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Auszeichnung

Goldene Ehrennadel für Orchester Holger Mück

Das Orchester Holger Mück erhält eine hohe Auszeichnung vom Bund der Eghalanda Gmoin.
Holger Mück und seine Musikanten erhalten aus den Händen von Heinz Neuerer die Ehrenurkunde vom Bund der Eghalanda Gmoin in Anerkennung sowie für langjährige Treue und die besonderen Verdienste um den Erhalt und die Pflege des Eghalanda Kulturgutes. Von links Siegmund Keim, Andreas Krempel, Heinz Neuerer, Hubert Klug, Holger Mück, Roberto Kämpf. Foto: K.- H. Hofmann
 
von KARL-HEINZ HOFMANN
Aufgrund seiner Verdienste um den Erhalt der Egerländer Tradition, des Brauchtums und des Egerländer Kultur- und Liedgutes und in Anerkennung für langjährige Treue wurde dem Orchester Holger Mück die goldene Ehrennadel und Urkunde des Bundes der Eghalanda Gmoin, verliehen.
Kein geringerer als der langjährige Vorsitzende der Egerländer Gmoin Kronach, Heinz Neuerer, überreichte Urkunde und Ehrennadel an eine kleine Abordnung des Orchesters und vor allem an Orchestergründer und Leiter Holger Mück. Ihm war es ein Herzensanliegen, dieses Orchester im Namen von 56 Egerländer Gmoin in Bayern ehren zu dürfen. Neuerer war es, der vor Gründung des Orchesters im Jahr 2004 für die Anfertigung der Original Egerländer Trachten von einer Münchner Schneiderei sorgte. Es dauerte einige Monate bis, aufgrund der Vermittlung und des Einsatzes von Heinz Neuerer eine entsprechende Genehmigung für das Orchester zum Tragen der Tracht erteilt wurde.

Heinz Neuerer: "Ihr spielt genau die Musik, die uns Egerländer Gmoin ins Herz geht und deren Melodien und Lieder Balsam für unsere Seelen sind. Mit eurer Musik bringt ihr ein Stück unseres Heimat-Brauchtums und Identität nach Kronach und bereitet mit den Egerländer Klängen viel Freude. Damit tragt ihr in erheblichem Maße zum Erhalt unserer musikalischen Kultur bei und stellt eure Lieder auf Tourneen in ganz Deutschland und in Rundfunk und Fernsehen vor". Dabei blickte Neuerer zurück und erzählte den jungen Musikern: "In der "Egerländer (Eghalanda) Gmoi haben sich Menschen vereint, die in den Folgen des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat (meist Egerland und Böhmerwald) vertrieben wurden. Sie mussten Haus und Hof, Hab und Gut zurücklassen und wurden mit Nichts, außer dem, was sie am Körper und in der Hand tragen konnten, in eine Ungewissheit geschickt".


Gründungsmitglied Heinz Neuerer

Heinz Neuerer aus Unterrodach führte die Egerländer Gmoi über ein Vierteljahrhundert als "Vüarstäiha" und ist Gründungsmitglied der Egerländer Gmoi in Kronach. Er war auch viele Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberfränkischer Egerländer Gmoin. Daher setzte er sich besonders dafür ein, dass dem OHM die hohe Auszeichnung der Egerländer Gmoin erteilt wurde. Wie kein anderer im Landkreis setzte sich der heute 83-jährige Neuerer in den vergangenen sechs Jahrzehnten für die Belange der Egerländer ein, hob 15 Ortsgruppen mit aus der Taufe und war 1959 Gründungsmitglied der Egerländer Gmoi Kronach. Auch 1954 war er schon bei der Errichtung des Ehrenmales im Wald hinter der Festung Rosenberg dabei. Für Orchesterleiter Holger Mück war es eine große Ehre und Freude, diese Auszeichnung mit seinem Orchester entgegennehmen zu können.
Das Orchester ist mit Konzerten im gesamten Bundesgebiet unterwegs und freut sich über zunehmenden Zuspruch und eine mittlerweile stattliche Fangemeinde.

Schade nur, so Mück, dass zum Beispiel die kommunale Politik wenig Interesse an der Arbeit und dem Wirken des Orchesters zeigt, welches in rund 35 jährlichen Konzerten die Landkreise Sonneberg und Kronach bis an die Ostsee repräsentiert. "Obwohl wir uns doch regelmäßig - gerade im Landkreis Kronach - in den Dienst einer guten Sache gestellt haben, zum Beispiel bei Benefizauftritten für 1000 Herzen für Kronach. Umso mehr freut uns diese außerordentlich hohe Auszeichnung durch den Befürworter Heinz Neuerer", so Holger Mück in seinen Dankworten.

Während das Orchester Holger Mück zur Gründung im Jahr 2004 aus Musikern aus Oberfranken und Südthüringen bestand, kommen die Orchestermitglieder heute aus Ober- Mittel- und Unterfranken, Thüringen, Oberpfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen, und sogar aus Allgäu.
Sie können auf fünf CDs, viele Fernsehauftritte in der Wernesgrüner Musikanteschenke zurückblicken und sind regelmäßig im Radio zu hören. Orchestergründer- und Leiter Holger Mück ist zudem Dozent für böhmische Workshops in Deutschland, Holland und Österreich, Autor des Buches "Böhmisch mit Herz" (Co-Autor Alexander Pfluger) und hat mehrere Eigenkompositionen geschrieben. So unter anderem auch die Finkensteiner-Polka als Hommage an den Finkenstein, ein steinerner Zeitzeuge deutscher Nachkriegsgeschichte, der in der Nähe von Schauberg steht. Inzwischen zählt das Repertoire schon an die 20 Kompositionen aus der Feder von Holger Mück.

Die nächsten Termine: 22. Oktober in Ilmenau, Festhalle, 23. Oktober, Stendal, Schwarzer Adler, 31. Oktober, Zwickau Ballhaus "Neue Welt", 6. November Löbau Messehalle, 19. November, Hildburghausen Theater. eh
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