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Politik

Küps will eine Elektroladesäule

Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) machte sich in der Küpser Gemeinderatssitzung für eine Tankstelle für E-Autos stark. Nur die Standort ist noch unklar.
Der Markt Küps möchte eine Ladesäule für Elektroautos errichten.Lino Mirgeler/dpa Bildfunk
 
von SONNY ADAM
Der Markt Küps hat sich bereits Anfang des Jahres beim Bund für die Förderung zur Installation einer Elektroauto-Ladesäule beworben. Dazu wurde mit der Bayernwerk AG eine Absichtserklärung geschlossen. Jetzt hat die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen mitgeteilt, dass Küps mit einer Förderung in Höhe von 40 Prozent rechnen kann. Der Maximalbetrag der Förderung beträgt 3119,64 Euro.

"Es bleibt natürlich die Frage nach Henne oder Ei - so ist es auch bei den Elektroautos und den Ladestellen", merkte Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) an und betonte, dass es eigentlich nicht Aufgabe der Kommunen sein könne, für eine Infrastruktur zu sorgen. Dennoch wolle Küps Akzente für neue Mobilitätsformen setzen. Und im Zuge der Sanierung des Rathausplatzes (der Planungsauftrag wurde in nichtöffentlicher Sitzung an das Ingenieurbüro IVS aus Kronach vergeben) sei der Zeitpunkt günstig, jetzt eine solche Säule zu installieren, erklärte der Bürgermeister.

Die Installation der Ladesäule ist im Wettbewerb zu vergeben. Die Verwaltung soll eine Ausschreibung vorbereiten. Diese Ausschreibung solle auch die Installation und die Servicepauschale für den Betrieb der Anlage beinhalten. Küps fasst eine 22-KW-AC-Ladesäule ins Auge, an der gleichzeitig bis zu zwei Elektroautos laden können. Die Stromabrechnung solle direkt über das Auftragsunternehmen erfolgen. Aktuell ist mit Kosten für die Anlage von rund 7800 Euro zu rechnen. Als monatliche Servicepauschale fallen voraussichtlich 70 Euro an. Damit würde dem Markt Küps die Elektroladesäule - abzüglich der Förderung - rund 4700 Euro kosten.

"Wir sind klar für eine solche Ladesäule. Denn Küps ist eine moderne Gemeinde und wir versuchen, auf moderne Energieformen umzustellen. Die Elektromobilität wird kommen", kommentierte Ursula Eberle-Berlips (CSU) das Verfahren. "Wir sind prinzipiell dafür, solche Tankmöglichkeiten zu schaffen, aber mit dem Standort haben wir noch Probleme", betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Helga Mück (FW) und regte an, solch eine Tankstelle am Bauhof einzurichten.

Auch Dieter Lau (SPD) zeigte sich mit dem Standort am Rathausplatz nicht einverstanden. Schließlich stießen die Räte die Ausschreibung an, ließen die Standortdiskussion noch offen.



Aus dem Gemeinderat in Kürze


Schule Die Grundschule Johannisthal-Schmölz hat eine neue Schulleiterin: Melanie Haberzettl hat die Nachfolge von Gisela Gebert-Hartenstein angetreten.

Breitband Die Breitbanderschließung wird fortgeführt. Bislang als unterversorgt geltende "Randgebiete" können mit dem sogenannten "Höfebonus" sogar mit Glasfaser erschlossen werden. Die Förderung wurde durch den "Höfebonus" um 740 000 Euro erhöht - auf insgesamt fast 1,5 Millionen Euro. Jetzt soll zusätzlich zu den Ortsteilen Rödern, Teile von Theisenort und Oberlangenstadt und Lerchenhof auch der Altbereich von Hummenberg und ein Teil des Neubaugebietes Hummenberg mit Glasfaser direkt ins Haus erschlossen werden. Auch der Bereich Ober- und Unterberg in Schmölz, Kachelmannsberg und Köhlersloh, Hinterloh, Emmersheim, Löhlein und der Reiterhof Tannleite profitieren von der Erweiterung des Förderprogrammes.

Ersatzfahrzeuge Der Markt Küps will von der Firma Schulz Electronic aus Kronach einen Ersatzleitwagen ELW 1 für die Freiwillige Feuerwehr kaufen. Außerdem wird für den Bauhof ein Pritschenfahrzeug mit Doppelkabine beschafft.

Einsparung Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Wildenberg-Hain verläuft anders als ursprünglich geplant. Der Untergrund wird nicht mit Mineralgemisch stabilisiert, sondern mit hydraulischem Bindemittel. Das ergibt Kosteneinsparungen in Höhe von rund 43 000 Euro für den Markt Küps und rund 33 000 Euro für die Gemeinde Weißenbrunn. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße kostet rund 2,2 Millionen Euro. Insgesamt wird die Maßnahme mit 1,6 Millionen Euro bezuschusst. Der Markt Küps kann mit Zuschüssen in Höhe von 70 Prozent rechnen, Weißenbrunn mit Zuschüssen in Höhe von 90 Prozent.

Kritik Das Landratsamt Kronach hat den Haushalt 2017 und eine Kreditaufnahme in Höhe von mehr als einer Million rechtsaufsichtlich genehmigt, allerdings nicht ohne Anmerkungen. So sei die Schuldenentwicklung "sehr bedenklich", merkte das Landratsamt an. Bis 2020 steigt die Verschuldung von Küps auf mehr als 16 Millionen Euro an. Die Rechtsaufsichtsbehörde fordert in diesem Zusammenhang eine "bessere Ausschöpfung der gemeindeeigenen Einnahmequellen". Konkret thematisierte das Landratsamt die Tatsache, dass die Realsteuerhebesätze in Küps unter dem Landes- und unter dem Kreisdurchschnitt liegen würden. Zudem habe der Markt Küps keine Straßenausbaubeitragssatzung. Selbst die Mindestrücklage - der Markt Küps müsste 137 000 Euro stellen bringe der Markt nicht auf. Dies müsse sich ändern.

Zuwendung Die Zuwendungen an Vereine und Organisationen werden angepasst. Ungerade Beiträge nach der Umrechnung zum Euro wurden entsprechend geändert. Konkret bekommt der Caritasverband 2650 Euro, der Zentrale Diakonieverein wird mit 3900 Euro bedacht. Bislang berechnete sich der Beitrag für beide Institutionen nach Einwohnern (1,02 Euro). Das Bayerische Rote Kreuz bekommt zukünftig 400 Euro (bisher 383,47 Euro) und die Kreisverkehrswacht Kronach 30 Euro (bisher 25,56 Euro). Außerdem beschlossen die Küpser Räte, ehrenamtliches Engagement in Zukunft besser zu würdigen. Träger der Bayerischen Ehrenamtskarte können zukünftig das Hallenbad zum vergünstigten Jugendtarif nutzen. Marktgemeinderat Wolfgang Neumann (SPD) hat diese Initiative angeregt.

Dorferneuerung Der Verband für Ländliche Entwicklung Oberfranken wird die Dorferneuerung in Theisenort ausschreiben. Vier Lose sollen erstellt werden.

Einsparung Das Bushäuschen am Ortsausgang von Burkersdorf soll mit einer LED-Laterne besser beleuchtet werden (Kosten: 6284,31 Euro). Auch in Küps sollen Straßenlaternen modernisiert werden. Bereits nach wenigen Monaten habe sich die Investition, die 8345,89 Euro netto kostet, amortisiert, so Rebhan. Ausgetauscht werden sollen 448 Brennstellen. Durch den Austausch lassen sich die Stromkosten um 2688 Euro senken. Bei 4500 Brennstunden pro Jahr ergibt sich eine Kosteneinsparung in Höhe von mehr als 11 000 Euro pro Jahr, rechnete Rebhan vor.

Vorwurf Ralf Pohl (SPD) warf dem Bürgermeister vor, die Wünsche der Gemeinderäte, ob sie die Sitzungsunterlagen in Druckform oder per E-Mail möchten, nicht zu berücksichtigen. "Wir sind doch nicht mehr im Postkutschenzeitalter. Alle bekommen so viele Infos wie noch nie", verteidigte Ursula Eberle-Berlips den Bürgermeister.
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