Kronach
Tourismus

4,4 Prozent mehr Übernachtungen

Die Zahlen für 2016 fielen auch im Landkreis Kronach recht positiv aus. Insgesamt 37 Tourismusregionen locken nach Bayern.
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Die 90-Millionen-Marke bei den Übernachtungen ist geknackt: Bayerns Fremdenverkehr hat 2016 eine Rekordhöhe erklommen. Das hiesige Fremdenverkehrsgewerbe im Kreis Kronach schnitt unterm Strich ebenfalls besser ab als im Vorjahr: Die erfassten Betriebe mit mindestens zehn Gästebetten oder Campingstellplätzen meldeten von Januar bis Dezember 192 027 Übernachtungen an das Landesamt für Statistik (vorläufige Monatswerte), das waren 8092 mehr (plus 4,4 Prozent) als 2015.


Neue Maßstäbe gesetzt

37 Tourismusregionen locken nach Bayern. Von der Zugspitzregion und dem Allgäu über Oberbayerns Städte, das Altmühltal und den Bayerischen Wald bis ins Fichtegebirge und in die Rhön. Für den gesamten Freistaat meldet die amtliche Statistik 35,4 Millionen Gäste und 90,8 Millionen Übernachtungen. Somit setzte das Jahr 2016 für Bayerns Tourismus neue Maßstäbe und untermauerte die bedeutende Rolle des Fremdenverkehrs als Arbeits- und Wirtschaftsfaktor. Die Gästezahl der Urlauber und Geschäftsreisenden kletterte um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis, das auch schon rekordverdächtig gewesen war, und bei den Gästeübernachtungen gab's ein Plus von 3,1 Prozent.
Übers Jahr hinweg entwickelten sich die Zahlen im Kreis Kronach folgendermaßen: Von Januar bis März meldeten die erfassten Betriebe 33 532 Übernachtungen (Vorjahr: 30 302). Von April bis Ende Juni waren es 50 778 (53 096).
Von Juli bis Ende September dann weitere 64 445 (59 826) und von Oktober bis Dezember nochmals 43 272 Übernachtungen (40 711). Macht zusammen 192 027 Übernachtungen (vorläufige Monatswerte), also rund 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.


Durchschnittlich 70 Euro

Allein für die Hoteliers und Vermieter ergibt das, bei geschätzten durchschnittlichen 70 Euro pro Übernachtung, rundgerechnet 566 000 Euro mehr Umsatz in den Kassen. Übernachtet haben übrigens 73 322 Gäste, also 2318 mehr als im Vorjahr.
Die Inländer sorgten diesmal für die glänzende Bayern-Bilanz, denn der Ausländerreiseverkehr schwächelte. Rund 17,5 Millionen Übernachtungen durch Auslandsgäste schlugen am Ende zu Buche, und damit 0,3 Prozent weniger als 2015. Der Inländerreiseverkehr steigerte sich demgegenüber um rund vier Prozent.


Auslandsgäste bleiben länger

In den Kreis Kronach reisten 2016 insgesamt 68 360 Gäste aus dem Inland (Vorjahr: 66 655), aus dem Ausland weitere 4962 (Vorjahr: 4349). In der Summe übernachteten die Auslandsgäste 13 756-mal (Vorjahr: 12 521), die Deutschen 178 271-mal. Damit steuerten Auslandsübernachtungen hier 7,2 Prozent des Umsatzes bei, sofern für alle die gleichen Preise gelten (Vorjahr: 6,8 Prozent).
Unterschiede gibt es auch bei der Verweildauer, die abhängig ist vom Verhältnis der (Kurz-) Urlauber und Geschäftsreisenden: Die Auslandsgäste verweilten 2,8 Tage bei uns, die Inlandsgäste 2,6 Tage. Bayernweit übernachteten die Ausländer im Schnitt 2,1 Tage und die Inländer 2,7 Tage.
Regional betrachtet, steigerten alle sieben Regierungsbezirke ihre Gäste- und Übernachtungszahlen. Die höchsten Zuwächse gab's in Oberfranken, der Oberpfalz und in Schwaben. "Von wenigen Ausnahmen abgesehen, nahmen die Zahlen auch in den 37 bayerischen Tourismusregionen zu", melden die Statistiker. Leichte Rückgänge gab es nur in Franken (Rhön und Spessart-Mainland) sowie in der Landeshauptstadt München.
Der Ausländerreiseverkehr schwächelte unter anderem deutlich im Fränkischen Seenland und in der Rhön (Franken), im Bayerischen Wald (Ostbayern) sowie in München, an Ammersee-Lech, der Region Berchtesgadener Land und dem Chiemgau (alles in Oberbayern). red
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