Kronach
Umweltausschuss

Müllgebühr im Landkreis Kronach bleibt vorerst stabil

Bescherung am Nikolaustag: Eine Neukalkulation der Kronacher Müllgebühren ist frühestens im Herbst 2018 notwendig.
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Gute Nachricht für die Bürger im Landkreis kronach: Auch 2018 wird es keine Erhöhung der Müllgebühren geben. Symbolfoto: Archiv
Gute Nachricht für die Bürger im Landkreis kronach: Auch 2018 wird es keine Erhöhung der Müllgebühren geben. Symbolfoto: Archiv
Als der Termin für die Sitzung des Abfallwirtschafts- und Umweltausschusses des Landkreises Kronach festgelegt wurde, ahnte wohl niemand, dass es am Nikolaustag tatsächlich zu einigen Bescherungen kommen würde - und zwar im positiven Sinne. Die erfreulichste Nachricht kam dabei von der Abteilungsleiterin Susanne Knauer- Marx. Bei der Vorberatung des Haushalts 2018 teilte sie mit, dass es im kommenden Jahr keine Erhöhung der Müllgebühren geben wird.


Auf Umlage einwirken


Allerdings, so Knauer-Marx, werde sich der Ausschuss wohl spätestens im Herbst 2018 mit einer neuen Kalkulation der Müllgebühren befassen müssen. Die Verwaltung wurde beauftragt, beim Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest- Oberfranken auf eine realistische Festsetzung der Umlage für die Verbrennung von Müll hinzuwirken. Diese Umlage wird wesentlich für die Höhe der künftigen Gebühren sein.

Das Jahr 2017 könne noch mit einer Rücklage von rund 898 000 Euro abgeschlossen werden, so die Sachgebietsleiterin. "Nach der vor vier Jahren durchgeführten Senkung der Müllgebühren um 18 Prozent wird aber Ende 2018 die Rücklage aufgebracht sein", so Knauare Marx. Zudem seien damals 650 000 Euro in neue Mülltonnen investiert worden.

Insgesamt lag der Gebührenbedarf 2017 bei 4,101 Millionen Euro. Diesem standen Entsorgungsgebühren von 3,43 Millionen Euro gegenüber, so dass 671 300 Euro aus der Rücklage entnommen werden mussten. Landrat Klaus Löffler freute sich über die gute Nachricht für die Bürger.


"Großartige Arbeit"


Heinz Hausmann meinte als dienstältester Kreisrat, dass in der Abfallbeseitigung "großartige Arbeit" geleistet werde. Er lobte die "hervorragende Organisation zu einem wirklich niedrigen Preis".
Auch der Bericht von Werner Badum über die Umsetzung von Baumaßnahmen an Wertstoffhöfen wurde positiv aufgenommen.

Ulrich Doert vom geowissenschaftlichen Büro Hofmann & Heimbucher aus Kulmbach stellte die Ergebnisse von Untersuchungen auf stillgelegten Bauschuttdeponien vor. Es handelte sich um langfristige Boden- und Wasseruntersuchungen der ehemaligen Deponien Förtschendorf, Tettau Am Kiesel, Tettau Schauberg, Nordhalben und Steinbach am Wald.

Die erfreuliche Nachricht war, dass keine Gefährdungen durch Bodenbelastungen festgestellt wurden. Es bestehe aber Handlungsbedarf für eine weitere Nachsorge, die Jahre dauern könne. So müssten unter anderem neue Grundwassermessstellen eingerichtet werden, die Kosten hierfür lägen bei rund 145 000 Euro.


Mehr Sammeltage


Das neue Konzept für die Problemmüllsammlung stellte Thomas Mattes vor. Die Neukonzeption fand die Zustimmung des Zweckverbands und soll ab 2019 greifen. Es wurde nicht viel geändert, dafür aber etliche Verbesserungen für den Bürger eingeführt. Die Zahl der Sammeltage erhöht sich demnach auf 42 (bisher 26).

Neben dem tatsächlichen Problemmüll aus Haushalten werden auch Dispersionsfarbe, eingetrocknete Farb- und Lackreste sowie Medikamente angenommen.

Ab 2019 entfallen die Problemmüllsammlungen in den Orten Neuses, Fischbach und Friesen. Dem Antrag des Diakonischen Werkes auf einen Zuschuss von 9000 Euro für den Gebrauchtwarenmarkt wurde zugestimmt.
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