Marktgemeinderat

Lob für Fahrzeugpläne der Kommandantin

Nach der Konzeptvorstellung der Feuerwehr durch Kerstin May können nun Angebote eingeholt werden.
Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen. Wie geht es in naher Zukunft weiter? Foto: privat
 
von SUSANNE DEUERLING
Das Fahrzeugkonzept der Feuerwehr Steinwiesen und viele Informationen standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Marktgemeinderates.
Kommandantin Kerstin May von der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen stellte dem Gremium ein sinnvolles und machbares Konzept zur Neubeschaffung bzw. Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen vor. Das bisherige Fahrzeugkonzept mit Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 (Baujahr 1985), Rüstwagen RW 1 (1985), Löschfahrzeug LF 8/6 (1994) und Mehrzweckfahrzeug (2012) habe sich in den letzten Jahren bestens bewährt. Der Feuerwehr Steinwiesen kommt besonders seit Inbetriebnahme der ILS eine zentrale Rolle zu. Nicht nur im Markt Steinwiesen, sondern auch im gesamten Rodachtal und auch über die Landkreisgrenzen hinweg sei besonders das Tanklöschfahrzeug immer wieder im Einsatz. Auch im Bereich Technische Hilfeleistung steigen die Einsatzzahlen, das mache es notwendig, eine zukunftsorientierte Verbesserung zu erreichen.
Die Führungsmannschaft der Feuerwehr Steinwiesen hat sich deshalb Gedanken gemacht und empfiehlt, Ende 2017 mit der Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug LF 10 als Ersatz für das LF 8/6 zu beginnen, da dieses bereits mit über 30 000 Euro für Reparaturen belastet ist. Es wurde bereits ein Angebot der Firma Magirus eingeholt, um die Preisdimensionen abchecken zu können. Das mit einem 1200-Liter Wassertank ausgestattete Fahrzeug ist für eine komplette Gruppenbesatzung geeignet, das Fahrgestell ist frei wählbar, die komplette feuerwehrtechnische Beladung ist vorhanden und die Zusatzbeladung ist frei wählbar. Der Angebotspreis von Magirus liegt bei 250 000 Euro Der Zuschuss der Regierung würde 73 500 Euro betragen. Bei Abverkauf des LF 8/6, der Weitergabe von vier Dräger PA und dem Abverkauf der Ausrüstung sowie einer Spendensammlung würde der Eigenanteil für den Markt Steinwiesen bei etwa 139 500 Euro liegen. Natürlich müssten weitere Angebote eingeholt werden, hier könne man sich eventuell mit anderen Feuerwehren des Landkreises oder bayernweit abstimmen, die ebenfalls Ersatzbeschaffungen tätigen wollten, um dadurch bessere Preise zu erhalten. Mitte 2018 sollte dann die Auftragsvergabe erfolgen, Auslieferung 2019. Um total abgesichert und ausgerüstet zu sein, käme zusätzlich ein LF 10 mit Technische-Hilfeleistung- (THL) Ausstattung in Frage. Dies würde als Ersatzbeschaffung für den Rüstwagen ins Auge gefasst. Damit wären zwei LF 10 vorhanden, das eine mit Schwerpunkt auf Brandbekämpfung, das andere auf Technischer Hilfeleistung.
Die Ersatzbeschaffung für das TLF 16/25 mit Baujahr 1985 stünde laut Konzept bis 2025 an, was eine Ausschreibung bis 2020 betrifft. Hier würden die Prioritäten auf dem TLF 3000/4000 (mit 3000- bzw. 4000-Liter-Wassertank) gelegt. Laut Kommandantin Kerstin May wäre es auch eine Überlegung wert, den Landkreis Kronach bzw. den Freistaat von der Notwendigkeit zu überzeugen, ein Landkreis- bzw. Katastrophenfahrzeug in Steinwiesen in den Dienst zu stellen.


Wege der Finanzierung gesucht

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) sagte, dass in der Finanzplanung für 2019 bereits 300 000 Euro eingestellt seien, jedoch hänge alles davon ab, wie die Gemeinde finanziell gestellt sei. "Hauptsache, das Konzept steht, nun können wir Angebote einholen. Da das Konzept bereits mit der Kreisbrandinspektion abgesprochen ist, werden wir auch einen Zuschuss für überörtliche Einsätze beantragen", sagte Wunder. Richard Rauh (SPD) lobte das gute Konzept und meinte, dass es sicher noch Wege der Finanzierung gebe.
Kriminalstatistik: Steinwiesen ist eine der sichersten Landkreisgemeinden. Nur 2013 schlug eine Serie von nahezu 100 Warenbetrügereien eines Geschäftsmannes in Steinwiesen zu Buche. 2015 stieg die Zahl der "schweren Diebstähle" an, als von einem 21-jährigen Wohnungslosen in elf Fällen Gartenhäuser aufgebrochen wurden. Auch bei der Straßenkriminalität gibt es vergleichsweise wenige Fälle. Was auffällt, ist die hohe Anzahl von Nachbarschaftsstreitigkeiten mit Sachbeschädigungen 2013 und 2014. Die Zahl der aufgedeckten Rauschgiftdelikte bewegt sich im "normalen Bereich".
Einvernehmen für Bauanträge: Jürgen Feil und Jessica Deuerling-Feil (Steinwiesen, Erkeraufbau Tektur zu Wohnhausanbau, Balkonanbau); Vera und Jürgen Klein, Steinwiesen (Wintergarten); Ina Jonak (Steinwiesen, Bau einer Doppelgarage).


Splitter aus dem Marktgemeinderat


Zuschüsse Der Landkreis Kronach wurde als strukturschwacher Landkreis in das Dorferneuerungs- und Stadtumbauprogramm aufgenommen. Dies sichert 80 bis 90 Prozent Zuschüsse für neue Maßnahmen.

Urnenfeld In Nurn wurde vom Bauhof das Urnenfeld fertiggestellt und es wird nun begrünt und ein Kreuz aufgestellt.

Mühlweg
Verkehrssituation Mühlweg: Das Schreiben der Anwohner wurde vom Landratsamt geprüft und eine Stellungnahme abgegeben. Es müsse hier an die Vernunft der Anwohner appelliert werden. Es soll wenn möglich auf den eigenen Grundstücken geparkt oder die Mindestdurchfahrtsbreite eingehalten werden. Beim Schild "Sackgasse" wird noch ein Zusatz "keine Wendemöglichkeit" angebracht.

Halle Porzel Nach Anfragen wurde hierzu mit dem Landratsamt Rücksprache gehalten. Das Bauvorhaben hätte der Gemeinderat nicht verhindern können, die Abstandsflächen entsprechen der Gesetzeslage. Der Markt hat bezüglich der Gestaltung keine Möglichkeit, hierauf einzuwirken. Es wäre eine "Gestaltungssatzung" notwendig, die jedoch keiner will, da es sonst zu viele Beschränkungen geben würde.
Flößerplatz Am 30. September findet um 13.30 Uhr die Einweihung des neuen Flößerplatzes an der Rodach (ehemaliges Ficknbabelahaus) statt.

Vergütung für Wahlhelfer: Einstimmig wurde das "Erfrischungsgeld" für Wahlhelfer der Landratswahl am 25. September auf 25 Euro festgesetzt.

Birnbaum Bürgermeister Wunder stellte die überarbeiteten Pläne für die Dorferneuerung in Birnbaum mit dem Oberen Dorfplatz und der Kurzen Seite vor. Es wurden alle Anregungen der Bürger eingearbeitet. Nun soll schnellstens mit den Bürgern in Birnbaum eine Anhörung und Diskussion stattfinden.

Schlegelshaid Einstimmig war der Beschluss zur Vereinbarung über die Kostenbeteiligung der Teilnehmergemeinschaft Birnbaum-Schlegelshaid am Abbruch des Anwesens Schlegelshaid 22 und dem Neubau eines Gemeinschaftshauses. Der Eigenanteil des Marktes Steinwiesen beläuft sich auf 40 850 Euro.

Rathaus-Sanierung Bürgermeister Wunder stellte mehrere Möglichkeiten der Farbgestaltung für das Rathaus vor. Nicht nur farblich, sondern auch in der Kombination von bis zu drei Farbabgrenzungen, für die Stelen (Ecken), "Unterdachfarben" und Mauerfarben gebe es viele Möglichkeiten. Jedoch soll ein Farbton gewählt werden, der sich in das Ensemble um Rathaus- und Kirchplatz einfügt.

Bahnhof Peter Schmittnägel (SPD) regte an, den Außenbereich des Bahnhofes besser zu überwachen zwecks der Sauberhaltung. Außerdem fragte er zum wiederholten Male an, wie es mit einer besseren Ausleuchtung an der Bushaltestelle in Nurn aussieht. Wunder sicherte zu, eventuell den Kopf der bisherigen Lampe gegen eine helle LED-Lampe auszutauschen. sd
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