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Zurück in die Zukunft

Die Lebenszeichen des deutschen Liberalismus - und mit ihm die der FDP als dessen parteipolitischer Arm - werden wieder deutlicher vernehmbar.
Rückkher auf die politische Bühne: Die FDP feierte kürzlich im Spiegelsaal Bambergs ihr 70-jähriges Bestehen. Foto: Barbara Herbst
 
von FALK ZIMMERMANN

Es ist so ein wenig wie im Fußball: Wenn man aus der 1. Bundesliga fliegt, wird der Aufstiegskampf meist hart und steinig. Aber er ist schaffbar. Zwei Dinge sind dafür wichtig: Wille und Demut. Beides scheinen die Liberalen zu haben - als Partei insgesamt und vor allem in Gestalt ihrer Protagonisten.

Denn Christian Lindner und Wolfgang Kubicki sind aus einem besonderen Holz - authentisch, kämpferisch, selbstkritisch, voll Leidenschaft. Das zeichnet sie aus, hebt sie aus dem aktuellen Politiker-Ensemble heraus. Auch der Kanten wegen, die sie dem Schliff nicht hingeben. Zu sagen haben sie übrigens auch etwas, wie das nebenstehende Interview beweist.

Ist die FDP, sind die Liberalen in diesem Land, also wieder bereit für die 1. Bundesliga der Politik? Die Meinungsumfragen sagen Ja, auch wenn sieben Prozent nicht gerade üppig sind. Dennoch würde der Wiedereinzug in den Bundestag das politische Farbenspiel in diesem Land wieder bereichern. Denn gerade in Zeiten des Zurückweichens, des Verbarrikadierens vor den existentiellen Herausforderungen (Stichwort Europa, Stichwort Flüchtlingskrise) braucht es das freiheitliche Element als Gegenpol, besser: als Korrektiv.

So gesehen wäre die Rückkehr der FDP auf die große Bühne beinahe verpflichtend. Denn vorbei sind die Zeiten der Wohlfühl-Demokratie, in denen sich die Liberalen in das Gaga-"Projekt 18" inklusive Guidomobil verirren durften. Heute geht es um substanzielle gesellschaftliche Belange. Und Lindner, Kubicki und einige andere mehr scheinen sehr wohl diese Herausforderung annehmen zu wollen. Selbst altverdiente liberale Recken wie ein Gerhart Baum haben plötzlich wieder eine Stimme und melden sich gefühlt mühelos unter anderem in der Verfassungsdebatte zurück.

Die Menschen im Land suchen nach Alternativen zum allgemein etablierten Politikbetrieb. Die "Alternative für Deutschland" lebt gerade sehr gut davon. Vielleicht zu gut. Eine FDP könnte dabei helfen, das zu ändern. In dem sie als wieder ernst zu nehmende politische Kraft wahr genommen wird, die ein Angebot zu machen hat. Nicht links, nicht rechts, sondern aus der Mitte heraus. Und das wäre auch gut so. Denn ein Land ohne Mitte verlöre seinen Halt. Dies wiederum kann niemand wollen.






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