Nurn
Sternwanderung

Alle Wege führten hoch nach Nurn

400 Wanderer machten sich bei Regen und Kälte auf zur traditionellen Herbstwanderung.
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Auf sämtlichen möglichen Wegen, die hoch zum Steinwiesener Ortsteil Nurn führen, waren am Sonntagmorgen rund 400 Wanderer unterwegs. Der Grund war die traditionelle Herbststernwanderung des großen Frankenwaldvereins (FWV) mit seinen 61 Ortsgruppen.
Alle Mitgliedsvereine waren nicht mit von der Partie, wobei wohl die schlechten Witterungsverhältnisse dem einen oder anderen einen Strich durch die Rechnung machten. Doch diejenigen, die gekommen waren, präsentierten sich gut gelaunt, froh gestimmt und unbekümmert. Aufgrund der vorherrschenden Nässe war die Kundgebung zwar in den Saal des Mehrzweckhauses verlegt werden, doch viele Pilger nutzten auch die auf dem Vorplatz aufgestellten Zelte, zumal dorthin die Ansprachen und die Unterhaltungsmusik der örtlichen Blaskapelle per Lautsprecher übertragen wurden.
Im überfüllten Gemeinschaftshaus hieß Karlheinz Deuerling, Obmann der FWV-Ortsgruppe Nurn, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, Wanderer und Ehrengäste willkommen.


Wo man zu Hause ist

Ganz im Zeichen des Begriffes "Heimat" stand die Festrede des Hauptvorsitzenden Dieter Frank, der zugleich Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach am Wald ist. Heimat sei nicht nur ein Ort auf der Landkarte, vielmehr gehe es um eine persönliche Beziehung, eine Bindung an die Gemeinde beziehungsweise Region, in der man aufgewachsen sei und lebe: "Heimat ist der Ort, in dem wir uns verstanden und akzeptiert fühlen, es ist der Ort, an dem wir uns auskennen, und in dem wir mitreden, mitwirken und mitgestalten können." Der Frankenwaldverein pflege das Brauchtum, setze sich für den Erhalt der Landschaft ein und sorge dafür, das die Infrastruktur der Wanderwege aufrecht erhalten und verbessert werde.
Bei den Dankesworten schlug im Namen der Marktgemeinde Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer in die gleiche Kerbe wie der FWV-Hauptvorsitzende und hob dabei nochmals die ausrichtende Ortsgruppe Nurn für ihr inzwischen vier Jahrzehnte langes Wirken hervor. Wandern, das bei den Vereinszielen mit an vorderster Stelle stehe, bedeute neue Kräfte für den Alltag sammeln.
Peter Hagemann, Forstbetriebsleiter von Rothenkirchen, verdeutlichte das die Bayerischen Staatsforsten und der Frankenwaldverein sich als "Hüter der Natur" verstehen. So sei es auch nicht verwunderlich, dass der Frankenwald mit dem Titel "Waldgebiet des Jahres 2017" vom Bund der deutschen Forstleute ausgezeichnet worden sei. Hagemann lud die Anwesenden zum zwei Kilometer weiter in Richtung Hubertushöhe stattfindenden Waldaktionstag des Forstes und der Waldbesitzervereinigungen ein.
Viel Beifall erntete Landtagsabgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, als er feststellte, "wir befinden uns hier im Zentrum des Frankenwaldes". Er ging näher auf den Bibelspruch "Macht euch die Erde untertan" ein und appellierte an die Bevölkerung die Natur zu erhalten und zu schützen.
Nach dem Eintreffen der Wandergruppen leiteten Tanja Schuberth und Wolfgang Dietz einen Gottesdienst. Nach den Ansprachen begrüßte der stellvertretende Hauptwanderwart Werner Hempfling, die anwesenden Ortsgruppen. Mit dem Leitspruch "Es rauscht der Wald in aller Frische" beschloss Dieter Frank die Kundgebung, die vom Musikverein Nurn unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Schrepfer ansprechend umrahmt wurde.





























hf /Hans Franz
Bilder "Döbra"
Zahlreiche kleinere und größere Abordnungen von Ortsgruppen des Frankenwaldvereins beteiligten sich am Sonntag an der Herbststernwanderung nach Nurn.
"Deuerling"
Der Obmann der gastgebenden Ortsgruppe Nurn, Karlhein Deuerling.
"FrankDieter"
Der Hauptvorsitzende des Frankenwaldvefeins, Dieter Frank (mit Regenschirm), kam mit der Ortsgruppe Schwarzenbach am Wald nach Nurn gewandert.
"Wartenfels"
Die Wartenfelser kamen mit der Frankenwaldvereins-Standarte (links) und ihrem Ortsgruppenwimpel.
"Singen"
Überfüllt war das Mehrzweckhaus. Vorne von links der Nurner Ehrenobmann Albin Deuerling, Hauptvorsitzender Dieter Frank (Dritter von links) und Hauptgeschäftführerin Marlene Roßner (Vierte von links).
"Lippertsgrün
Der Regen konnte 400 Wanderer nicht aufhalten, um nach Nurn zu pilgern
Foto: Hans Franz
Mit freundlichem Gruß aus Nurn im Frankenwald
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