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Region  // Kronach

Vorhaben

Landtagsabgeordneter bringt Frankenwald als möglichen Nationalpark ins Spiel

Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) macht sich für einen Nationalpark im Frankenwald stark. Nun gibt es bereits erste Reaktionen aus München.
Der Frankenwald bietet unglaublich viele Trailstrecken. Nun macht sich Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU) für einen Nationalpark im Frankenwald stark. Foto: Archiv/Naturpark Frankenwald/M.Teuber
 
von MARCO MEIßNER DPA
Der Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner hat die Staatsregierung gebeten, den Frankenwald als möglichen dritten Nationalpark Bayerns zu untersuchen, in die engere Auswahl zu ziehen und in ein Dialogverfahren mit der Region zu einzutreten.
Nun gibt es laut der Nachrichtenagentur dpa bereits erste Reaktionen aus München: "Ich freue mich über dieses positive Signal aus der Region", sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Donnerstag in München. Ein Nationalpark wäre eine große Chance für die Region. Scharf kündigte an, "möglichst bald" den Frankenwald besuchen zu wollen. Der Frankenwald ist rund 925 Quadratkilometer groß.


Warum der Frankenwald?

"Die Region im Frankenwald hat im Kern vier ausgeprägte Kompetenzen: eine wunderschöne und wertvolle Natur, eine äußerst innovative Industrie, starke mittelständische Unternehmen sowie engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", sagte der Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner (CSU). Eine mögliche Nationalparkkulisse Frankenwald wäre Teil des Naturraums "Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge" und würde grenznah zu Thüringen liegen.

Das Gebiet Frankenwald ist nach Angaben des Ministeriums naturschutzfachlich charakterisiert durch störungsarme und wenig zerschnittene große Waldgebiete. Naturschutzgebiete, Naturwaldreservate und Teile eines FFH-Gebiets kommen im Gebiet vor. Der Frankenwald zeichne sich durch ein bundesweit herausragendes Schwarzstorch-Vorkommen aus.


Gesetzliche Vorgaben für einen Nationalpark

Für einen Nationalpark sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mindestens 10 000 Hektar Fläche erforderlich. Die Einbeziehung des Frankenwalds in die Nationalpark-Suche habe keine Auswirkungen auf den laufenden Dialog mit den anderen Regionen - bislang waren nur der Spessart in Unterfranken, die Rhön und die Donau-Auen als mögliche Standorte in der Diskussion.


Wohin soll der Park?

Wie MdL Baumgärtner im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte, hat er konkrete Vorstellungen, wo der Nationalpark angesiedelt werden könnte. Ihm schweben die Bereiche um Steinwiesen, Wallenfels, Nordhalben, Tschirn und Tettau vor. Den Brückenschlag nach Tettau will er schaffen, indem er auch Thüringen einbezieht und somit ein Bundesländer übergreifendes Gebiet schafft.

Wichtig ist Baumgärtner, alle Beteiligten ins Boot zu holen. Da er bei einer Realisierung seiner Idee auf Staatswald-Gebiet zugreifen will, sieht er jedoch keine Nachteile für beispielsweise Landwirte, Industrie oder Waldbauern. Vielmehr könnten viele Menschen in der Region von der Wertschöpfung durch einen Nationalpark profitieren. Er nennt als Beispiele den Tourismus und die Holzindustrie. Den zeitlichen Rahmen für die Umsetzung des "Generationen übergreifenden Projekts" setzt Baumgärtner - im Falle eines Zuschlags - auf 30 Jahre an.


Zeitlicher Ablauf

Wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilt, soll bis Ende Juli die Suche entschieden sein. Dies haben Ministerpräsident Horst Seehofer, Umweltministerin Ulrike Scharf und Justizminister Winfried Bausback (alle CSU) Anfang April bei einem Gespräch mit Nationalparkgegnern aus dem Spessart in der Staatskanzlei vereinbart. Das Kabinett hatte im vergangenen Sommer auf seiner Klausur am Tegernsee beschlossen, einen dritten Nationalpark einzurichten - aber den Ort offengelassen. Jürgen Baumgärtner sprach am Donnerstag allerdings davon, dass kein Zeitdruck bestehe. Demnach stehe eine Entscheidungsfindung erst zum Ende des Jahres in Aussicht.

Scharf führt derzeit zahlreiche Gespräche mit den Menschen in den Regionen. Denn in allen potenziellen Regionen im Freistaat ist inzwischen eine Diskussion zwischen Kritikern und Befürwortern entbrannt. Dagegen hatte das Kabinett den Steigerwald vorab vom gesamten Auswahlverfahren ausgenommen.

In Bayern gibt es derzeit zwei Nationalparke. 1970 wurde hier der erste Nationalpark Deutschlands gegründet: der Nationalpark Bayerischer Wald. 1978 folgte Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark in Berchtesgaden.


Nähere Informationen folgen im Lauf des Tages.

zum Thema "Nationalpark Frankenwald"

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