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Werkausschuss

Mehr Investitionen: höhere Gebühren?

Den Kronacher Räten wurden die Entwürfe der Wirtschaftspläne für 2016 und 2017 vorgestellt.
Auch im Bereich Abwasserentsorgung stehen 2017 größere Investitionen an. Symbolbild: Patrick Seeger/dpa
 
von KARL-HEINZ HOFMANN
Gleich zu Beginn der Sitzung des Werkausschusses der Stadt Kronach am Montag machte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) klar, dass die vorliegenden Wirtschaftspläne 2016 und 2017, besonders der für 2017 von hohen Investitionen geprägt sind: "Wir haben deshalb im Vorfeld der Werkausschusssitzung alles detailliert mit den Fraktionen abgesprochen um nicht in der Sitzung auf Überraschungen zu stoßen." Und die gute Vorbereitung machte sich bemerkbar, denn der kaufmännische Leiter der Stadtwerke Kronach, Dieter Baumann konnte das umfangreiche Zahlenwerk der Entwürfe der Wirtschaftspläne für 2016 und 2017 recht zügig vorstellen.
Kämmerer Wolfgang Günther ergänzte, dass die Ansätze der Erfolgspläne für die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung geprägt von strengen Vorgaben seien, die sich aus der Gebührenkalkulation für die Jahre 2014 bis 2017 ergäben. "Das Ergebnis der Jahresabrechnung 2015 zeigt dabei erstmals wieder eine leichte Erholung bei den kostenrechnenden Betrieben Wasser und Abwasser, allerdings bleibt die Situation weiter angespannt." Und der Kämmerer fügte noch hinzu, dass für alle Bereiche, gilt, dass sich durch Tariferhöhungen 2016 und 2017 Steigerungen bei den Personalkosten ergeben werden: "Es wird auch der Aufwand sowohl für den Bezug von Materialien als auch für Fremdleistungen weiter zunehmen. Die Investitionen in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wurden 2015 deutlich reduziert und liegen auch 2016 relativ niedrig. Daher sind für 2017 größere Investitionen vorgesehen." Im Detail: Im Bereich Wasser mit den Schwerpunkten Wassermischung Friesen, Wasserleitung Kreuzberg sowie Erneuerung der Hauptleitung Dörfles und im Bereich Abwasserentsorgung, wo die Anbindung der Pumpwerke, die Fremdwasserbeseitigung sowie die Erneuerung des Kanalnetzes im Mittelpunkt stehen. Zur Bewältigung der erheblichen Sanierungsanstrengungen 2017 sind für die Betriebszweige Wasser und Abwasser Darlehensaufnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro beziehungsweise 600 000 Euro eingeplant. Aufgrund dieser Investitionen werde sich am Kalkulations- beziehungsweise Gebührengefüge im Jahr 2017 etwas tun müssen.


Rückläufiger Wasserverbrauch

Markus Wich (CSU) schlug vor auch eine Ergänzungsabgabe in die Überlegungen einzubeziehen, außerdem sollte man wegen des rückläufigen Wasserverbrauchs offensiver das Stadtwasser verkaufen, etwa auch anderen Kommunen anbieten. Hauptamtsleiter Stefan Wicklein meinte: "Wir müssen das heute nicht diskutieren, dazu wird es 2017 genug Gelegenheit geben." Dieter Baumann führte zum Crana Mare aus, dass hier vorrangig Sanierungen der Innen- und Außenausstattung sowie 2017 zusätzlich Kosten für eine Entwicklungsplanung vorgesehen sind. Im Bauhof sind in erster Linie Ersatzbeschaffungen bei der Fahrzeug- und Geräteausstattung sowie ein Ansatz für einen Mehrgenerationenspielplatz eingeplant. Insgesamt wurden Investitionen für 2016 in Höhe von 990 000 Euro beziehungsweise 2017 für 3,16 Millionen Euro vorgeschlagen.
Nach Beratung wurde der Wirtschaftsplan der Stadtwerke Kronach mit den Betriebszweigen Wasserwerk, Parkdeck, Erlebnisbad Crana Mare, Entwässerung, Friedhof, Bauhof und Energie im Erfolgsplan 2016 mit Erträgen von 7,647 Millionen Euro bei Aufwendungen von 10,221 Millionen Euro und im Vermögensplan mit verfügbaren Mitteln von 2,071 Millionen Euro und benötigten Mitteln von 2,071 Millionen Euro aufgestellt.
Für 2017 wurden im Erfolgsplan Erträge mit 7,736 Millionen Euro, Aufwendungen von 10,912 Millionen Euro und im Vermögensplan verfügbare Mittel 4,177 Millionen Euro mit benötigten Mitteln von 4,177 Millionen Euro festgestellt. Die Gesamtbelastung der Stadt Kronach aus dem Wirtschaftsplan 2017 beträgt 4,973 Millionen Euro. Beide Wirtschaftsplanentwürfe fanden einstimmig Zustimmung des Gremiums.
Hans Simon (SPD) regte an darüber nachzudenken ob Personaleinsparung immer der richtige Weg sei, denn Fremdleistungen haben auch ihren Preis. Hans-Georg Simon (FW) wies darauf hin, dass man mehr über Einsparungen nachdenken sollte. Hauptamtsleiter Stefan Wicklein betonte: "Wir haben alle Stellschrauben angesetzt, um die Bürgerbelastung so gering wie möglich zu halten."
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