dreier. Da in den verbleibenden sechs Hinrundenpartien mit dem ATSV Erlangen (1.), dem TSV Nürnberg-Buch (3.) und dem TSV Neudrossenfeld (4.) noch harte Brocken warten, dürften die Lichtenfelser gerade den vergebenen Chancen gegen den Vorletzten Baiersdorfer SV (2:2) oder der vermeidbaren Niederlage beim Zwölften SV Mitterteich (1:2) nachtrauern.
"Natürlich hängen uns diese Punktverluste noch nach", gibt auch Christian Goller offen zu, erinnert aber auch an die zurückliegenden und kräftezehrenden Wochen: "Wir hatten bislang durch die Doppelbelastung der Pokalspiele schon stolze fünf englische Wochen. Die steckt man nicht so einfach weg."
Dennoch gibt es nun im Heimspiel gegen den SV Friesen keine Ausreden. Nur ein Heimdreier zählt und genau der soll laut Goller auch folgen: "Die Urlaubszeit, die uns doch arg dezimiert hat, ist nun glücklicherweise beendet und im Derby gegen Friesen wollen wir nun unbedingt wieder drei Punkte einfahren."


Friesen verkaufte sich teuer

Verstärkt wird der Anspruch auf einen Heimsieg, wenn man auf die anhaltende Formkrise des SV Friesen blickt. Aus den letzten sieben Spielen holte der Liganeuling nur magere vier Punkte aus den Partien beim FSV Bayreuth (2:1) und in Selbitz (2:2).
Dafür verkaufte sich Friesen am vergangenen Wochenende beim 1:3 im Heimspiel als krasser Außenseiter gegen den souveränen Tabellenführer ATSV Erlangen sehr teuer und hatte sogar bis in die Schlussphase hinein eine realistische Chance auf einen Punktgewinn.
Daher dürfte auch Christian Goller, der wohl bis zum Jahresende verletzungsbedingt auf Maximilian Pfadenhauer verzichten muss, vor dem letztjährigen Meister der Bezirksliga Oberfranken Ost warnen: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, darüber sind wir uns im Klaren."
SV Friesen: Klier/Kirschbauer - Baier, Daumann, Haaf, Rödel, Nützel, Firnschild, Sesselmann, Scholz, M. Lindner, Queck, Zapf, Wiebach, Müller, Gehring, Münch, Civelek.
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