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Region  // Kronach

Regionale Wirtschaft

Neuses soll das Herzstück von Dr. Schneider bleiben

Die Dr.-Schneider-Unternehmensgruppe wächst weiter - nicht nur in der Fläche, sondern auch, was den Umsatz angeht.
Das Stammwerk der Dr.-Schneider-Unternehmensgruppe in Neuses wächst weiter - eine bewusste Entscheidung. Foto: Unternehmensgruppe Dr. Schneider
 
von LISA KIESLINGER
Die Stimmung im Konferenzraum der Dr.-Schneider-Unternehmensgruppe in Neuses ist gelassen. Die Geschäftsführer und die Gesellschafterinnen haben auch guten Grund dazu: Das traditionsreiche Familienunternehmen erzielte 2016 eine Leistung von knapp 500 Millionen Euro. Bereits zum siebten Mal in Folge - seit der Wirtschaftskrise 2009 - konnte das Unternehmen mit Stammsitz in Neuses ein Umsatzplus erwirtschaften. "Wir konnten unsere Marktposition weiter ausbauen und unsere Finanz- und Kapitalbasis weiterhin auf fundierte Füße stellen", erklärt die Gesellschafterin Annette Schneider beim Jahrespressegespräch.

Rund die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete die Unternehmensgruppe in Deutschland. "Bei all dem Erfolg ist es jedoch wichtig, dass wir uns nicht darauf ausruhen, sondern an unseren Schwachstellen arbeiten", betont Annette Schneider. 2017 erwartet der Autozulieferer eine nochmalige Umsatzsteigerung auf 555 Millionen Euro. Laut Wilhelm Wirth trägt das Projektgeschäft stark zu dieser Leistung bei. "Die Planungen und Investitionen für Projekte wurden teilweise schon vor zwei Jahren gemacht. Nun zahlt es sich aus", meint Wirth, der in der Geschäftsführung die kaufmännischen Belange verantwortet.


Was 2017 alles ansteht

Allein in 2017 plant das Unternehmen Investitionen von 60 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lagen sie bei 33,6 Millionen Euro.

Ein Teil der 60 Millionen Euro soll in neue Technologien und den Maschinenpark investiert werden. Dazu kommt der Ausbau der Produktionen in den USA, China und Polen. Doch rund 60 Prozent der Investitionen hat die Unternehmensgruppe für die deutschen Standorte geplant.

In Neuses soll in ein neues Management- und Project-Center sowie in die Planung eines Technologie- und Prozesscenters investiert werden. "Wir investieren in den Standort in Neuses trotz schlechter Rahmenbedingungen. In Sachen Infrastruktur und auch bei der Förderung sind wir hier nicht gut gesegnet", meint Annette Schneider. "Allein die Energiekosten sind im Vergleich zu Polen und Valencia hier doppelt so teuer", ergänzt Wilhelm Wirth. Doch für ihn, Annette Schneider, ihre Schwester Sylvia Schmidt und Parag Shah, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, ist es wichtig, dass Neuses das Herzstück des Familienunternehmens bleibt. Erst im vergangenen Jahr wurde der Standort in Neuses durch das Forschungs- und Entwicklungszentrum erweitert. "Wir haben ein innovatives Arbeitsumfeld für über 200 Ingenieure geschaffen, in dem die Kreativität gefördert wird", erklärt Parag Shah.


Auch das Personal wächst weiter

Auch in das Personal wird kräftig investiert. "Was nutzen uns die teuersten Maschinen und schönsten Gebäude, wenn wir keine motivierten Mitarbeiter haben?", fragt Annette Schneider in den Raum. Allein in Deutschland hat Dr. Schneider 1755 Mitarbeiter beschäftigt - 1350 allein in Neuses und 120 in Tschirn. Weltweit arbeiten 3900 Leute für die Unternehmensgruppe. Vor zwei Jahren waren es noch 3600. "Doch auch der Fachkräftemangel ist ein Thema", merkt Wirth an. Dr. Schneider versuche, dies mit Leuten aus den eigenen Reihen zu kompensieren. Aktuell lernen 141 Azubis bei Dr. Schneider. "Unsere Übernahmequote liegt bei 85 Prozent. Damit schaffen wir eine gute Basis für unser Haus", erklärt Wirth.

Doch wo geht die Reise für Dr. Schneider in den nächsten Jahren hin? Wie Parag Shah betont, ist es wichtig, den Markt zu beobachten: Momentan wachse das Segment rund um Geländewagen am meisten. "80 Prozent unseres Produktportfolios liegen bereits in diesem Bereich", meint Shah. Ein großer Vorteil.

Auch im Premiumbereich sei Dr. Schneider gut aufgestellt: "Alles, was da als Innovation reinkommt, wird irgendwann auch im niedrigeren Segment eingebaut", erklärt der Geschäftsführer.


Ist ein neuer Standort geplant?

Zudem sei es wichtig, die weltweiten Märkte im Auge zu behalten. In Mexiko und im Nahen Osten gebe es derzeit einen starken Wachstumsschub, anders sieht es in der Türkei aus. Dort breche der Markt etwas ein. "Wir müssen immer schauen, was in der Welt passiert", meint Shah. Ein weiterer Standort sei derzeit jedoch nicht geplant. "Wir müssen glaubwürdig bleiben und uns differenzieren. Doch unsere Mitarbeiter sind der größte Benefit für unsere Zukunft", meint Parag Shah.

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