Neufang
Rollstuhl-Tischtennis

Für Neufanger geht es jetzt gegen ausländische Stars

Sebastian Kotschenreuther und sein Partner kämpfen um den Verbleib in der Bundesliga.
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Sebastian Kotschenreuther muss in der Rollstuhl-Bundesliga gegen Spitzenspieler ran. Foto: FT-Archiv
Sebastian Kotschenreuther muss in der Rollstuhl-Bundesliga gegen Spitzenspieler ran. Foto: FT-Archiv
Einen äußerst schweren Stand haben in der neuen Saison der Rollstuhl-Tischtennis-Bundesliga der Neufanger Sebastian Kotschenreuther und sein Partner Werner Burkhardt. Beide sind als 2. Mannschaft des Rollstuhlsport-Vereins (RSV) Bayreuth am Start und müssen sich auf einen harten Kampf um den Klassenerhalt einstellen.

Der Grund hierfür ist, dass die Liga immer professioneller wird und mittlerweile mit internationalen Stars der Szene gespickt ist. So hat sich zur neuen Spielzeit die RSG Koblenz mit dem neunfachen Europameister, vierfachen Weltmeister und Paralympicssieger von London 2012, Tommy Urhaug aus Norwegen, verstärkt. Der Aufsteiger aus Kornwestheim stellt mit Thomas Brüchle (2016 Team-Silber in Rio) und dem britischen Weltranglisten-Achten, Jack Hunter-Spivey, ein äußerst ambitioniertes Paar. Schließlich gibt es noch Borussia Düsseldorf, die mit Thomas Schmidberger und Valentin Baus einen Silbermedaillengewinner von Rio und einen Einzelweltmeister im Team hat.


Viele "Schwergewichte"

In Anbetracht dieser "Schwergewichte" ist das Ziel des Duos Kotschenreuther/Burkhardt das Erreichen des ersten Nichtabstiegsplatzes. Doch nach dem Verlust aller vier Begegnungen am ersten Spieltag ist der Ligaverbleib schon etwas in die Ferne gerückt.

Zu Beginn des Wettbewerbs in Rees (Landkreis Kleve/Niederrhein) stand wie immer das Kräftemessen gegen die Vereinskameraden von der 1. Mannschaft auf dem Programm. Hier schnupperte nur Sebastian Kotschenreuther bei seiner 2:3- Niederlage gegen den Europameisterschafts-Teilnehmer Jan Gürtler an einem Erfolg (9:11, 11:4, 9:11, 11:4, 11:13). Alle anderen Paarungen entschied die Formation Gürtler/Dietmar Kober für sich.
Meisterschaftsfavorit Düsseldorf machte kurzen Prozess mit der zweiten Bayreuther Vertretung. Nur Burkhardt konnte einen Satz gegen die Europameisterschafts-Zweite und Deutschlands beste Dame, Sandra Mikolaschek, gewinnen.

Gegen die beiden EM-Teilnehmer Jörg Didion und Bard Brants aus Frankfurt gelang der einzige Zähler zum Saisonauftakt. Nachdem Burkhardt 0:3 gegen den Weltranglisten-Zehnten Brants aus Belgien und Kotschenreuther mit 1:3 gegen Didion verlor, schafften beide im Doppel den einzigen Sieg (12:14, 13:11, 11:4, 7:11, 11:5). Im Anschluss unterlag der Neufanger 3. Bezirksligaspieler mit 0:3 gegen Brands und Burkhardt scheiterte knapp mit 9:11 im Entscheidungssatz an Didion.


In der Vorsaison noch siegreich

Gegen André Weidemann und dem Holländer Gerald van Grunsven aus Duisburg konnte der Neufanger mit seinem Partner im letzten Jahr zweimal die Oberhand behalten. Doch diesmal musste festgestellt werden, dass sich vor allem van Grunsven durch seine Vorbereitung und Teilnahme an der diesjährigen Europameisterschaft extrem gesteigert hat. Weidemann ist ohnehin stets ein unangenehmer Gegner. Als am Ende nur ein einziger Satzgewinn für die "Wagnerstädter" verzeichnet wurde, glich dies einem Debakel. Kotschenreuther zur Situation: "Diese Liga ist für Freizeitspieler mittlerweile zu gut geworden."

Der zweite Spieltag findet am 2. Dezember in Frankfurt statt. Gegner von Bayreuth II sind dann die ebenfalls noch punktlose BSG Duisburg II, die mit "weißer Weste" dastehende RSG Koblenz sowie Liganeuling SV Sal. Kornwestheim. Auch in der zweiten Runde sind die Herausforderungen wieder groß.
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