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Region  // Kronach

Theater

Ein Denkzettel für den Bürgermeister

Die Theatergruppe "Die Gezwungenen" erfreute mit dem Lustspiel "Zwei Bürgermeister für ein Halleluja". Die begeisterten Zuschauer lachten Tränen.
Voodoo-Priester Tom (Lukas Engelhardt), Wahrsagerin Paula (Linda Haase), Bürgermeister Reiner (Daniel Eidelloth, vorne), Hausmeister Klaus (Alexander Hoderlein), Bischof Josef (Tobias Novotny), Haushälterin Maria (Claudia Beitzinger) und Hilde (Veronika Appel).  Fotos: Heike Schülein
 
von HEIKE SCHÜLEIN
Der Lahmer Bürgermeister Reiner (Daniel Eidelloth) ist ein "Brötzel-Hannes" wie er im Buche steht - in seinem Job wie auch zuhause. Natürlich hat er mal wieder den Hochzeitstag vergessen. Das aufreizende gelbe Negligé seiner Ehefrau Hilde (Veronika Appel) erinnert ihn lediglich daran, dass die gelben Säcke noch an die Straße gestellt werden müssen.
Nach Smog-Alarm im Schlafzimmer - "dicka Luft und ka Verkehr" - hat Hilde endgültig die Nase voll und setzt ihren Göttergatten vor die Tür. In seiner Not muss dieser in seinem Rathausbüro nächtigen. Dort hat er am Montagmorgen nichts Besseres zu tun, als seine tüchtige Sekretärin Regina und Hausmeister Klausi herum zu scheuchen.


Große Aufregung

Immer müssen die beiden für ihn herhalten - ob sich nun die ständig nörgelnde Paula mal wieder über Gott und die Welt beschwert oder der trottelige - "Traritrara, die Post ist da" - Postbote Tom jeden Brief "aanzeln" austrägt. Zu allem Überfluss steht auch noch die Einweihung des neuen Rathausbüros an, wozu sich der Weihbischof Josef - "a frühere Neuaboche" - höchstpersönlich samt Haushälterin Maria angekündigt hat.
Die Aufregung ist groß. Anlässlich des hohen Besuchs soll noch schnell ein größeres Kreuz aufgehängt werden. Vor lauter "Daabheit" kommt es, wie es kommen muss: Der Bürgermeister fällt von der Leiter und ist kurz bewusstlos. Regina, Hilde und Klausi nutzen diese Gelegenheit für einen Denkzettel der besonderen Art. Als Reiner wieder zu sich kommt, ignorieren sie ihn und lassen ihn im Glauben, er sei gestorben. Mächtig was los war am Freitag- und Samstagabend im Lahmer Jugendheim bei den beiden ersten Aufführungen des Lustspiels "Zwei Bürgermeister für ein Halleluja". Die Theatergruppe "Die Gezwungenen" kann heuer bereits ein kleines Jubiläum feiern, erfreut diese doch bereits im fünften Jahr in Folge ihr Publikum mit einem turbulenten "Stückla" voller Irrungen und Wirrungen. Die Erlöse fließen - auch das hat Tradition - wieder in die Ortsteile der Gemeinde zurück. So wurden bislang die Spielplätze in Hesselbach und Lahm sowie die Belange der Jugend unterstützt. Auch heuer waren alle vier Aufführungen in Windeseile ausverkauft.
Belohnt wurden die Zuschauer für ihr Kommen von den wieder einmal glänzend aufgelegten Darstellern, darunter auch einige neue Mimen, mit einem höchst vergnüglichen, unbeschwerten Abend. Dargeboten in der "Loohme Sprouch", mit jeder Menge Situationskomik und Lokalkolorit natürlich "rein zufälliger" Art, kam der Dreiakter von Carsten Schreier glänzend beim Publikum an, deren Lachmuskeln Schwerstarbeit zu verrichten hatten.


Vermeintlicher Engel

Es war aber auch zu köstlich, wie der geläuterte Bürgermeister als vermeintlicher Engel mit angeklebten Flügeln im Büro herumirrt und hilflos dem seinen Lauf nehmenden Chaos zuschauen muss. Hausmeister Klausi übernimmt das Bürgermeisteramt und will sich auch der "Witwe" Hilde in allen anderen "Lebenssituationen" annehmen. Im ganzen Trubel verwechselt das neue Gemeindeoberhaupt auch noch den Bischof und seine Haushälterin Maria mit einem heiratswilligen Pärchen, das sich vorher per Post angemeldet hatte. In seiner Not hat Reiner nur einen Wunsch: Er will zurück in das Reich der Lebenden. Schafft er das? Nehmen ihn seine Mitmenschen wieder auf? Wird er am Ende gar ein umgänglicher, freundlicher Mensch? und Welche Rollen spielen dabei die geheimnisvolle Wahrsagerin Madame Paulanski mit ihrer allwissenden Glaskugel und der afrikanische Voodoo-Priester "Tombuktu"? Das alles wird an dieser Stelle noch nicht verraten, um den Zuschauern für die Aufführungen am kommenden Wochenende nicht die Spannung zu verderben. Es sind leider keine Karten mehr erhältlich.


Darsteller


Reiner (Bürgermeister): Daniel Eidelloth; Hilde (Frau des Bürgermeisters): Veronika Appel; Klaus (Hausmeister): Alexander Hoderlein; Regina (Sekretärin des Bürgermeisters): Bianca Schönmüller; Paula (Tratschtante): Linda Haase, Tom (Briefträger); Lukas Engelhardt, Bischof Josef: Tobias Novotny; Maria (Haushälterin des Bischofs): Claudia Beitzinger. hs
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