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Region  // Kronach

Versorgung

Tschirn hat bald keine Bank mehr

Nur noch eine mobile Sparkasse an einem Standort wird der Gemeinde Tschirn zweimal wöchentlich für jeweils eineinhalb Stunden zur Verfügung stehen. Der Gemeindebus wird laut Bürgermeister Klinger als Zubringer eingesetzt.
Die kleine Zweigstelle der Sparkasse in Tschirn macht am 27. März das letzte Mal auf. Bei ausführlichem Beratungsbedarf müssen die Bankkujnden künftig weite Wege auf sich nehmen. Foto: Michael Wunder
 
von MICHAEL WUNDER
Die Gemeinde Tschirn verliert zum Monatsende ein weiteres Stück Infrastruktur, nach 50 Jahren schließt die Zweigstelle der Sparkasse. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) nahm das zum Anlass Bezirksdirektor Peter Goihl in die Gemeinderatssitzung einzuladen, um direkte Informationen zu bekommen.

Wie Klinger ausführte, sei man von einer flexiblen mobilen Sparkasse ausgegangen, was jetzt in Tschirn nicht möglich sei. Geplant waren zwei Haltestellen, zum einen an der Kirche zum anderen in Richtung Kronacher Straße. Dort habe man jedoch nicht die entsprechenden Handy- und Funkverbindungen. Peter Goihl meinte dazu, dass Tschirn Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag mit der fahrenden Geschäftsstelle besucht wird.

Der Lkw werde an der Kirche jeweils eineinhalb Stunden stehen und dort könnten Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen. Für die Geldauszahlung stehe ein Automat bereit, Überweisungen und weitere Geschäfte könnten über die Mitarbeiter erledigt werden.

Für längere Beratungsgespräche sei die Zeit kaum ausreichend, meinte Goihl. "Wir können keine optimale Lösung bieten, derzeit ist aber nichts anderes möglich", bedauerte er. Am 27. März werde die Geschäftsstelle das letzte Mal geöffnet sein, dann wolle man auch die fahrende Geschäftsstelle in Tschirn vorstellen. Bereits eine Woche darauf beginne man dann mit der mobilen Sparkasse.

Der Bürgermeister meinte, dass man vor allem für die älteren Tschirner was tun müsse. Die Gemeinde hat deshalb entschieden, in dieser Zeit den Gemeindebus als Zubringerfahrzeug zum Standort an der Kirche einsetzten.
Einstimmig wurde beschlossen mit der Stadt Teuschnitz bezüglich des Breitbandausbaus eine interkommunale Zusammenarbeit einzugehen.

Auch will die Gemeinde Tschirn am Vorhaben festhalten, alle Kabelverzweiger auszubauen. "Es darf keine Zweiklassenversorgung geben", meinte Zweiter Bürgermeister Michael Hader (AfT).


Umstrittene Terminplanung

Eine längere Diskussion lösten die Anträge der Alternative für Tschirn (AfT) aus. Während man sich als Termin für die Klausurtagung des gesamten Gemeinderats auf 11. April und für die Bürgerversammlung auf Ende Mai schnell einigte, gab es bei der Festlegung der Sitzungstermine unterschiedliche Meinungen. Die AfT hatte im Vorfeld beantragt , künftig am ersten Montag im Monat zu tagen. Fraktionssprecher Christian Alber und Werner Welscher (AfT) begründeten das damit, dass es in jüngster Vergangenheit immer wieder Terminüberschneidungen gegeben habe. Auch die Bürger könnten sich dann darauf einstellen und wüssten, dass ihre Wünsche und Anträge immer zu einem festgelegten Termin behandelt würden.

"Es kann doch nicht sein, dass immer erst, wenn der Themenspeicher voll, ist eine Sitzung anberaumt wird", so Alber. Bürgermeister Peter Kinger und Günter Böhnlein (CSU) sahen das allerdings anders. "Mit festen Terminen verlieren wir ein Stück Flexibilität, und außerdem gibt es in der kleinen Gemeinde nicht so viele Themen, dass alle Monate eine Gemeinderatssitzung notwendig ist", argumentierten sie. Der Bürgermeister bot an, künftig die Termine mit den Fraktionsvorsitzenden abzusprechen. Die AfT bestand auf Abstimmung und ihr Antrag wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt.

Zweiter Bürgermeister Michael Hader bat um Auskunft zu den Widersprüchen in Sachen Winterdienst. Das liege alles zu Klärung beim Landratsamt und werde, antwortete Klinger.


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