Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Polizei

70-Jährige wird vermisst: Großeinsatz in Kronach

Mehr als 100 Rettungskräften suchten am Freitagabend am Kronacher Landesgartenschau-Gelände bis tief in die Nacht nach einer vermissten Frau.
Über 100 Rettungskräfte waren am Freitag an der intensiven Großsuche beteiligt. Um 1 Uhr nachts wurde der Einsatz schließlich abgebrochen und am nächsten morgen fortgesetzt.  Foto: Stefan Wicklein
 
von MARIAN HAMACHER
Bislang ergebnislos verlief in Kronach die intensive Vermisstensuche nach einer 70-jährigen Rentnerin. Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen 16 Uhr auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände im Bereich der Rhodter Straße und des Flügelbahnhofs in Flussnähe ein Rollator gefunden.

Anhand dessen Registriernummer konnte die 70-jährige Kronacherin schnell als Besitzerin ermittelt. "Es wurde daraufhin nachgefragt, ob sich die Frau in ihrem Pflegeheim oder eventuell bei Verwandten befindet, aber das war nicht der Fall", erklärte Matthias Rebhan von der Polizeiinspektion Kronach am späten Freitagabend an der Einsatzstelle.

Da ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden konnte, startete vom Auffindeort des Rollators ausgehend eine Großsuche, an der sich an die 100 Einsatzkräfte beteiligten. Vor Ort waren neben der Polizei und den Feuerwehren Stadt Kronach und Neuses auch das BRK, das THW, die Wasser- und Bergwacht, die DLRG (Ortsverbände Kronach, Steinwiesen und Küps) sowie die ASB-Rettungshundestaffel. "Im Grunde alles, was wir in diesem Bereich haben", so Rebhan.

Um den Suchradius von zwei bis drei Kilometern abdecken zu können, kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Drei Drohnen suchten zudem mit Wärmebildkameras die Uferbereiche ab.


"Die Dunkelheit macht das Ganze nicht gerade leichter"

Zwar fuhren Rettungskräfte mit einem Boot die Haßlach und Rodach ab, Taucher kamen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zum Einsatz. Immer wieder erschwerten die widrigen Wetterumstände und Starkregen die Sucharbeiten, ehe auch die Zeit gegen die Helfer spielte. "Wir versuchen derzeit noch zu machen, was möglich ist. Aber die Dunkelheit macht das Ganze nicht gerade leichter", sagte Rebhan noch in der Nacht.

Gegen 1 Uhr nachts musste die Suche schließlich ergebnislos abgebrochen werden. Die Nacht über weiterzusuchen sei personell schlicht nicht möglich, erklärte der Polizist: "Die Kräfte lassen bei den Helfern nach und auch die Hunde können irgendwann nicht mehr."


Auch die Taucherstaffel wird nicht fündig

Am Samstag setzte die Polizeiinspektion Kronach die Suche an gleicher Stelle ab 8.30 Uhr fort und forderte die Taucherstaffel der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg an. Die traf drei Stunden später ein, suchte den Unterwasserbereich aber vergeblich ab. Gegen Mittag war ihr Einsatz wieder beendet. Auch der Hubschrauber musste ohne neue Erkenntnisse wieder landen.

Einziger Anhaltspunkt bleibt für die Rettungskräfte nach wie vor der Fundort des Rollators. "Mehr wissen wir nicht und genau das ist unser Problem", teilte Jens Becker, Leiter der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken auf Nachfrage von infranken.de mit. "Sie kann im Wasser sein oder ihren Rollator vor Ort gelassen haben und anderweitig fortgekommen sein."


Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei bittet auch die Bevölkerung um Mithilfe. Wer eine Person gesehen hat, auf die die Personenbeschreibung zutrifft, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kronach unter der Telefonnummer 09261/503121 zu melden. Hinweise nimmt aber natürlich auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Personenbeschreibung:

- 1,70 Meter groß
- Schlank, jedoch mit einem leichten Bauchansatz
- Weiße Haare
- Die Frau trug vermutlich eine graue Jogginghose und ein hellblau gestreiftes T-Shirt

zum Thema "Blaulicht"

Newsletter kostenlos abonnieren
Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.