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SV Friesen will in die Landesliga

Für die Bezirksliga-Mannschaft von Trainer Peter Reichel ist der sofortige Wiederaufstieg nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder realistisch.
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Eitel Sonnenschein herrschte bei den Spielern des SV Friesen mit Trainer Peter Reichel vor allem in den Heimspielen, die mit einer Ausnahme (1:1 gegen Oberkotzau) gewonnen wurden. Foto: Heinrich Weiß
Eitel Sonnenschein herrschte bei den Spielern des SV Friesen mit Trainer Peter Reichel vor allem in den Heimspielen, die mit einer Ausnahme (1:1 gegen Oberkotzau) gewonnen wurden. Foto: Heinrich Weiß
Nach dem siebten Spieltag war beim SV Friesen von einem Spitzenplatz keine Rede mehr. Da kassierte der Landesliga-Absteiger im vierten Auswärtsspiel bereits die dritte Niederlage (2:4 beim ATS Kulmbach) und fiel auf Platz 9 zurück. Das war aber die bislang letzte, denn in den nächsten zehn Begegnungen stellte die Truppe von Peter Reichel nachhaltig unter Beweis, dass der sofortige Wiederaufstieg sehr wohl realistisch ist.

"Unser Start war wirklich holprig", blickt Vorsitzender Alexander Graf zurück. "Es hat etwas gedauert, bis sich die Mannschaft in der für alle neuen Bezirksliga Ost gefunden hat, aber das war aufgrund der Verletzten, die wir noch aus der Vorsaison hatten, auch durchaus normal."


Nur noch vier Punkte Rückstand

Mittlerweile hat sich die Stimmung nicht nur in der Mannschaft, sondern im ganzen Verein wieder deutlich aufgehellt. 26 von 30 möglichen Punkten haben die Friesener seit dem 11. September geholt und als Tabellenzweiter den Rückstand zum Spitzenreiter BSC Saas Bayreuth auf nur noch vier Zähler verkürzt. Ebenfalls vier Punkte beträgt der Vorsprung vor dem SV Poppenreuth, der im ersten Spiel nach der Winterpause im Frankenwaldstadion erwartet wird.

"Die Mannschaft spielt jetzt einen ganz anderen Fußball, auch auswärts", lobt Alexander Graf, der seit dem Frühjahr die Geschicke des SV Friesen leitet. "Der Teamgeist auch außerhalb des Platzes ist wieder deutlich besser geworden."

Nach Überzeugung des Vorsitzenden hat der neue Trainer Peter Reichel ("Seine Arbeit trägt Früchte") einen großen Verdienst an der deutlichen Leistungssteigerung. Aber auch zwei Spieler haben sich als absolute Verstärkungen erwiesen. Nikolai Altwasser sollte eigentlich schon vor der laufenden Saison kommen, wollte dann aber seine Chance bei der SpVgg Bayern Hof suchen, ehe er sich Anfang August dazu entschied, den Regionalligisten zu verlassen und sich dem SV Friesen anzuschließen. Graf: "Ich glaube, dass er den Wechsel nicht bereut hat, denn er ist sehr gut integriert."

Mit acht Treffern liegt Altwasser auf Platz 2 der internen Torschützenliste, knapp vor Andreas Baier, der im Sommer vom VfL Frohnlach zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. "Der Andi ist im Moment unser wertvollster Spieler. Obwohl er erst 21 Jahre alt ist, gehört er zu den Führungsspielern", sagt der Vorsitzende. Bester Friesener Torschütze mit neun Treffern ist Christian Brandt, obwohl er nur zweimal über 90 Minuten zum Einsatz kam und ansonsten nur sporadisch oder gar nicht spielen konnte. Sollte er im Frühjahr verletzungsfrei bleiben, dann dürfte er sein Konto deutlich aufstocken.


Zwei Abgänge, ein Neuer

Wenn Peter Reichel in einigen Wochen zum Trainingsauftakt ruft, werden zwei Akteure nicht mehr dabei sein, denn Nico Fröba (Ziel unbekannt) und Philipp Gleich (zum FC Wallenfels zurück) haben den Verein verlassen. Als Neuzugang stößt Dominic Schuberth, Torhüter des FC Oberland (Kreisliga Bayreuth/ Kulmbach), zum SV Friesen.

An der neuen Zielsetzung lässt Alexander Graf keinen Zweifel: "Wir wollen wieder in die Landesliga aufsteigen", sagt der Vorsitzende. Er war selbst viele Jahre Spieler beim SV Friesen und Trainer unter anderem in Neufang, Burggrub und Steinbach, und er weiß natürlich, wie wichtig dafür ein guter Start nach der Winterpause gegen Poppenreuth wäre. Im Frühjahr müssen die Friesener nur noch fünfmal auswärts antreten und haben acht Heimspiele. Das vielleicht wichtigste geht am 22. April über die Bühne, wenn der Spitzenreiter aus Bayreuth zu Gast ist.
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