Geschäftsführer Thomas Weber gab zunächst die wesentlichen Änderungen dieser Satzung bekannt. Demnach wurden nach einem aktuellen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs wesentliche Teile der bisherigen Musterverordnung für nichtig erklärt. Neu ins Straßen- und Wegegesetz aufgenommen wurden unselbstständige Geh- und Radwege. Durch den vor wenigen Monaten neu geschaffenen Radweg sei dabei auch die Gemeinde Tschirn betroffen, so Weber.
Zweiter Bürgermeister Josef Rosenbaum sagte, der Vorschlag sei für ihn unzumutbar. Bei den Grundstücksverhandlungen sei den Anwohnern versprochen worden, dass keine Räum- und Streupflicht auf sie zukomme, jetzt zeige sich das Gegenteil. Gemeinderat Roland Hofmann sprach von falschen Informationen, die man den Grundstücksbesitzern gegeben habe. Ob die Möglichkeit bestehe, an den fünf Ortseingängen nicht bis zur Grundstücksgrenze, sondern nur bis zu den jeweils letzten Einfahrten räumen zu lassen, soll nun durch die "Rechtsexperten des Bayerischen Gemeindetags" geklärt werden. Diesen "Kompromiss" schlug Bürgermeister Peter Klinger vor, nachdem massive Kritik von allen Gemeinderäten kam.
"Hohe Wellen" schlug erneut das Thema "Gemeinde- bzw. Kindergartenbus". Wie der Bürgermeister informierte,, bekomme man nach Ablauf der fünfjährigen Nutzungsdauer ein neues Fahrzeug. Auf Grund des Rückgangs der Werbeeinnahmen werde das Fahrzeug aber wesentlich kleiner ausfallen. Man sei deshalb bemüht, den Differenzbetrag durch den Verkauf des alten Fahrzeugs für ein größeres Fahrzeug nutzen zu können. Gemeinderat Roland Hofmann forderte absolute Zahlen und kritisierte das "unmögliche Verhalten" der Gemeinde. "Wir zäumen das Pferd doch nicht von hinten auf", sagte Gemeinderat Peter Hofmann zum angedachten Vorgehen.