Startschuss

Weißenbrunner nehmen Hauptrolle ernst

Über 100 Bürger kamen zur Auftaktveranstaltung für die Ausarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts für Weißenbrunn.
Das Interesse an der Bürgerbeteiligung war riesengroß. Die großen Tafeln, auf die jeder schreiben durfte, was ihn an Weißenbrunn gefällt und was nicht, waren dicht umlagert. Foto: Karl-Heinz Hofmann
 
von KARL-HEINZ HOFMANN
Das Interesse war immens: Weit über 100 Bürger fanden sich zur Auftaktveranstaltung für die Ausarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts in der Leßbachtalhalle ein. Bürgermeister Egon Herrmann freute sich über diese Resonanz, zeige sie doch, dass den Weißenbrunnern die Zukunft ihrer Gemeinde am Herzen liegt und sie motiviert und engagiert an Verbesserungen im Ortsbild und in der Infrastruktur mitwirken wollen.


Bürger sollen sich einbringen


Auf dem Weg zum Entwicklungskonzept werden Claudia Roschlau und Maren Wirth vom Haßfurter Ingenieurbüro Baurconsult und Joachim Block vom Amt für Ländliche Entwicklung Bürger und Gemeinde ein Jahr lang begleiten. Dabei sollen alle Gemeindeteile gleichberechtigt angesehen und behandelt werden, erörterte Roschlau. Überhaupt sollen die Bürger eine Hauptrolle spielen, denn: "Sie sind die Experten für ihre Gemeinde, ihre Meinung ist bei der Entwicklung von Zielen gefragt." Alle Weißenbrunner hätten die Chance, sich einzubringen und damit ihre Heimatgemeinde zu gestalten.

Dabei sind die Handlungsfelder sehr vielfältig. Zu ihnen zählen Demografie und Altersstruktur, Infrastruktur, Grund- und Nahversorgung, medizinische Versorgung, Mobilität und Verkehr oder Wohnen.


Eifrige Diskussionen


Deshalb waren auch im Vorfeld des Abend große Fragebögen vorbereitet worden, die in der Halle an großen Tafeln hingen. Hierauf durften die Bürger schreiben, was ihnen besonders gut und was überhaupt nicht gefällt. Dazu waren eigentlich 45 Minuten Zeit. Binnen weniger Minuten waren die Schautafeln aber schon vollgeschrieben und es wurde eifrig diskutiert.

Diese erste Bestandsaufnahme wird nun von den Mitarbeitern von Baurconsult ausgewertet und analysiert. Das Ergebnis gilt dann als Grundstein zur Erarbeitung eines Konzepts. Schon im Oktober sind die Bürger wieder gefragt und zwar bei sogenannten Planungsspaziergängen und Workshops in den einzelnen Gemeindeteilen.


Entscheidung trifft der Gemeinderat


Bei den Begehungen können wieder Vorschläge eingebracht werden. Dabei geht es zunächst nicht um die Machbarkeit, vielmehr sollen Stärken und Schwächen erarbeitet und Veränderungswünsche analysiert werden. In dem Konzept soll am Ende eine abgestimmte Strategie festgelegt werden. Dann müssen auch Grundsatzentscheidungen getroffen werden, in welche Richtung sich Weißenbrunn und seine Ortsteile mittelfristig entwickeln sollen.

In weiteren Schritten werden dann das Team von Baurconsult und Joachim Block mit dem Gemeinderat die Machbarkeit sowie Prioritäten festlegen. Entscheidend werde immer der Gemeinderat sein, informierten die Fachreferenten. Das Gremium müsse auch die Finanzierbarkeit und Fördermöglichkeiten abklopfen.
Das Konzept soll bis Mitte nächsten Jahres stehen. "Wir werden sehen, wie der Prozess weitergeht, genaueres lässt sich erst im Laufe der Dokumentation sagen", verdeutlichte Maren Wirth. Der Anfang, so waren sich die Moderatoren einig, sei aber schon einmal sehr vielversprechend gewesen.


So geht es weiter

Im Oktober finden fünf sogenannte Planungsspaziergänge statt: in Weißenbrunn am Freitag, 7. Oktober, um 14 Uhr, Treffpunkt ist am Brunnen Jungferkättl; in Hummendorf und Eichenbühl am Samstag, 8. Oktober, um 9 Uhr, Treffpunkt ist am Dorfplatz in Hummendorf; in Thonberg und Reuth am Freitag, 21. Oktober, ab 14 Uhr, Treffpunkt ist am Feuerwehrhaus Reuth; in Wildenberg und Grün am Samstag, 22. Oktober, ab 9 Uhr, Treffpunkt ist an der Bushaltestelle Wildenberg; in Gössersdorf am Samstag, 22. Oktober, ab 14 Uhr, Treffpunkt ist am Feuerwehrhaus. Zu allen Terminen ist die Bevölkerung eingeladen.
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