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Region  // Kronach

Auszeichnung

Frankenwald zum "Wald des Jahres 2017" gekürt

Am Freitag wurde der Titel "Waldgebiet des Jahres 2017" an den Frankenwald verliehen. Im "Feststoudl Neufang" wurde die Arbeit der Forstleute gewürdigt.
Unter dem Motto "Frankenwald verbindet" wurde das Gebiet als "Wald des Jahres 2017" ausgezeichnet.  Fotos: Ronald Heck
 
von RONALD HECK
"Meine Vision ist ganz einfach: Der Wald wird in der Gesellschaft und in der öffentlichen Wahrnehmung den Stellenwert erreichen, den er wirklich hat", sagte Peter Hagemann. Der Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen hat gerade stellvertretend für den Frankenwald die die Auszeichnung "Waldgebiet des Jahres 2017" entgegengenommen.


Nachhaltige Forstarbeit

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat am Freitag im "Feststoudl" in Neufang das Waldgebiet offiziell gekürt. Damit soll die nachhaltige Arbeit der Forstmänner und -frauen im Frankenwald gewürdigt werden. Es ist das erste Waldgebiet in Bayern, das die Auszeichnung erhält.

"Der Frankenwald ist deshalb Vorzeigegebiet, weil es hier ein miteinander gibt", erklärte Bernd Lauterbach vom BDF Bayern. Das Motto lautete "Frankenwald verbindet". Der Wald verbinde die Freistaaten Bayern und Thüringen, sowie Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus in vorbildlicher Art und Weise, erläuterte er.


Lebenslinie statt Todesstreifen

Das Waldgebiet befindet sich im Norden Bayerns und Südosten Thüringens und verbindet durch das "Grüne Band" die beiden Freistaaten, die lange getrennt waren. "Aus dem Todesstreifen ist eine Lebenslinie geworden", betonte Landrat Klaus Löffler (CSU).

Der bayerische Forstminister Helmut Brunner (CSU) ist nicht nach Neufang kommen, weil er gerade in Russland ist. Georg Windisch, der Leiter der bayerischen Fortsverwaltung, vertrat ihn und merkte scherzhaft an: "Wenn ich dem Minister Brunner von diesem Ereignis in Neufang erzähle, wird er aber schwer ins Grübeln kommen, wo der bessere Ort heute war." Er beglückwünschte vor allem die Förster und Försterinnen und betonte, dass sie die "Gesichter einer Forstverwaltung" sind.


Fichte ist Baum des Jahres

Windisch wies daraufhin, dass 2017 die Fichte der Baum des Jahres ist. Im Frankenwald ist die Fichte die verbreitetste Baumsorte. "Das passt zusammen", so Windsch. In Zeiten des Klimawandels hat die Fichte aber zunehmend Probleme. Sie ist anfällig für Wärme und Trockenheit und dem resultierenden Borkenbefall. Sie brauche "starke Partner" wie die Buche und die Tanne, sagte Olaf Schmidt. Der Präsident der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft plädiert deshalb für einen Mischwald aus diesen drei Sorten.


Geschichte und Tradition

Er stellte vor, wie sich der Frankenwald gewandelt hat: Ursprünglich hauptsächlich ein Buchenwald, wurde er seit etwa 1000 nach Christus besiedelt. Die Flößerei spielte seit 1300 eine immer größere Rolle. Dabei wurde das flößbare Tannenholz bevorzugt. Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Tanne wegen Kahlschlagwirtschaft und Luftverschmutzung zurück.


Diskussionen, Theater und Musik

Auf dem Podium des "Feststoudls" gab es außerdem Diskussionsrunden, ein Stück der Theaterkids Ludwigstadt und Lieder der Marienrother St.-Georgssänger. Peter Hagemann dankte allen, die mit dem Frankenwald zu tun haben und erklärte:"Das Netzwerk Frankenwald hat diesen Preis erarbeitet. Wir haben Großes geschaffen."


Hintergründe und Zahlen

Frankenwald Das Gebiet hat eine Fläche von 100 000 Hektar, rund die Hälfte ist bewaldet. 78 Prozent sind Fichte, 12 Prozent Buche, 2 Prozent Tanne und 8 Prozente andere Arten.

Forstwirtschaft Etwa 60% sind in Privatbesitz, 20 000 Hektar sind Staatswald. Er ist Einkommensquelle für Waldbesitzer, Industrie und Handwerk.

Naturpark Der Frankenwald ist Naturpark und zertifiziertes Wandergebiet mit rund 4 200 Kilometer markierten Wanderwegen. Außerdem ist er Rückzugsgebiet seltener Tierarten. Zum Beispiel kehrten der Schwarzstorch und die Wildkatze zurück.

BDF Der Bund Deutscher Forstleute ist die forstpolitische, berufsständische und gewerkschaftliche Vertretung der Forstleute und Angestellten in Wäldern. Der BDF besteht seit 1949 und hat heute etwa 10 000 Mitglieder.
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