Kronach
Förderoffensive

Mobilfunk soll auf Vordermann gebracht werden

Ein neues Förderprogramm des Freistaats soll den Mobilfunk in Bayern auf Vordermann bringen. Auch im Kreis Kronach gibt es viele weiße Flecken im Netz.
Artikel einbetten Artikel drucken
Moderne Technik ist toll - wenn sie funktioniert. Unser Redakteur Hartmut Neubauer erlebt das Tag für Tag, wenn er mit seinem Smartphone in Lahm auf Netzsuche geht. "Vom Bad aus funktioniert es ein bisschen, sonst ist es schwierig", erzählt er über sein Wohnhaus. Und in der Nachbarschaft? "In Teilen geht's, in Teilen geht gar nix."

Solche Erfahrungen machen nicht nur die Bewohner in Lahm. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat nun eine Karte zur Verfügung gestellt, welche die Netzabdeckung in ganz Bayern widerspiegelt. Das Ergebnis: An vielen Stellen tun sich noch weiße Flecken auf. Gerade im ländlichen Raum, in Tal- und Höhenlagen gibt es Defizite. Davon sind auch mehrere Gebiete im Landkreis Kronach betroffen. Ein neues Programm des Freistaats soll dem Mobilfunk allerdings Beine machen.


Drei Säulen bilden das Gerüst des Programms

Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) erzählt von einem Konzept, das auf drei Säulen stehen soll. Zum einen sollen die Mobilfunkanbieter stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Netze auszubauen. Hier gab es wohl schon positive Signale. Zum anderen sollen die Masten für den BOS-Digitalfunk (für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) stärker einbezogen werden, um Lücken zu schließen.

Ein dritter Bereich ist das Errichten von neuen Masten durch die Gemeinden. 80 Millionen Euro sollen laut CSU ab 2018 hierfür bereitgestellt werden. Die Kommunen sollen mit hoher Förderung - die Rede ist von 90 Prozent - Masten aufstellen, die benötigt, aber von den Betreibern nicht errichtet werden. Die Finanzierungslücke sollen die Gemeinden schließen, indem sie die Masten anschließend an die Netzbetreiber vermieten. "Das Programm soll so ausgestaltet sein, dass die finanziellen Belastungen für die Kommunen und ihr Aufwand auf ein Minimum reduziert werden", verspricht die CSU auf ihrer Homepage.

Wie die Situation in betroffenen Kommunen des Landkreises aussicht, und wie genau das Konzept greifen soll, erfahren Sie hier bei inFranken.de.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren