Kleintettau
Fußball

Ober sticht den Unter...

Das Spiel Kleintettau gegen die SG Roth-Main muss neu angesetzt werden. Das Bezirkssportgericht hat die Entscheidung des Kreissportgerichtes aufgehoben.
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Jetzt müssen die Spieler des ASV Kleintettau also doch noch mal gegen die SG Roth-Main antreten. Das Bezirkssportgericht hat die Entscheidung des Kreissportgerichtes aufgehoben. Die beim Stande von einer 1:0-Führung abgebrochene Kreisligapartie wird 2018 stattfinden. Foto: FT-Archiv
Jetzt müssen die Spieler des ASV Kleintettau also doch noch mal gegen die SG Roth-Main antreten. Das Bezirkssportgericht hat die Entscheidung des Kreissportgerichtes aufgehoben. Die beim Stande von einer 1:0-Führung abgebrochene Kreisligapartie wird 2018 stattfinden. Foto: FT-Archiv
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Das am 29. Oktober vom Schiedsrichter abgebrochene Kreisliga-Spiel zwischen dem ASV Kleintettau und der SG Roth-Main muss neu angesetzt werden. Das hat das Bezirkssportgericht unter dem Vorsitz von Andreas Leffer entschieden.

Die Sportrichter gaben somit der SG Roth-Main recht, die gegen das entsprechende Urteil des Kreissportgerichts Berufung eingelegt hatte. Das KSG hatte nämlich zuvor entschieden, besagtes Spiel für die SG Roth-Main als verloren zu werten. Was war passiert?

In dieser Kreisliga-Partie führte der ASV Kleintettau eine Viertelstunde vor Schluss mit 1:0. Vor allem nach dem Führungstreffer der Gastgeber sahen sich Schiedsrichter Philip Hohberger und seine Assistenten ständiger Beschimpfungen eines Gästezuschauers ausgesetzt. Der wiederholten Aufforderung des Unparteiischen an den Spielführer der SG Roth-Main, die Personalien des Zuschauers zu nennen, kam dieser nicht nach, auch nicht nach der Androhung, das Spiel ansonsten abzubrechen. Da der Name des Zuschauers weiterhin nicht herauszufinden war, folgte schließlich der Spielabbruch.

"Wir haben uns die Entscheidung damals wirklich nicht leicht gemacht. Wir haben uns an Regelfragen bei Schiedsrichter-Prüfungen orientiert und uns unter anderem bei erfahrenen Schiedsrichtern und Obmännern nach deren Meinung erkundigt", erklärt KSG-Vorsitzender Siegfried Baier auf Nachfrage. "Und schließlich waren wir der Überzeugung, wegen Widersetzlichkeit des Spielführers eine Spielwertung gegen die SG Roth-Main vorzunehmen."
Das Bezirkssportgericht war dagegen anderer Meinung, nachdem unter anderem der Lehrwart des Bayerischen Fußball-Verbandes, Manfred Kranzfelder, eingeschaltet worden war. "Er hat argumentiert, dass der Schiedsrichter nicht hätte abbrechen dürfen, weil er zuvor nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat", sagt Siegfried Baier. So hätte der Unparteiische etwa den Leiter des Ordnungsdienstes auffordern müssen, die Personalien zu erfragen.

Während die Spielwertung des Kreissportgerichts gegen die SG Roth-Main somit aufgehoben wurde und das Spiel neu angesetzt werden muss, ist das Urteil gegen den Spielführer der SG rechtkräftig. Weil er den Namen des Zuschauers nicht genannt hat, wurde er für drei Pflichtspiele gesperrt. Siegfried Baier: "Er hat somit unsportlich gehandelt und musste daher entsprechend verurteilt werden."
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