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Region  // Kronach

Kunst

Ausstellung im Landratsamt in Kronach: Sinnliche und sakrale Skulpturen

Im Landratsamt sind Keramiken und Bilder von Cristian Ianza zu sehen. Der Rumäne verarbeitet in seiner Kunst sein Leben zwischen Karpaten und Frankenwald.
Die Eröffnung der Ausstellung lockte viele Kunstinteressiere ins Landratsamt. Fotos: Ronald Heck
 
von RONALD HECK
Es war ein kleines Jubiläum, das Cristian Ianza vergangenen November feierte. 25 Jahre war es her, dass der inzwischen 60-Jährige das erste Mal nach Deutschland kam. Seitdem pendelt der rumänische Künstler regelmäßig zwischen den beiden Ländern. Er kam 1991 als Asylbewerber und pendelt seitdem regelmäßig zwischen Rumänien und dem Frankenwald. Zum Jubiläum werden seit dieser Woche seine Kunstwerke in der Galerie im Landratsamt ausgestellt.

"Du bist von Zirndorf in den Landkreis Kronach, von dem du vorher noch gar nichts gehört hattest, verschickt worden", erinnert sich Kulturreferentin Gisela Lang. Schon am dritten Tag nach seiner Ankunft habe er Kontakt mit der hiesigen Künstlerszene aufgenommen.

Ianza wurde 1958 in Rumänien geboren, hat an der Kunstakademie in Bukarest studiert und seinen Abschluss als Kunstkeramiker und Designer gemacht. 1993 hat er in Deutschland seine Duldung bekommen. Seit Mitte der 90er Jahre reist er zwischen Osteuropa und Deutschland hin und her. 2005 bekam er die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und durfte hier arbeiten. Ianza war bei Lindner Porzellan in Küps, bei Goebel Porzellan in Rödental und bei Rösler Porzellan in Schauberg beschäftigt.


Motive aus Erotik und Religion

Seine Kunstwerke sind vor allem fein gestaltete Tonkeramiken. Als Motiv wählt der Designer vor allem religiöse Symbole und Frauenkörper. Die Plastiken sind detailreich modelliert. Die Ausstellung zeigt auch Gemälde und geschnitzte Holzskulpturen. In einer Vitrine sind zudem Designer-Keramiken zu sehen. Cristian Ianzas Werke wurden bereits in über 300 Sammelausstellungen und 95 Einzelaustellungen gezeigt.

Auch im Frankenwald wurde er schnell in das hiesige Künstlermilieu aufgenommen. "Und es ist eine wunderbare Freundschaft geworden", meint Kulturreferentin Lang. Seit 2013 hat Ianza seine eigene kleine Galerie in Kleinvichtach. "Manchmal liegt mein Herz mehr in Kronach, als dort wo ich geboren bin", sagt Cristian Ianza.

Am Anfang sei es undenkbar gewesen, so wie heute zwischen den Ländern zu pendeln, betont er. Die Grenzkontrollen seien schrecklich gewesen. In Rumänien habe er kaum noch Familie, in Kronach hingegen habe er viele gute Freunde. Womöglich möchte er bald fest im Landkreis ansässig werden, denn: "Hier fühle ich mich zuhause", bekräftigt Ianza. Seine Ausstellung ist noch bis 19. Mai in der Galerie im Landratsamt zu besichtigen.
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