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Glosse

VW-Abgasskandal: Wer den Schaden hat ...

Autobauer VW erhält in den USA den Ig-Nobelpreis für den Abgasskandal. Eine gute Wahl, meint unser Kommentator
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Foto: Julian Stratenschulte, dpa
Foto: Julian Stratenschulte, dpa
Rein wissenschaftlich betrachtet wurde es höchste Zeit für eine Würdigung. Autohersteller VW und seine Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung für Dieselfahrzeuge stehen zumindest für die Kreativität deutscher Forscher und Entwickler - wenn auch in unrühmlicher Weise. Deshalb ist die Innovation jetzt in Amerika mit einem Preis bedacht worden, der eher Spott als Ehre nach sich zieht. Der Ig-Nobelpreis für Chemie, auch als unwürdiger (ignoble) oder Anti-Nobelpreis bezeichnet, ging an die Wolfsburger Autobauer.


Eher zum Schmunzeln

Bei der 26. Auflage der Ehrungsgala gab es einige solcher Preise. In der Regel sind sie dazu geeignet, den Menschen zum Schmunzeln zu bringen. Wissenschaftler aus mehreren Ländern erhielten zum Beispiel die Auszeichnung in der Kategorie Physik für ihre Entdeckung, dass Pferdebremsen weniger von weißen Pferden angezogen werden als von schwarzen. Es ist also besser, man kommt als Schimmel auf die Welt - bremsenbisstechnisch gesehen.


Wiederholung? Besser nicht!

Die weiße Weste von VW hat längst einen dicken Fleck. Das Reinigungsmittel hierfür sucht der Konzern bisher vergeblich. Eine Bedingung für die Nominierung zum Anti-Nobelpreis ist, dass die Entdeckung nicht wiederholt werden kann oder nicht wiederholt werden sollte. Dem ist nichts hinzuzufügen.
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