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Gemeinderat

"Dieses Geäffe mache ich nicht mehr mit"

Nach einer hart geführten Diskussion beschloss der Gemeinderat Tschirn einstimmig, einen Schmalspurtraktor für fünf Monate zu mieten.
Eine heftige Diskussion gab es im Tschirner Gemeinderat wieder über den Winterdienst. Diesmal ging es um den Einsatz der Fahrzeuge und dessen Neubeschaffung. Archiv Michael Wunder
 
von MICHAEL WUNDER
Bürgermeister Peter Klinger informierte, dass der Fendt-Geräteträger aus dem Jahr 1994 stammt und der kleine Köppl-Pony für den Winterdienst im kommunalen Einsatz nicht geeignet sei. Nach nur fünf Jahren habe das Gerät größtenteils ausgedient, kleinere Mängel wurden immer wieder kostengünstig vom Bauhof beseitigt. In Tschirn habe man mit der Räumung der Gehweg eine besondere Situation.

Zum einen gelte es die breiten Straßen zu räumen und zu streuen, auf der anderen Seite müssten die schmalen Gehwege mit geräumt werden. Der Bürgermeister bedauerte, dass die AfT das Angebot über eine gemeinsame Fraktionssitzung nicht angenommen habe. Dabei hätte man sich über Details informieren können. Er schlug deshalb vor einen leistungsfähigen Schmalspurtraktor für die kommenden Wintersaison zur Mieten und damit zu testen. Im nächsten Jahr könne man dann entscheiden. Auf Anfrage von Gemeinderat Günter Böhnlein (CSU) sagte der Bürgermeister, dass man monatlich 1400 Euro und zusätzlich 200 Euro für einen breiten Schneepflug für das 66 PS starke Gerät bezahlen müsse. Bei einem späteren Kauf würden 60 Prozent der Kosten angerechnet.

"Es gibt für unsere Zwecke nichts ideales, aber wir müssen eine Lösung finden", meinte Gemeinderat Thomas Förtsch (CSU), der auch gleichzeitig Leiter des Bauhofs ist. Nachdem Werner Welscher (AfT) einwarf, dass er nicht verstehen kann, dass man für das bisherige Gerät vor gerade mal fünf Jahren 25 000 Euro bezahlt hat und es nunmehr nicht mehr geht. Weiterhin warf er den Bauhof vor, trotz der bekannten Schwächen des Gerätes am Radweg bei großen Schneemassen geräumt zu haben. "Ich fahre von der Arbeit heim und sehe, dass der Pony da oben stecken geblieben ist, das ist doch dann nicht verwunderlich", meinte er.

Gemeinderat Thomas Förtsch entgegnete, dass es sich im einen technischen Defekt gehandelt hat. Dann verließ er die Sitzung mit den Worten "Dieses Geäffe mache ich nicht mehr mit". Der Bürgermeister wollte die Diskussion wieder versachlicht haben und verwies auf das komplexe Thema mit dem breiten Aufgabenspektrum. In nur wenigen Gemeinden werden von dieser auch die Gehwege mit geräumt, meinte der Bürgermeister. Sein Stellvertreter Michael Hader (AfT) bemängelte die fehlenden qualifizierten Fahrer. Er könne sich nicht vorstellen, dass man mit einem Fahrzeug mit einer Breite von 1,20 Meter auf den Gehwegen zurechtkommt, wenn sie schon nicht mit einen Meter breiten Fahrzeug auskommen. "Du fährst doch schon 40 Jahre Traktor, du musst das doch wissen", sagte er zum Bürgermeister.

Georg Barnickel (CSU) meinte: "Jetzt haben wir es geschafft, den Bauhofleiter zu vergraulen, jetzt müssen wir ohne den Fachmann entscheiden". "Zusammen mit dem Bauhofleiter habe man viel überlegt und abgewägt, ich schlage deshalb bewusst keinen Kauf vor, sondern das Gerät erst mal zu mieten", wiederholte der Bürgermeister seine Forderung. Der Vorschlag wurde mit einer monatlichen Kündigung schließlich einstimmig angenommen.

Abgelehnt hingegen wurde mit 4:4 Stimmen die Mehrkosten für die Dränagenentwässerung an der Gemeindekanzlei in Höhe von 6379 Euro zu übernehmen. Dies, obwohl die Firma zusätzliche Arbeiten erledigt hat. Einstimmig genehmigt wurden hingegen die Kosten für die Sanierung des Straßenabzweigs Pappelstraße/St.2200 in Höhe von 6063 Euro. Hier verwies die ausführende Firma auf den schlechten Untergrund und die Neusetzung der Randsteine. Das Unternehmen hatte den Bürgermeister und dieser den Gemeinderat umgehend darüber informiert.

Vertagt wurde ein Antrag der Initiative "Unser Dorf soll noch schöner werden". Alle Gemeinderäte haben die Aktivitäten um den Park begrüßt, wollten vor einer Umsetzung, welche immerhin mit über 7000 Euro veranschlagt war, aber noch weitere Gespräche und Vergleichsangebote. Man war sich einig, die Wintermonate zu nutzen, um auch die Gedanken in Form von Skizzen auf Papier zu bringen. Beschlossen wurde die Ausbesserungsarbeiten in der Franz Schneider Straße werden zum Preis von 3324 Euro mit zu erledigt.


Gemeinderat Günter Böhnlein wurde für langjährige Dienste als Wahlhelfer vom Bürgermeister mit einem Geschenk bedacht

Der Bürgermeister informierte, dass bezüglich der neuen Stromtrassen wieder eine Diskussion im Gange sei. Man habe deshalb eine Resolution verabschiedet, wonach Alternativtrassen zur B44 abgelehnt werden.
Vom Staatlichen Bauamt habe man eine Mitteilung erhalten, dass der Straßenbau Teuschnitzer und Nordhalbener Straße in diesem Jahr nochmals ausgeschrieben werde. Der Baubeginn sei auf 26. März verschoben worden. Weiterhin will man mit der Tiefbauverwaltung des Landkreises das weitere Vorgehen bei der KC 7 Lehestener Straße vorbesprechen. Einen möglichen Handlungsbedarf gibt es bei der Bachverrohrung in der Wiesenstraße. Dort wurde eine Kamerabefahrung durchgeführt, welche noch ausgewertet werden muss.
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