Tschirn
Neuausrichtung

Eine "gute Prise" gehört in Tschirn dazu

Der Schnupfverein Tschirn hat eine neue Führungsmannschaft gewählt und will seine Aktivitäten weiter ausbauen. Seit der Jahresversammlung steht Elke Sander-Rosenbaum als Vorsitzende an der Spitze des 54 Jahre alten Vereins. Ihr Stellvertreter ist Gerhard Barnickel.
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Sie wollen die gute alte Prise Schnupftabak wieder einführen (von rechts: Ehrenvorsitzender Josef Stark, die neue Vorsitzende Elke Sander-Rosenbaum, Zweiter Vorsitzender Gerhard Barnickel und Schatzmeisterin Sandra Pfeufer.  Foto: Michael Wunder
Sie wollen die gute alte Prise Schnupftabak wieder einführen (von rechts: Ehrenvorsitzender Josef Stark, die neue Vorsitzende Elke Sander-Rosenbaum, Zweiter Vorsitzender Gerhard Barnickel und Schatzmeisterin Sandra Pfeufer. Foto: Michael Wunder
Von Anfang an dabei ist Josef Stark. Der 88-jährige, der über 20 Jahre als Vorsitzender agierte, kann sich noch gut an die Vereinsgründung erinnern. "Auch wenn das Schnupfen mittlerweile in den Hintergrund geraten ist, so muss der Name Schnupfverein unbedingt bleiben", meinte Stark.

Er erzählte auch über die Wettkämpfe. "Beim Wettschnupfen war nicht nur die Menge, sondern auch die Sauberkeit ein Kriterium. Bei den Treffen standen immer große Schnupftabakdosen direkt vom Hersteller auf den Tischen", erinnerte Stark an die "guten alten Schnupferzeiten".

In den 60er Jahren nahm man auch an der bayerischen Schnupfmeisterschaft teil. Die gängigste Marke sei der Schmalzler gewesen, den haben sich damals fast alle in die Nase gestopft. Es gab sogar ein Schnupferlied, das zu bestimmten Anlässen gemeinsam gesungen wurde.

Elke Sander-Rosenbaum ergänzte, dass es mittlerweile ziemlich viele verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Aromen gibt. Bei den Frauen komme auch der weiße Schnupftabak mit Traubenzucker - der auch nicht so scharf ist - recht gut an.

"Wir haben eine super Führungsmannschaft und halten die Frauenquote", meinte die neue Vorsitzende. "Wir sind alles keine Dauerschnupfer, aber eine Priese bei den Treffen gehört zur Tradition. Das wird wieder eingeführt, wir müssen die Tradition wieder aufleben lassen", meinte die neue Kassenführerin Sandra Pfeufer.

Der Schnupfverein Tschirn wurde im Jahr 1961 von elf Mitgliedern aus der Taufe gehoben und hat derzeit 92 Vereinsmitglieder. Er ist einer von neun Vereinen in Tschirn und entwickelte sich vom ehemaligen Schnupfverein zum Geselligkeitsverein, will aber unbedingt seinen Namen Schnupfverein behalten. Auch wenn die Geselligkeit nunmehr im Vordergrund steht, ist es weiterhin das Ziel, die Tradition des Schnupfens aufrecht zu erhalten.

Der Schnupfverein hat eine neue Führungsmannschaft. Besonders stolz ist die neu Vorsitzende Elke Sander-Rosenbaum darauf, dass der Vorstand zur Hälfte aus Frauen besteht. Gewählt wurden: Erste Vorsitzende Elke Sander-Rosenbaum, Zweite Vorsitzender Gerhard Barnickel, Kassier Sandra Pfeufer, Schriftführer Gerhard Scherbel, Beisitzer: Larissa Dietz, Christiane Dietz, Marina Dietz, Ehrenmitglied Josef Stark, Mario Rosenbaum und Hans Werner Heller.



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