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Auszeichnung

Steinwiesener Professor wird geehrt

Carl Beierkuhnlein, der aus Steinwiesen stammende Lehrstuhlinhaber für Biogeografie an der Universität Bayreuth, wurde mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet.
Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, verlieh die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt an Carl Beierkuhnlein von der Universität Bayreuth.  Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 
von FRIEDWALD SCHEDEL
Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Freistaat Bayern auf diesem Gebiet vergibt. Sie wird jährlich an bis zu 15 Personen, Vereinigungen oder Kommunen verliehen, die sich herausragende Verdienste um den Natur- und Umweltschutz erworben haben.

Staatsministerin Ulrike Scharf würdigte Beierkuhnleins außergewöhnliches Engagement. Beierkuhnlein setze sich dafür ein, dass die Belange des Umwelt- und Naturschutzes in die wissenschaftliche Forschung einbezogen und auch in politischen Entscheidungsprozessen verstärkt berücksichtigt würden. Die Ministerin erinnerte unter anderem an die Studie "Klimawandel in Bayern - Auswirkungen und Anpassungsmaßnahmen", die Carl Beierkuhnlein im Auftrag des Umweltministeriums koordiniert hat. Deren Ergebnisse seien mit in die Bayerische Klima-Anpas-sungsstrategie eingeflossen. Auch am erfolgreichen Aufbau des bayerischen Forschungs-verbunds Forkast ("Auswirkungen des Klimas auf Ökosysteme und klimatische Anpassungsstrategien") habe der Bayreuther Wissenschaftler einen wesentlichen Anteil.


Für Bund Naturschutz tätig

Carl Beierkuhnlein hat seine Jugend und Kindheit in Steinwiesen verbracht. Nach dem Studium ist er wieder nach Steinwiesen zurückgekehrt und hat Ende der 1980er Jahre für den Bund Naturschutz in Kronach gearbeitet. Bis Mitte der 1990er Jahre war er freiberuflich für die Regierung von Oberfranken sowie für die Freistaate Bayern und Thüringen tätig und kartierte Gebiete im Bereich des "Grünen Bands". Dann kehrte er wieder an die Universität Bayreuth zurück, promovierte und habilitierte.

Nach drei Jahren Lehrtätigkeit an der Uni Rostock kam er 2012 an die Uni Bayreuth zurück. Dort engagiert er sich für die umweltwissenschaftlichen Studiengänge. "Da steckt viel Herzblut drin", verdeutlicht er. "Wir haben exzellente Studiengänge für Geoökologie und ausgezeichneten Berufsaussichten für die Absolventen", macht der Professor Werbung dafür, dass junge Leute auf dem Gebiet der Umweltwissenschaften forschen. "Mir geht es um Forschung und Lehre. Es gibt viele Forschungsmöglichkeiten. Das ist ein boomender Markt", beschreibt der Professor die Entwicklungsmöglichkeiten für junge Leute.

Als Mitbegründer und Koordinator des internationalen Masterstudiengangs "Global Change Ecology" im Elitenetzwerk Bayern engagiert sich Carl Beierkuhnlein dafür, hochqualifizierte Studierende aus dem In- und Ausland an aktuelle Herausforderungen der Ökologie und der Klimaforschung heranzuführen: "Da haben wir Bewerbungen aus 40 Ländern. Das zeigt die Reputation unserer Uni." Er ist Mitglied des Bayreuther Zentrums für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER), eines Forschungszentrums der Universität Bayreuth, und arbeitet in einer Vielzahl interdisziplinärer Projekte zur Umwelt- und Klimaforschung mit. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Aktivitäten in Lehre und Forschung liegt auf dem Gebiet der Artenvielfalt und ihrer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit von Ökosystemen. Auf Grund seiner hohen wissenschaftlichen Kompetenz in diesem Bereich wurde Beierkuhnlein sowohl in den Biodiversitätsrat Bayern als auch in den Naturschutzbeirat am Bayerischen Umweltministerium berufen.

Und was macht er, wenn er nicht in der Uni ist? "Am Samstag bin ich in der Nähe von Steinwiesen mit der Motorsäge im Wald, den ich von meinem Vater geerbt habe", sagt er.


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