Bevölkerungsschwund

Kronach, Hof, Wunsiedel: Förderprogramm für Nordostfranken beschlossen

Die bayerische Regierung will den strukturschwachen Landkreisen Hof, Kronach und Wunsiedel in Oberfranken helfen.
Die Klavierfabrik in Kronach steht leer. Foto: Marco Meißner
 
von DPA
Die Staatsregierung will dem fortschreitenden Bevölkerungsschwund in einigen nordostbayerischen Landkreisen mit einer Aufwertung von Stadt- und Ortskernen entgegenwirken.

Ein entsprechendes Förderprogramm für die Kreise Hof, Kronach und Wunsiedel beschloss das Kabinett am Montag in München. Baumaßnahmen zu einer "Revitalisierung" von Ortskernen in diesen Kreisen sollen demnach künftig mit einheitlich 90 Prozent unterstützt werden - im Rahmen der normalen Programme zu Städtebauförderung oder Dorferneuerung sind es bislang 60 bis 80 Prozent.

Es handle sich um ein Pilotprojekt, sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) nach der Kabinettssitzung - dieses soll von 2017 bis 2020 laufen. Anschließend soll eine mögliche Ausweitung auf weitere Gebiete geprüft werden. Gefördert werden die Modernisierung und Instandhaltung leerstehender Gebäude, aber auch deren Abbruch.

"Mit dieser Maßnahme sagen wir der Strukturschwäche den Kampf an", erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Wir wollen Leerstand beseitigen und Innenstädte sowie Ortskerne aufwerten." Wer in den Baubestand investiere und die Attraktivität steigere, helfe zu vermeiden, dass die Menschen ihre Heimat verlassen, betonte er.
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