Teuschnitz
Schicksale

Alexander Brummer aus Teuschnitz steht immer wieder auf

Der Teuschnitzer Hobbymaler Alexander Brummer hat ein Kinderbuch geschrieben - mit autobiografischen Zügen.
Artikel einbetten Artikel drucken
Alexander Brummer mit seinem KinderbuchPaul Hader
Alexander Brummer mit seinem KinderbuchPaul Hader
Bis vor ein paar Jahren gab es für den Teuschnitzer Alexander Brummer nur eins: das Malen! Malen als Therapie gegen unerträgliche Schmerzen, die Kunst als Überlebensmotor im täglichen Kampf gegen einen permanenten gesundheitlichen Ausnahmezustand.


Der Kampf zurück ins Leben


Der 48-Jährige ist seit Kindesbeinen an schwer krank. Immer wieder kämpft er sich - bewaffnet mit Stift und Pinsel - nach Herzstillständen, Komata und anderen lebensbedrohlichen Krisen zurück ins Leben. Mehrfach muss er das Essen, das Laufen, das Sprechen und das Schreiben wieder neu erlernen.

Seit er denken kann, verarbeitet er seine Erfahrungen in Bildern und Kunstwerken. Einige davon haben es sogar bis in eine Patienten-Ausstellung geschafft, bei der die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast war.


"Niemals aufgeben, immer wieder aufstehen"


"Niemals aufgeben, immer wieder aufstehen", so lautet das Lebensmotto des Künstlers, der jüngst in Berlin sein autobiografisches Kinderbuch "Manuel, das Irgendwie-Anderskind" vorstellen durfte.
Inzwischen hat er seine ersten Lesungen absolviert und staunt selbst am meisten über das, was jetzt alles so passiert: "Nie, niemals hätte ich gedacht, dass ich schreiben könnte ... Ich, der in der Schule nicht mal einen Aufsatz zusammenbringen konnte, ich war ja mehr abwesend, als alles andere."

Wenn er sein gedrucktes Buch in den Händen hält, leuchten seine Augen. "Mein Verlag und meine Literaturagentin haben mich überrascht - eigentlich war die Veröffentlichung des Manuskriptes erst fürs nächste Jahr geplant", sagt er stolz. Jetzt hat er sein erstes Buch an die Teuschnitzer Bürgermeistern Gabriele Weber verkauft. "Ich hätte daran nicht mal im Traum gedacht."


Schreiben als Ablenkung


Am meisten liegen dem Teuschnitzer Schreiber Märchen, Kindergeschichten, Krimis und Satirisches. Das Schreiben lenkt ihn von aktuellen Diagnosen und schlechten medizinischen Prognosen ab. Während des Schreibens sind Schmerzattacken, drohende Blindheit und Herzinfarkte vergessen, dann zählt nur noch die literarische Arbeit. "Durch meine Veröffentlichung habe ich wieder etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt!"
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren