Kronach
Freischießen

Eröffnung des Kronacher Freischießens: Erst fließt das Bier und dann der Regen

Mit dem Bieranstich begann am Donnerstagabend das elftägige Fest auf der Hofwiese in Kronach - es wurde eine nasse Angelegenheit.
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Mit zwei Schlägen zapfte Wolfgang Beiergrößlein das Fass an. Danach stieß er mit Landrat Klaus Löffler an. Foto: Marian Hamacher
Mit zwei Schlägen zapfte Wolfgang Beiergrößlein das Fass an. Danach stieß er mit Landrat Klaus Löffler an. Foto: Marian Hamacher
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Schon über eine Stunde vor dem Bieranstich am Donnerstagabend, mit dem das Kronacher Freischießen offiziell eröffnet wird, zog es die ersten Besucher von der Stadtmitte in Richtung Hofwiese. Die Männer in ihren feschen Lederhosen mit Trachtenhemd und die Damen in schicken Dirndln machten sich bereits vor dem großen Trubel ein erstes Bild vom 429. Freischießen.

Die Schausteller absolvierten noch einmal einen letzten Kontrollgang um ihr Fahrgeschäft herum und auch der Duft von Mandeln und Popcorn durchströmte bereits die Gänge zwischen den vielen Ständen.

Um kurz nach 19 Uhr war es dann soweit: Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) eröffnete mit dem Bieranstich das diesjährige Freischießen. "Ich freue mich, dass es uns auch dieses Jahr wieder gelungen ist, Herr Schützenmeister Jungkunz, dieses Fest wieder über die Bühne zu bringen", so der Bürgermeister kurz vor dem Bieranstich. Er freue sich auf fröhliche und unbeschwerte Festtage. "Ich denke, das Fest ist angerichtet." Während Beiergrößlein zum Holzhammer für den Bieranstich greift, ruft er seinen "Assistenten", Landrat Klaus Löffler (CSU), zu sich. "Ich hoffe, dass es ihm gelingt, das Fass festzuhalten. Wenn nicht, hat er etwas falsch gemacht", sagt der Bürgermeister und sorgt damit für mächtig Gelächter im Pavillon vor der Franken-Bräu-Halle.


Wie viele Schläge brauchte er?

Wolfgang Beiergrößlein legt das Mikrofon zur Seite und setzt den Hammer an. Die Besucher zücken ihre Kameras und Handys, um den Moment festzuhalten. "Wie viele Schläge braucht er wohl dieses Mal?", eine Frage, die man am Biertisch schon des Öfteren am Abend gehört hat. Und die Antwort liefert Beiergrößlein prompt: Nach zwei Schlägen läuft das Bier in die extra bereitgestellten Tonkrüge. "Diesem Freischießen wünsche ich Gottes Segen", sagt Beiergrößlein am Ende.


Doch der Wettergott meinte es mit dem Eröffnungsabend des Freischießens nicht besonders gut. Kaum floss das Bier aus dem Hahn, wurde es auch von oben ziemlich nass. Da konnten sich besonders jene glücklich schätzen, die sich für den Bieranstich ein Plätzchen im Trockenen gesichert haben. Denn dort schmeckte das erste Bier des diesjährigen Freischießens trotz Dauerregen und Gewitter.
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