Tschirn
Übung

Großübung in Tschirn: Hilfskräfte sind für Ernstfall gerüstet

Bei der Firma Dr. Schneider in Tschirn probten die Rettungskräfte für einen Einsatz bei einem kunststoffverarbeitenden Betrieb.
Artikel einbetten Artikel drucken
Hochbetrieb herrschte bei der Übung in Tschirn auf dem Gelände der Firma Dr. Schneider. Foto: Michael Wunder
Hochbetrieb herrschte bei der Übung in Tschirn auf dem Gelände der Firma Dr. Schneider. Foto: Michael Wunder
+9 Bilder
Dieses Szenario möchte niemand in Wirklichkeit erleben: Großbrand bei Dr. Schneider in Tschirn. Es stehen Teile des Werks in Flammen. Dicke Rauschwaden, Verletzte, gefährliche Emissionen. Einsatzkräfte sämtlicher Hilfsorganisationen haben, wohin man schaut, alle Hände voll zu tun.

"Wir sind sehr froh, dass das nur eine Übung ist. Dies macht aber eindrucksvoll klar, wie wichtig eine funktionierende Katastrophenvorsorge ist", sagt Gesellschafterin Annette Schneider, die bei der Übung vor Ort ist. Sie ist beeindruckt von der Leistung der Hilfskräfte und zollt den Männern und Frauen aller beteiligten Organisationen großen Respekt.


Starke Einsatzkräfte

Die Großübung mit zwölf Feuerwehren wurde vom örtlichen Kommandanten Harald Schnappauf, der gleichzeitig als Kreisbrandinspektor tätig ist, vorbereitet und koordiniert. Mit einer starken Mannschaft sind auch das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk vor Ort, so dass der Katastrophenfall komplett abgearbeitet werden kann. Das umfasst auch die Aktivierung der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Kronach und aller Systeme, die bei einem solch großen Schadensfall anlaufen würde.

"Wir sind der Firma Dr. Schneider sehr dankbar, dass eine derartige Großübung auf dem Werksgelände stattfinden kann", sagt der Kommandant und örtliche Einsatzleiter Harald Schnappauf. Denn gerade bei einem Kunststoff verarbeitenden Unternehmen sei die Handhabung der Brandfolgen - etwa giftige Emissionen - eine besondere Herausforderung. Auch mussten auf Grund des hohen Wasserverbrauchs lange Schlauchleitungen bis in die Ortschaft hinein verlegt werden.


Wichtige Erkenntnisse

Doch auch die Firma Dr. Schneider profitiert von der Übung. "Es ist natürlich für uns gut, zu wissen, dass im Falle eines Unglücks unsere Systeme funktionieren und alle Beteiligten schnell im Bilde sind, welche besonderen Herausforderungen hier auf die Einsatzkräfte warten", sagt Klaus Fröba, der Leiter des Werks in Tschirn. Er verfolgt ebenfalls gespannt, wie die Feuerwehren mit den anderen Hilfsorganisationen koordiniert an den Übungsfall herangehen und die Mitarbeiter als auch die "Verletzten" aus dem Werk holen.

Neben einer großen Zahl an Einsatzfahrzeugen aller Hilfsorganisationen waren auch die Drehleiter der Ludwigsstädter Feuerwehr sowie das heuer neu angeschaffte Feuerwehrauto der Tschirner Wehr, dessen Anschaffung die Firma großzügig unterstützt hatte, im Einsatz. Von der Schlagkraft der Wehren überzeugten sich Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, Bürgermeister Peter Klinger und Pfarrer Joachim Lindner.


Die beteiligten Helfer

An der Großübung in Tschirn waren die Feuerwehren aus Tschirn, Teuschnitz, Nordhalben, Effelter, Lahm, Hesselbach, Rappoltengrün, Ludwigsstadt (Drehleiter), Steinbach am Wald (ÖEL), Reichenbach, Birnbaum, Wilhelmsthal (Gebietsabsicherung) beteiligt. Darüber hinaus waren das Verbindungskommando des Technischen Hilfswerks und das BRK (mit Vollalarm der SEG) beteiligt.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren