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CSU sendet geschlossenes Signal nach außen

Jürgen Baumgärtner wurde als Erststimmenkandidat der CSU für den Stimmkreis Kronach-Lichtenfels nominiert. Holger Schwämmlein aus Lochleithen ist Zweitstimmenkandidat für den Bezirkstag.
Jürgen Baumgärtner  Foto: Archiv
 

Junge Wilde sind es nicht, die im kommenden Jahr die Sitze im Landtag und Bezirkstag erobern wollen. Aber der CSU-Stimmkreis Kronach-Lichtenfels schickt eine verjüngte Truppe in den Wahlkampf, in der der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner und CSU-Kreisvorsitzender mit seinen knapp 43 Lenzen schon zu den reiferen Haudegen zählt. Am vergangenen Donnerstag entschieden sich im Lichtenfelser Schützenhaus die Delegierten zu 100 Prozent für Meißner als Bezirkstagskandidat. 99 Prozent der 51 Kronacher und 51 Lichtenfelser Stimmberechtigten votierten für Jürgen Baumgärtner als Landtagskandidat.

Völlige Übereinstimmung herrschte auch bei der Wahl für die Listen- oder Zweitstimmenkandidaten. Die Frankenwald-CSU und die Christlichsozialen vom Obermain entschieden sich für Holger Then für den Landtag und Oliver Schwämmlein für den Bezirkstag. Kreisvorsitzender Meißner wertete das Ergebnis als historischen Meilenstein für das Zusammenwachsen zweier ehemals selbstständiger Stimmkreise. "Das Zusammenwachsen von Kronach und Lichtenfels ist gelungen", stellte er fest. Mit der Wahl werde ein geschlossenes Signal nach außen gegeben.

Meißner erinnerte an Turbulenzen und Befindlichkeiten bei der Gründung des neuen Stimmkreises Kronach-Lichtenfels im Jahr 2003, die der Vergangenheit angehörten. Er dankte Bezirksrat Klaus Löffler, dass er sein Mandat niederlege und den Weg für einen Lichtenfelser Kandidaten freimache. Durch sein Ausscheiden als Mitglied des Landtags am 9. September 2011 würden im kommenden Jahr mit einem Kronacher Landtagsabgeordneten die Fäden aufgenommen, die er damals niederlegen musste. "Es tut mir leid, dass ich einige Projekte nicht durchführen konnte", übte der heutige Lichtenfelser Landrat und ehemalige Abgeordnete Selbstkritik. Umso erfreuter war er, dass ihn seine Arbeit als Bezirksrat wieder nach Kronach führen werde. Er ging davon aus, dass auch in Zukunft ein Wechsel der Mandatsträger aus Kronach und Lichtenfels stattfinden werde. Die politische Konkurrenz mache es sich da etwas leichter.

Ein Dorn im Auge


Klaus Löffler blickte auf seine Zeit als Bezirksrat zurück. Er habe sich gern für die Region engagiert. Aus der neuesten Haushaltsberatung für das kommende Jahr berichtete der Steinbacher Bürgermeister von einer Senkung der Bezirksumlage um einen Prozentpunkt, der den Kommunen notwendige Investitionen erleichtere. In diesem Zusammenhang erwähnte er den Krankenhausneubau in Lichtenfels. Landtagskandidat Jürgen Baumgärtner (39) stellte sich den Delegierten als Anwalt der Menschen vor. Neben dem dringenden Ausbau der Bundesstraßen 85, 173 und 303 wolle er sich der Erweiterung des Bildungshorizonts widmen, auch mit dem Mut, auch auf private Träger zuzugehen. Im liege der Erhalt der Grundschulen vor Ort und vernünftige Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen am Herzen.

Ein Dorn im Auge sei ihm der Länderfinanzausgleich, der Bayern 3,5 Milliarden Euro koste. "3,1 Milliarden fließen nach Berlin, da wird die Solidargemeinschaft überstrapaziert", sagte er. Für demographisch benachteiligte Gebiete forderte er die Verlagerung von Behörden des Unteren und Mittleren Dienstes in den ländlichen Raum. Baumgärtner nahm auch zu seinem Engagement in der rechten Szene Stellung. "Ich war damals 16 Jahre alt und fühlte mich als Visionär", gab er zu. Er habe diesen Fehler erkannt und wolle heute nichts schön reden. Jetzt stehe er auf dem Standpunkt: "Wir brauchen die NPD nicht. Wer seine Heimat liebt, der folgt einer demokratischen Partei".

Leidenschaft für die Politik


Listenkandidat für den Landtag Holger Then aus Bad Staffelstein interessiert sich seit 18 Jahren für die Politik. Der gelernte Bankkaufmann möchte sich verstärkt der Wirtschaftspolitik widmen.Als Vorsitzender der Jungen Union Bad Staffelstein wolle er junge Menschen in Bad Staffelstein für politische Eigenverantwortung begeistern. Dem 27-Jährigen liegt in Zukunft eine erfolgreiche Politik der CSU am Herzen, die er weiterführen wolle, aber auch eigene, junge Ideen einbringen möchte. Als Zweitstimmenkandidat für den Bezirkstag stellte sich Holger Schwämmlein aus Lochleithen, einem Ortsteil von Mitwitz, vor. Der 28-jährige Koch hat schon lange seine Leidenschaft für die Politik entdeckt. Er wolle alles tun, die Christlich Soziale Union zu unterstützen, er.


Kommentare

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  • community  Stern5 Diesen Post kommentierenkommentieren

    wann hört das endlich aufAls Teilnehmer dieser Veranstaltung kann ich sagen, dass Herr Baumgärtner das Wort "Visionär" nicht benutzt hat und er sich im Gegenteil ausdrücklich für alles entschuldigt hat, was er als 16-Jähriger gesagt oder getan hat.
    Er ist ein höchst anständiger Mensch und hat in den letzten Jahren viel dazu gelernt! (Heute ist er um die 40) Er ist Demokrat durch und durch und versucht gerade, etwas für seine Region und Heimat zu bewegen.
    Herr Welz (Autor) sollte sich schämen, so einen Bericht zu verfassen. Es hat große Freude geherrscht, über das Vertrauen, das er bekommen hat! Davon schreibt er nichts - und ein Holger Schwämmlein war auch nicht dabei!
    Soviel zum Wahrheitsgehalt seines Artikels.

    (1)
  • community  Hannschneider Diesen Post kommentierenkommentieren

    Politik für jeden OffenMann kann - muss aber nicht alles verstehen. Politiker, welche in Ihrer Doktorarbeit geschummelt haben (oder auch nicht), werden an den Pranger gestellt. Andere kommen mit zweifelhafter Vergangenheit in den Landtag.
    Jeder verdient eine zweite Chance, ohne Frage. Politiker aus dem Osten, welche mit der Stasi Verbindungen
    nachgewiesen wurden, sollten Ihre Ämter nieder legen. Ist das alles noch gerecht?

    (1)

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