Höfles
Sicherheit

Alle Höfleser Schüler werden nun zur Schule gebracht

Weil der Schulweg von Höfles in die Kreisstadt als "besonders gefährlich" eingestuft wurde, haben jetzt alle Schüler ein Anrecht auf Beförderung.
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Die Kinder aus Höfleser haben nun ein Anrecht auf Beförderung zu ihrer Schule.  Foto: Hänseler/Archiv
Die Kinder aus Höfleser haben nun ein Anrecht auf Beförderung zu ihrer Schule. Foto: Hänseler/Archiv
Bisher hatten nicht alle Schülerinnen und Schüler des Kronacher Stadtteils Höfles einen Anspruch auf Schülerbeförderung. Dies lag darin begründet, dass einige Schulstätten näher zum Wohnort gelegen sind als die gesetzlich festgelegte Strecke, für die eine Beförderungspflicht besteht.

Auf Antrag von Eltern wurden jetzt explizit die Schulwege von Höfles zur Gottfried-Neukam-Mittelschule am Schulzentrum als auch zur Maximilian-von-Welsch-Realschule in der Gabelsberger Straße auf ihre Sicherheit hin untersucht. Das Ergebnis: Die zuständige Stelle im Landratsamt und die Polizei haben den Schulweg als "besonders gefährlich" qualifiziert. Eine derartige Einstufung ist Voraussetzung, damit der Sachaufwandsträger die Kosten für die Schülerbeförderung übernehmen kann. Dies ist im Falle von Höfles nun erfolgt. Wie die Stadt Kronach mitteilt, besteht dadurch ab sofort für alle Schülerinnen und Schüler aus dem Stadtteil Höfles ein Anspruch auf Schülerbeförderung. Der Antrag auf Fahrkartenausstellung ist über ein Formular im jeweiligen Sekretariat der Schule erhältlich. Die Eltern werden gebeten, sich mit der jeweiligen Schulverwaltung in Verbindung zu setzen.


Kosten werden übernommen

Die Kosten für die Schülerbeförderung übernimmt der jeweilige Sachaufwandsträger. Für die Mittelschule in Kronach ist dies der Schulverband Kronach III (Stadt Kronach und Gemeinde Wilhelmsthal), für die weiterführenden Schulen (Realschulen, Gymnasien) ist der Landkreis Kronach Sachaufwandsträger.

Wie Jörg Schnappauf von der Stadt Kronach, zugleich Geschäftsführer des Schulverbandes Kronach III, erklärte, profitierten nun alle Schüler aus Höfles von dieser Regelung. Bislang kam nur ein Teil in den Genuss, die Kosten für die Schülerbeförderung erstattet zu bekommen. Denn nur wenn der Schulweg für Schüler in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 länger als zwei beziehungsweise ab der Jahrgangsstufe 5 länger als drei Kilometer ist, besteht eine Beförderungspflicht.

In Verbindung mit der Einstufung des Schulweges als besonders gefährlich, wurden nun die Voraussetzungen geschaffen, damit künftig alle Höfleser Schüler kostenlos zur Schule befördert werden. Für Schnappauf gab es zu dieser Entscheidung keine Alternative: "Bei uns geht die Sicherheit der Kinder immer vor."
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