Kulturcafé

Zwei Wiederholungstäter

Im Kronacher Struwwelpeter treten erneut der Pianist Paul Sturm und die Kabarettistin Heidi Friedrich auf.
Die Frau mit der Bohrmaschine: Kabarettistin Heidi Friedrich Foto: PR
 
Die Veranstaltungsreihe Kulturcafé des Struwwel-Fördervereins startet im September in ihr Herbstprogramm. Am kommenden Montag, 26. September, wird Pianist Paul Sturm ein Konzert im Kronacher Jugendzentrum abhalten. Am 13. Oktober wird dann Kabarettistin Heidi Friedrich mit ihrem neuen Programm "Vier Wände für ein Halleluja" an der Rodacher Straße erwartet.
Sowohl der Konzert-Virtuose als auch die Kabarettistin mit der flotten Zunge sind Wiederholungstäter. Während Sturm schon einmal im Jugendzentrum Struwwelpeter aufgetreten ist, war Heidi Friedrich schon mehrmals zu Gast. "Wir haben sie liebgewonnen und glauben, sie ist auch sehr gerne hier bei uns", teilt Charlotte Deckelmann, Vorsitzende des ausrichtenden Vereins mit. Daher habe man nicht lange überlegt, als die Anfrage für eine Präsentation des neuen Programms kam.


Solo für Heidi

Das Soloprogramm der Kabarettistin Heidi Friedrich ist eine Expedition in den deutschen Immobiliendschungel, zu Mietnomaden, Immobilienhaien und zu Menschen, die einfach nur schön wohnen wollen, ohne dass ihr komplettes Gehalt dafür draufgeht und sie in begehrter Innenstadtlage unter Stuckdecken verhungern. "Leben im authentischen Kiez, im Szeneviertel? Ja klar, aber bitte ohne Nutten vor der Tür und einem libanesischen Internetshop im Erdgeschoss! Dem Hahn auf dem Misthaufen ergeht es auch nicht anders, wenn Großstädter mit ihren Toskanahäusern in die ländliche Idylle einfallen. Nur heißt das dort nicht Gentrifizierung sondern Prozesslawine", heißt es. Heidi Friedrich weiß wovon sie spricht, die Betonmischmaschine war ihr Babysitter, rheinische Rohbauten ihr Spielplatz, sie hat mit Generationen von Handwerkern gebrotzeitet. Fazit: Wer einen maroden Altbau saniert, der braucht eine stabile Beziehung. Die Regie führt Florian Hoffmann.


Sonaten im Angebot

Beim Klavierabend mit Paul Sturm geht es weniger um lautes Lachen als ums gute Zuhören. Neben Impromptus von Franz Schubert hat sich der Künstler für Sonaten von Beethoven und Franz Liszt entschieden. Der zweite Teil des Konzertabends soll ausschließlich dem französischen Komponisten Frédéric Chopin gewidmet sein. Karten für beide Veranstaltungen gibt es ab sofort im Jugend- und Kulturzentrum Struwwelpeter (Telefon 092 61/ 51511) oder bei "Der Frisörladen" in Steinwiesen (Telefon 092 61/ 4 77) oder unter www.reservix.de. red
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