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Verkehr

Kommt die Troglösung für Küps doch?

Die Ortsdurchfahrt Küps ist aus dem diesjährigen Bundesverkehrswegeplan rausgeflogen. Doch wie geht es nun weiter?
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Ralf Pohl (v.l.), Martin Burkert, Doris Aschenbrenner sowie Kerstin Schmidt-Müller, Gemeinderätin von Küps, und Dieter Lau, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat schauen sich die Küpser Kreuzung vor Ort an. Lisa Kieslinger
Ralf Pohl (v.l.), Martin Burkert, Doris Aschenbrenner sowie Kerstin Schmidt-Müller, Gemeinderätin von Küps, und Dieter Lau, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat schauen sich die Küpser Kreuzung vor Ort an. Lisa Kieslinger
Erst vor einigen Monaten stand Martin Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur im Deutschen Bundestag (SPD), an der gleichen Problemstelle. Getan hat sich seitdem nichts. Es steht immer noch nicht fest, wie die Ortsdurchfahrt Küps im Zuge des Ausbaus der B 173 aussehen soll. Damals versprach Burkert, die von den Küpsern favorisierte Troglösung (siehe Artikel unten) mit nach München zu nehmen und zu versuchen, sie in den Bundesverkehrswegeplan einzubringen.

Der komplette Ausbau der B 173 ist nun darin enthalten - außer die Küpser Ortsdurchfahrt. "Es war einfach nicht durchsetzbar. Wie Staatssekretärin Dorothee Bär erklärte, sind die Kosten für eine Troglösung zu hoch und der Nutzen zu niedrig", so Burkert. Zudem sehe man bundespolitisch darin keine große Bedeutung.

In der dreitägigen Sitzung des Verkehrsausschusses habe man sich lange mit der Küpser Ortsdurchfahrt beschäftigt.
"Wenn die CSU im Ausschuss das auch gewollt hätte, hätten wir die Troglösung für Küps mit reinbekommen", erklärt Burkert. Doch deren Schwerpunkte scheinen woanders zu liegen, so das Bundestagsmitglied aus Nürnberg. "Manchmal kann man wirklich das Gefühl haben, dass wir den Münchnern am Arsch vorbeigehen", macht Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner (SPD) deutlich.


Es müssen alle an einem Strang ziehen

Sie ist sich sicher: Die Troglösung für Küps hätte eine viel größere Chance, wenn sich die Landesregierung anders einsetzen würde. Es könne nicht sein, dass die B 173 bis und nach Küps ausgebaut wird und das Nadelöhr so bleibt. "Da ist der gesunde Menschenverstand anscheinend auf der Strecke geblieben", so Aschenbrenner.

Die Begründung mit dem Kosten-Nutzen-Faktor lässt Ralf Pohl, Kreisvorsitzender der SPD, nicht gelten. Denn in der Diskussion um die Ortsumgehung Kauerndorf (Kreis Kulmbach) sei eine Troglösung jetzt durchgewunken worden. "Da frage ich mich, ob die Wertigkeit dort wirklich so viel höher ist, als bei uns in Küps?"

Eine Chance, die favorisierte Troglösung für Küps noch in den Bundesverkehrswegeplan - der nun für die nächsten 15 Jahre feststeht - einzubringen, ist laut Burkert unmöglich. Die einzige Chance, um diese Lösung doch noch realisieren zu können, seien Sondermittel, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellt. "Damit wir die Mittel bekommen, muss die Landesregierung jedoch ein Einsehen haben", erklärt Doris Aschenbrenner. Es sei nun wichtig, parteiübergreifend an einem Strang zu ziehen, wenn es um die Region geht.


Ortsdurchfahrt Küos - eine Never-Ending-Story?


Der Küpser Gemeinderat und die Bürger favorisieren seit langem eine sogenannte Troglösung auf dem Bestand der B 173. "Für Küps ist das einfach die beste Lösung", findet Ralf Pohl. In einer Sitzung des Marktgemeinderats im März informierte der Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, Uwe Zeuschel, über die Ergebnisse einer Voruntersuchung. Bei der Troglösung müsste die Trasse tiefergelegt und seitlich Rampen geschaffen werden. Die Troglösung mit einem sechsprozentigen Gefälle komme auf 43 Millionen Euro.

Damals stellte Zeuschel noch die Kreisellösung vor, die insgesamt 2 440 000 Euro kosten würde - also wesentlich günstiger ist als die Troglösung. Während die Kreisellösung laut Zeuschel in rund vier Jahren verwirklicht werden könnte, bräuchte man für die Troglösung 15 Jahre. Letztere komme auch nur zustande, wenn nachweislich die Kreisellösung nicht ausreichend für die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit sei.


Alle Anlieger müssen mitspielen

Bereits damals kündigte Zeuschel an, dass es für die Ortsdurchfahrt Küps kein Planfeststellungsverfahren gibt. Das heißt: Bei der Ortsdurchfahrt müssen alle Anlieger mitspielen, sonst ist es aus.

Auch MdL Jürgen Baumgärtner (CSU) stellte erst vor einer Woche noch einmal klar: "Für Küps haben wir niemals einen vierspurigen Ausbau verfolgt. Eine Troglösung ist für Küps aber nicht darstellbar", erklärte er beim Besuch des Bayerischen Staatssekretärs Gerhard Eck (CSU) in Kronach. Es gelte nun, eine intelligente und wirtschaftliche Lösung zu finden. Hier werde es im November weitere Gespräche geben.

Gerhard Eck fand deutliche Worte, warum es beim Ausbau der B 173 nicht weitergeht. "Wir könnten wesentlich zügiger arbeiten, wenn wir keine Klageverfahren hätten."

Schließlich seien alle Teilbereiche - außer die Ortsdurchfahrt Küps - im Bundesverkehrswegeplan beinhaltet und die Finanzierung gesichert.
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