Kronach
Kunst

Krippenausstellung in St. Anna-Kapelle eröffnet

Zum 24. Mal stellt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in der Kapelle St. Anna in Kronach Weihnachtskrippen aus. Diesmal nehmen 16 Künstler daran teil.
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Die Krippen der 16 Aussteller sind ganz unterschiedlich. Stefan Bauer aus Wallenfels hat sich für eine klassisch-orientalische Darstellung entschieden.  Foto: Heike Schülein
Die Krippen der 16 Aussteller sind ganz unterschiedlich. Stefan Bauer aus Wallenfels hat sich für eine klassisch-orientalische Darstellung entschieden. Foto: Heike Schülein
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Das Jesuskind liegt in der Krippe, dahinter stehen Maria und Josef - in ganz unterschiedlicher Art und Weise stellen die derzeit in der St.-Anna-Kapelle zu sehenden Eigenkreationen die Geburt Jesu dar. Im Zentrum: Der "Stall von Bethlehem" als Herberge für die Heilige Familie, umgesetzt in sorgfältiger Handarbeit - mal traditionell, mal innovativ, aber immer mit viel Liebe zum Detail.

Zum 24. Mal stellt die "Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Kronach" (KEB) an den Advents-Wochenenden Krippen in der St. Anna-Kapelle aus.

Die Krippenausstellung gibt es aber sogar noch länger. Erstmals fand sie 1988 - damals noch in der Rathaus-Galerie - statt, wie KEB-Vorsitzender Heinz Hausmann bei der Eröffnung am Samstag sagte. Hierzu konnte er, neben den Ausstellern, zahlreiche Ehrengäste - insbesondere aus der Politik, kirchlichen Gremien sowie Sozialverbänden - willkommen heißen. "Die Ausstellung gehört einfach zur Adventszeit und zum Weihnachtsmarkt in Kronach", sagte Hausmann. Bereits im ersten Jahr habe sie über 5500 Besucher zu verzeichnen gehabt - und der Andrang hat seitdem nicht nachgelassen. In den Jahren nach der Grenzöffnung konnte man angeblich sogar 10 000 Besucher zählen.

Dialog der Religionen

Mit der Ausstellung wolle man einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen zu Ruhe kommen könnten, so Hausmann. Die Krippen verkündeten die Geburt Christi vor über 2000 Jahren und somit den Frieden. Sie leisteten einen Beitrag zum Dialog der Religionen. "Für eine Krippe sollte in jedem Haus Platz sein", appellierte der KEB-Vorsitzende. Größte Anerkennung zollte er Siegfried Götz-Herr und dessen Familie, Gerhard Schmidt sowie Siegfried Schneider für die zeit- und arbeitsaufwändige Vorbereitung der Ausstellung.

Regionaldekan Thomas Teuchgräber hatte eine Mini-Krippe in einer Nussschale dabei, die von einem Bastler aus Nürnberg geschaffen wurde. Die kleine Krippe hatte er von diesem als Abschiedsgeschenk nach seiner zweiten Kaplanstelle in Nürnberg erhalten. "Es ist nicht wichtig, wie groß eine Krippe ist", meinte Teuchgräber. Es gehe darum, wie sehr sie das Herz des Betrachters öffne. Wenn man Krippen nur nach äußerlichen Gesichtspunkten sehe, seien sie Kultur. Wenn man dabei das Herz aufmache, würden sie zur Herzensangelegenheit, Lebensbegleitung und Stütze.

Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann bedankte sich bei allen Initiatoren und Ausstellern. Seit nunmehr 27 Jahren bereicherten diese die Adventszeit in Kronach. Die Krippen erinnerten heuer insbesondere an die aktuelle Flüchtlingsproblematik. Dem schloss sich stellvertretender Landrat Gerhard Wunder an, der sich offene Herzen bei der Aufnahme von Fremden wünschte.

Am Wochenende von 14 bis 19 Uhr

Auch Organisator Siegfried Götz-Herr dankte den Ausstellern. Für die Umrahmung der Veranstaltung sorgte der Rosenberg-Kindergarten, der seit vielen Jahren auch den Weihnachtsbaum in der Kapelle schmückt, mit Weihnachtsliedern. Die Ausstellung ist an den Samstagen und Sonntagen von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Die Aussteller sind: Gabriele Alka (Marktrodach), Gerd Bärschneider (Kronach), Stefan Bauer (Wallenfels), Udo Baumann (Oberlangenstadt), Luca Biesenecker (Kronach), Siegfried Götz-Herr (Schmölz), Erich Groh (Neuses), Ludwig Hummel (Lahm), Lukas Löffler (Theisenort), Erich Rudolf (Seelabach), Gerhard Schmidt (Schmölz), Alfred Schmitt (Zeyern), Siegfried Schneider (Kronach), Rudi Schwarz (Haßlach), Heinrich Stärker (Ebersdorf), Michael Vogler (Nurn). hs
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