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Ausstellung

"Bittere Schokolade" in Kronach

Im Rahmen der Schau "Glänzende Aussichten" im Pfarrzentrum St. Johannes war Ute Fischer-Petersohn vom Weltladen "Karibu" zu Gast.
Ute Fischer-Petersohn (r.) vom Weltladen "Karibu" beleuchtete im Pfarrzentrum St. Johannes die Hintergründe des fairen und unfairen Handels. Foto: privat
 
An dem Abend wurde unter anderem eine - bereits auf 3Sat gelaufene - Reportage mit dem Titel "Bittere Schokolade" gezeigt. Doch was ist an Schokolade bitter? Nicht nur die Schokobohnen schmecken bitter - erst nach der "Verfeinerung" wird die Schokolade zu dem Genussmittel, sondern - so Fischer-Petersohn - die Bedingungen sind es, unter denen die Bohnen auf den Plantagen angebaut und geerntet werden. In der Zeit der Ernte - drei bis vier Mal im Jahr - arbeiten die Pflückerinnen an sieben Tagen in der Woche und das täglich zehn bis zwölf Stunden. Auch Kinder werden dazu eingesetzt, weil sie billiger sind. "Wo immer du sparen kannst, tust du es", gibt ein Aufseher offen zu. Die großen Konzerne aus den Industrieländern, die oft auch "Eigentümer" der Anbaugebiete sind, machen auf Kosten der Einheimischen satte Gewinne. Bitter!
Über diesen unfairen Handel aufzuklären, fairen Handel zu ermöglichen und zu fördern, ist das Ziel des "Fair Trade" weltweit. Ute Fischer-Petersohn zeigte die Prinzipien des fairen Handels auf: Unter anderem bekommen Hersteller von Waren einen fairen Preis - Einnahmen höher als Ausgaben. Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit nicht schädigen, sind garantiert. Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten, die Faire-Trade Prämie wird eingesetzt für die Ausbildung.
Arbeitsrechte sind fest verankert, zur Bildung von Genossenschaften und zum ökologischen Anbau wird geraten und der Weg geebnet. Die Referentin wies auf die Weltläden hin und auf das Bündnis Gütesiegel "Faire Stadt", das erst vor kurzem mit der Stadt Kronach verlängert wurde. Sie ermutigte die Runde, sich bei Veranstaltern von Festen zum Beispiel für den Kauf von Fairem Kaffee und Tee einzusetzen, immer verbunden mit der Information.


"Schmutzige Schokolade"

Im Anschluss verdeutlichte ein weiterer kurzer - im ZDF-Auslandsjournal gelaufener - Filmbericht mit dem Titel "Schmutzige Schokolade, wie sich die Großkonzerne und die EU die Hände "beschmutzen". Der Sprecher des Verbandes der Deutschen Süßwarenindustrie gab zum Besten, dass in einigen Ländern die Verhältnisse ungerecht seien und man darauf keinen großen Einfluss habe. Auch das mit Afrika geschlossen Handelsabkommen Epa weist eine große Lücke auf, nämlich die Verankerung von Menschrechtsklauseln. Eine anregende Diskussion folgte dem Vortrag und man war sich einig in der Unterstützung des "Fair Trade", wenngleich es "unseren Geldbeutel belastet". So machte ein Teilnehmer einen konkreten Vorschlag: " Es wäre doch schon ein Schritt, statt zwei Tafeln billiger Schokolade pro Woche eine Tafel aus dem Fairen Handel zu kaufen!" Kulinarisch und alles andere als bitter ging der Abend zu Ende. Es wurde mit Hilfe der Jugendlichen ein Brotaufstrich mit Schokolade und Kokosöl hergestellt und gekostet. Gemeindereferent Martin Förtsch bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Kommen und besonders bei Ute Fischer-Petersohn für ihren informativen Vortrag. Er wies auf weitere Veranstaltungen im Laufe der Woche hin: Am 2. Dezember um 19 Uhr machen sich Ulrike Mahr und Lars Hofmann Gedanken in Bildern und Texten mit dem Titel "Ach du schöne Welt" und am 3. Dezember um 19.30 Uhr widmet sich Greenpeace dem Thema "Leben ist Plastik". Die Ausstellung hat am 2. Adventswochenende zum letzten Mal geöffnet: Freitag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr am Sonntag zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr und eine halbe Stunde vor und nach den Veranstaltungen. red
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