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Region  // Kronach

Fortbildung

Wasser braucht gutes Personal

Seit nunmehr 25 J ahre gibt es die sogenannte Wasserwerksnachbarschaft im Landkreis Kronach.
die Fernwasserversorgung Oberfranken arbeitet seit nunmehr 25 Jahren bei der Fort- und Weiterbildung mit Wasserwerksnachbarschaften. Foto: privat
 
von MICHAEL WUNDER
Ohne Wasser läuft nichts, ebenso nicht ohne fachkundiges Personal, deshalb hat sich die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) vor 25 Jahren der Fort- und Weiterbildung durch die Wasserwerksnachbarschaften - kurz WWN - angenommen. So finden regelmäßig für das technische Personal wie Wassermeister, Fachkräfte der Wasserversorgung, Wasserwarte und Facharbeiter Veranstaltungen statt. Bereits 1986 beschäftigte man sich in der Wasserwirtschaft mit dem Gedanken, sich verstärkt um die Fachkräfte in der Wasserversorgung zu kümmern. Schon damals war es selbstverständlich, dass Trinkwasser - unser wichtigstes Lebensmittel - aus dem Hahn, in ausreichender Menge und ausgezeichneter Qualität kommt.
So ist - falls nicht in Einzelfällen befristete Abkochgebote erlassen werden müssen, oder während extremer Trockenzeiten in dann aber nur wenigen Orten zum Wassersparen aufgerufen wird - die Wasserversorgung kein Thema, das ständig im öffentlichen Interesse steht.
Dieses somit relativ "ruhige Fahrwasser", in dem sich die öffentliche Trinkwasserversorgung bewegt, bildet sich nicht von allein. Vielmehr ist dies der Verdienst der in der Trinkwasserversorgung tätigen Fachleute. Um das notwendige Fachwissen ihrer Kollegen auf den neuesten Stand zu halten - insbesondere in den kleineren Wasserversorgungsunternehmen - sorgen sich die Wasserwerksnachbarschaftsleiter in den einzelnen Landkreisen darum. Spätestens die Änderung der Trinkwasserverordnung im Jahr 1986, mit der die Anforderungen an das Lebensmittel Trinkwasser wesentlich ausgeweitet und verschärft wurden, war Anlass sich mit dem Personal zu beschäftigen. Damals waren die Wartung der Anlagen meist den örtlichen Installateuren oder Schlosserwerkstätten übertragen worden. Bei einigen Wasserwerken bestand das Betriebspersonal lediglich aus angelernten Kräften, bei denen die Anhebung der Fachkunde unabdingbar war.


Versorgungsstruktur

Zu dieser Zeit - also im Jahr 1986 - waren in Bayern rund 3000 Wasserversorgungsunternehmen in unterschiedlichen Rechtsformen tätig. Bayern weist eine ausgeprägte dezentrale Versorgungsstruktur mit sehr vielen kleinen Einheiten auf. Diese Versorgungsstruktur spiegelte sich auch in der Beteiligung des Wasserwerkspersonals an der fachlichen Fortbildung wieder. So nahmen zwar die größeren Wasserversorger die damals bereits vorhandenen Fortbildungsmöglichkeiten, die vom Bayerischen Gemeindetag sowie den Berufs- und Fachverbänden angeboten wurden, wahr. Mit diesen sehr begrüßenswerten Veranstaltungen wurden aber insbesondere die kleineren Wasserversorger nicht erreicht, deshalb war eine flächendeckende Fortbildung nicht gegeben.
Ein Gesprächskreis mit vielen Beteiligten (u. a. mit dem Bayerischen Gemeindetag und dem Landkreisverband Bayern) setzte Akzente. Erstes Ziel war es, mit Pilotveranstaltungen dort zu beginnen, wo bis dato so gut wie keine Fortbildung stattfand. Der erste "Nachbarschaftstag" fand am 9. Dezember 1986 in Dillingen statt. Damit waren die Wasserwerksnachbarschaften geboren. Das Fortbildungsangebot fand große Resonanz. Unter den Teilnehmern waren vorwiegend Mitarbeiter aus kleineren Wasserversorgungsunternehmen. So wurde letztendlich eines der verfolgten Hauptanliegen, die fachliche Fortbildung insbesondere in die kleineren Unternehmen zu tragen, erreicht. 1992 fand der erste WWN-Tag im Landkreis Kronach statt. Heute betreuen 62 Leiter - die überwiegend in den Wasserversorgungsunternehmen, aber auch in der Wasserwirtschaftsverwaltung beheimatet sind - die nunmehr 72 Nachbarschaften in Bayern.
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