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Region  // Kronach

Nachhilfe

Lerntutoren am KZG: Schüler helfen Schülern

Am Kaspar-Zeuß-Gymnasium in Kronach gibt es seit fünf Jahren sogenannte Lerntutoren. Infranken.de hat sich das Konzept erklären lassen.
Louis Witzgall, Ahmet Avara und Julius Bülling (von links) sind froh, dass Lerntutor Nick Baier (hinten) ihnen im Fach Deutsch Nachhilfe gibt.  Foto: Lisa Kieslinger
 
von LISA KIESLINGER
Ahmet zeigt stolz seine letzte Arbeit in Deutsch. In der rechten oberen Ecke steht eine große Eins. "Ich hab' dank Nick eine Eins geschafft", sagt Ahmet und grinst seinen Lerntutor an. Seit diesem Schuljahr gibt Nick Baier als Lerntutor Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathe und Französisch. "Es ist ein lockeres Verhältnis. Wir lachen oder sprechen auch mal über andere Themen", sagt der 16-Jährige.

Doch im Vordergrund stehe die Nachhilfe in den verschiedenen Fächern. Der Großteil seiner Schützlinge freue sich auf die Stunden und arbeite mit großer Motivation mit.

So wie die Fünftklässler Louis Witzgall, Julius Bülling und Ahmet Avara. Punkt 12.40 Uhr sitzen sie mit aufgeschlagenen Heften und mit einem Stift in der Hand vor Nick im Klassenzimmer. Ungefähr sechs Wochen bekommen sie von Nick Deutsch-Nachhilfe. "Er hilft mir sehr, besonders wenn es um Fachbegriffe geht", sagt der zehnjährige Julius Bülling.


Fachliche Unterstützung fehlte

Vor fünf Jahren hat Gabriele Schwarz, Lehrerin am Kaspar-Zeuß-Gymnasium, dieses Fördersystem neu eingeführt. "Mir hat immer etwas gefehlt. Für die fünften und sechsten Klassen gibt es zwar Tutoren, aber die fachliche Unterstützung habe ich immer vermisst." Im Jahr vorher geht die Englisch- und Französischlehrerin durch die neunten, zehnten und elften Klassen und wirbt Lerntutoren an.

Wer Interesse hat, muss ein Formular ausfüllen, in dem seine Noten und seine Fächer stehen, in denen er Nachhilfe geben will.

Im Oktober schult die Lehrerin die neuen Lerntutoren. Fragen wie "Wie kann ich meinen Unterricht aufbauen?" oder "Wie schließe ich die Lücken am besten?" werden geklärt. "Die Lerntutoren sind dann sozusagen mini, mini, mini Referendare", sagt Schwarz und lacht. Aktuell geben 16 der über 600 Schüler des KZG Nachhilfe.
Auch die Schüler, die Unterstützung wollen, melden sich bei Gabriele Schwarz mit einem Formular an. "Meine Aufgabe ist es dann, die Schüler mit den Lerntutoren zusammenzubringen", sagt Schwarz. Dabei geht die Lehrerin nach den Fächerkombinationen und der angegebenen Zeit für die Nachhilfe.


Lerntutoren haben engeren Bezug

Im Laufe des Schuljahres werden es immer mehr Schüler, die an der Nachhilfe Interesse haben. "Besonders zu Zeiten von Schulaufgaben oder kurz nach den Zwischenzeugnisse gibt es wieder eine größere Nachfrage", erklärt Schwarz. Im letzten Schuljahr haben 33 Schüler aus verschiedenen Klassen das Angebot am KZG angenommen.

Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch und Latein sind dabei am meisten gefragt. "Wir Lehrer erklären oft zu verkopft und sachlich. Die Lerntutoren haben einen viel engeren Bezug zu den Kleineren", sagt Schwarz. Sie hatten bereits ähnliche Probleme mit dem Stoff und kennen die Macken der einzelnen Lehrern. "Diese Tipps und Tricks haben wir Lehrkräfte nicht auf dem Bildschirm."

Zudem werde die Hilfe der Lerntutoren meist auch besser angenommen als die von Lehrern. Manchmal komme es zu dem Problem, dass die Schüler den Lerntutor nur als Kumpel sehen und bei der Nachhilfe nicht auf ihn hören. Wenn so etwas vorkommt, greift Gabriele Schwarz ein. Doch das sei eine Ausnahme.


Auch die Lerntutoren profitieren

Doch nicht nur die Schüler profitieren von der Nachhilfe. "Die Lerntutoren selbst wiederholen den alten Stoff, was fürs Abitur eine gute Vorbereitung ist", meint Schwarz. Eine klassische Win-Win-Situation.

Ein bisschen Geld gibt es für die Nachhilfestunden auch. Für einen Schüler bekommen die Lerntutoren sechs Euro und für vier Schüler zwölf Euro - Einzelunterricht ist teurer als Nachhilfe in der Gruppe. Die Schüler beziehungsweise deren Eltern kommen für die Kosten selbst auf.
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