Schweinfurt
Kommentar

Schaeffler-Prozess: Der Verlierer heißt Rosenfeld

Auch der heutige Schaeffler-Chef muss in der Schmiergeldaffäre Verantwortung übernehmen, meint unser Kommentator.
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Klaus Rosenfeld Foto: Daniel Karmann, dpa
Klaus Rosenfeld Foto: Daniel Karmann, dpa
Irgendwie erinnern die Vorgänge bei Schaeffler im Rahmen der Schmiergeldaffäre an das Verhalten bei Volkswagen nach dem Abgas-Skandal. Ob Winterkorn, Geißinger oder Rosenfeld: Hier wie da will keiner etwas gewusst haben. Und mit dem Begriff Verantwortung scheinen sich deutsche Top-Manager zuletzt sowieso schwer zu tun.


Dreistes Verhalten

Im Fall Schaeffler erhält dieses Thema Verantwortung noch einen ganz neuen, besonderen Akzent. Da veranlasst der heutige Konzernchef eine Klage wegen Schmiergeldzahlungen, unter anderem gegen seinen Vorgänger und ein weiteres ehemaliges Vorstandsmitglied, obwohl er selbst zum besagten Zeitpunkt in Führungsverantwortung stand - für keinen geringeren Bereich als die Finanzen.
Auch dem Gericht erschien dieses Verhalten vermutlich dreist. Mit seiner Entscheidung hat es klargestellt, was es von deutschen Chefetagen erwartet: Verantwortung - nicht nur für Erfolgsmeldungen.
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