Neukenroth
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Nachwuchs in den Startlöchern

Die Neukenrother im Glück: Zur Kerwa herrscht spätsommerliches Kaiserwetter.
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Die Kindertanzgruppe zeigte eindrucksvoll, dass auch die Kids schon die traditionellen Tänze beherrschen und später dann selbst einmal Einhaltkirchweih mitmachen können. Foto: Joachim Beez
Die Kindertanzgruppe zeigte eindrucksvoll, dass auch die Kids schon die traditionellen Tänze beherrschen und später dann selbst einmal Einhaltkirchweih mitmachen können. Foto: Joachim Beez
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Majestätisch steht er da, der 30 Meter hohe Kirchweihbaum. Fünf Wochen lang wird er bis zur Nachkirchweih ins Tal hinaus anzeigen, dass in Neukenroth Kirchweihzeit ist. Kaiserwetter wurde dem Volkstrachtenverein "Zechgemeinschaft Neukenroth" zur 38. Einhalt-Kirchweih beschert. Annalena Nickol und Felix Maurer sind in diesem Jahr das "Öschda" (erstes Einhaltpaar) und durften daher viele organisatorische Planungen mittragen. Vom Freitag bis zum Samstag früh aber hatten alle Einhaltpaare den Kirchweihbaum geschält und geschliffen. Die Mädchen hatten die Zeit auch dazu genutzt, um den großen Kranz zu binden, der beim Aufstellen des Baumes gleich mit in schwindelnde Höhen gezogen wurde. "Ein Haus voll Glorie schauet" schmetterten die Kirchenbesucher am Sonntag in der Pfarrkirche St. Katharina und die Gesangsgruppe des Volkstrachtenvereins untermalte den Weihegottesdienst feierlich. Pfarrer Hans-Michael Dinkel wies auf das Zusammentreffen des Weltlichen mit dem Göttlichen hin.
"Weiter geht's", hieß es dann am Sonntagmittag schon nach kurzer Zeit beim Abholen der Zechermahla, die von jedem Zecherbum persönlich unter den Klängen der Bläsergruppe des Volkstrachtenvereins musikalisch abgeholt wurden. Das "Öschda" drängte dann immer wieder schnell darauf zum nächsten Zechermahla zu marschieren. Schließlich wollte jedes Mahla seinem Einhalter noch ein bisschen die Verweilzeit versüßen.
Die Kirchweihgäste wurden derweilen von der Kindertanzgruppe des Volkstrachtenvereins unterhalten. Schließlich können hier schon die kleinsten Zecherinnen und Zecher zeigen, dass sie bereit sind, später selbst einmal als Einhalter die Kirchweih mit zu gestalten. "Wä hodd Kerwa, miä homm Kerwa!" schallte es dann durchs Dorf und jeder im Ort konnte hören, dass die Einhalter im Anmarsch waren. Als die Paare, angeführt von drei Kellnern, am Dorfplatz ankamen, wurden sie von der stattlichen Kulisse der Kirchweihgäste begrüßt. Dann kam der große Auftritt von Annalena und Felix. Souverän hießen sie alle Gäste mit ihrer Begrüßungsrede herzlich willkommen. Bürgermeister Rainer Detsch war des Lobes voll, "denn diese hervorragende Jugendarbeit spiegelt sich in der Öffentlichkeit und im Verein wider". Bei herrlichem Spätsommerwetter durften alle Kirchweihgäste zu den Klängen der Bläsergruppe zu einem Tänzchen auf den Plan tanzen bis die Füße weh taten. Mit dem Kirchweihtanz am Sonntagabend und den Kirchweihspielen am Montag sind weitere Höhepunkte der Kirchweih für das "Öschta" und alle anderen zu bewältigen. jbe
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