"Das ist doch ein Genuss, diesen Motor anzuschauen", betont Klaus Daum. Und während er den Drehzahlregler betätigt und das Licht anschaltet, leuchten nicht nur die Armaturen. Auch die Augen des 39-Jährigen strahlen und bringen seine große Leidenschaft zum Ausdruck - seine Leidenschaft für historische Traktoren.

Es ist ein Hürlimann, das liebste Sammlerstück des Tschirners. Trotz seines Alters von 72 Jahren ist der in der Schweiz hergestellte Traktor sehr gut in Schuss und fahrbereit. "Das war damals das Fortschrittlichste, was es gab", betont Daum und zeigt auf die original angebaute Seilwinde aus dem Jahr 1940.

Dank einer Direkteinspritzung kann der 45 PS starke Hürlimann im Gegensatz zu gleichaltrigen Modellen per Knopfdruck gestartet werden. Diese für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Technik hatte natürlich ihren Preis - und den konnte damals kaum jemand bezahlen. Wohl auch deshalb gibt es nicht mehr viele dieser Hürlimann-Modelle. Daum glaubt sogar, das einzige zu besitzen. Dafür spricht, dass ihm schon Museen das historische Stück abkaufen wollten. Kein Wunder, dass der 39-Jährige von einem "Hammer-Gerät" spricht. Insgesamt hat der Tschirner in den vergangenen zwei Jahrzehnten gut 20 Stück gesammelt.